Astronomische Highlights im Winter 2018-2019

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Der Himmelkalender für die Monate Dezember, Januar und Februar im schnellen grafischen Überblick. Die astronomische Infografik „Astrohighlights am Winterhimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was am Himmel passiert. Im weiteren Text erfahren Sie Details zu den einzelnen Ereignissen.

Die Infografik gibt Ihnen einen Gesamtüberblick. Die Grafik und die von uns überarbeiteten, begleitenden Texte wurden uns freundlicherweise von universe2go zur Veröffentlichung auf Arts Fotos zur Verfügung gestellt.

 

Astrohighlights im Winter 2018/2019
Grafik von universe2go

 

Dezember 2018

 

05.12. Mond trifft Merkur

Früh in den Morgenstunden trifft sich der Mond mit dem Merkur. Beide Himmelskörper stehen in einem Abstand von etwa 7 Grad. Für die Beobachtung eignet sich ein Fernglas mit großem Gesichtsfeld.

 

07.12. Mars trifft Neptun

Ein tolles Ereignis: Eine sehr enge Begegnung von Mars und Neptun. In etwa 4 Bogenminuten Entfernung zieht der Mars nördlich von Neptun ab 18 Uhr vorbei. Für die Beobachtung benötigen Sie ein Fernglas oder noch besser ein Teleskop.

 

13./14.12. Geminiden

Wenn der Himmel am Abend klar ist, blicken Sie am besten in Richtung Süden. Denn die Sternschnuppen der Geminiden kommen scheinbar aus dem Sternbild der Zwillinge. Genauer gesagt, aus einem Punkt, zwei Grad über dem Stern Pollux. Zwischen 21:00 Uhr und 06:00 Uhr ist die beste Zeit für die Beobachtung. Die Geminiden gehören mit 120 Meteoren pro Stunden zu den Sternschnuppen mit den höchsten Fallraten. Allerdings trübt der Vollmond dieses Jahr die Sicht. Das Ereignis sollten Sie trotzdem nicht verpassen.

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15.12. Mond trifft Mars

Der zu 42% beleuchtete und zunehmende Mond trifft heute den Mars und zieht in einem Abstand von etwa 5 Grad an ihm vorbei.

 

16.12. Komet 46P/Wirtanen

Endlich gibt es wieder einen relativ hellen Kometen, den wir mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen beobachten können. Der Komet 46P/Wirtanen erreicht am 16. Dezember seine Erdnähe und begegnet in nur 3 Grad Abstand dem offenen Sternhaufen der Plejaden (M45). Eine schöne Konstellation für das Fernglas. Wirtanen ist einer der seltenen Kometen, der eine relativ hohe Helligkeit erreichen könnte und damit auch für jeden Einsteiger ein beeindruckendes Objekt ist. Wenn sich alles gut entwickelt, dann kann er zum Jahresende eine Helligkeit von bis zu 4 mag erreichen. Damit wäre er sogar mit dem bloßen Auge sichtbar. Nach Weihnachten ist der Komet am Abendhimmel ohne störenden Mond zu entdecken.

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28.12. Hebe in Opposition

Der Asteroid HEBE kommt am 28. Dezember in Opposition und erreicht dabei eine Helligkeit von ca. 8,5 mag. Am besten zu sehen ist er gegen Mitternacht im Sternbild Einhorn bzw. im Sternbild Orion. Für die Beobachtung benötigen Sie ein mittleres Teleskop. Die aktuelle Position finden Sie zum Beispiel mit dem Programm Stellarium heraus.

 

 

Januar 2019

 

01.01. Planetenkette Mond, Venus, Jupiter, Merkur

Pünktlich nach Silvester begrüßt uns das neue Jahr mit einer hübschen Planetenkette. Am Morgenhimmel, kurz vor Sonnenaufgang, sehen wir von rechts oben bis links unten zum Horizont den Mond, die helle Venus, Jupiter und sogar dicht über dem Horizont den scheuen Merkur. Eine gute Gelegenheit für eine schöne Stimmungsaufnahme.

 

04.01. Quardrantiden

Die nächsten Sternschnuppen sind auf dem Weg zu uns: die Quadrantiden. Der Meteorstrom stammt aus dem Sternbild Bootes. Die Sternschnuppen regnen im Maximum mit einer Zahl von 120 pro Stunde über den Himmel. Wenn Sie in den Morgenstunden beobachten, haben Sie die größte Chance auf eine erfolgreiche Beobachtung.

 

05.01. Komet Wirtanen zirkumpolar

Der Weihnachtskomet erfreut uns auch im neuen Jahr, denn war der Komet nur am Abendhimmel oder am Morgenhimmel zu sehen, ist er nun zirkumpolar geworden und wandert durch das Sternbild des Großen Bären. Beobachten Sie ihn jetzt also die ganze Nacht lang.

 

06.01. Venus größte westliche Elongation

Die beste Sicht auf die Venus bietet sich jetzt. Der Morgenstern strahlt hell (-4,5 mag), steht mit 47 Grad Winkelabstand in der größten westlichen Elongation und ist zur Hälfte beleuchtet. Der Planet blinzelt um ca. 04:30 MEZ über den Horizont, jetzt können wir ihn gute drei Stunden lang beobachten, bevor er im Sonnenlicht verschwindet.

 

12.01. Mond trifft Mars

Schon in der Abenddämmerung bemerkt man im Süden den Mond und darüber den Mars. Beide Himmelskörper stehen in etwa 7 Grad Distanz.

 

15.01. μ cet Bedeckung durch den Mond (Abend)

In sehr frühen Abendstunden bedeckt der Mond den 4,1 mag hellen Stern μ Cet. Der Mond nähert sich dem Stern von seiner dunklen Seite und bedeckt ihn schließlich um 17:44 Uhr. Die Bedeckung von der dunklen Seite ist immer faszinierend, denn plötzlich erscheint der Stern wie ausgeknipst. Es dauert fast eine Stunde, bis der Stern wieder auf der beleuchteten Seite des Mondes auftaucht.

 

21.01. Totale Mondfinsternis

Jeder hat wahrscheinlich noch die totale Mondfinsternis aus dem Jahr 2018 in Erinnerung. Im Sommer zur günstigen Abendzeit bot uns der Mond ein Schauspiel. Das wiederholt er erneut am 21. Januar. Diesmal jedoch zu einer eher ungünstigen Zeit und bei Temperaturen, die nichts mit T-Shirt-Wetter zu tun haben.

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22.01. Venus trifft Jupiter

Vor Sonnenaufgang treffen Jupiter und Venus aufeinander. Beide Planeten sehen wir im Südosten leuchten und in einem Abstand von nur etwa 2 Grad. Die Venus leuchtet zu diesem Zeitpunkt mit -4,3 mag, der Jupiter deutlich schwächer mit -1,9 mag. Beide Objekte sind auch ein schönes Fernglasobjekt, weil man sie gemeinsam in einem Gesichtsfeld bewundern kann.

 

31.01. Mond trifft Jupiter und Venus

Waren am 22. Januar Venus und Jupiter zu sehen, gesellt sich am 31. Januar der Mond hinzu und platziert sich in die Mitte zwischen den beiden Planeten.

 

 

Februar 2019

 

02.02. Mond bedeckt Saturn

Der Mond ist eine abnehmende Sichel und nur zu 6% beleuchtet, daher geht er auch erst früh am Morgen auf. Um 06:30 Uhr sind beide Himmelskörper dicht über dem Horizont zu sehen. In Deutschland und Österreich bedeckt der Mond den Saturn. Um 06:37 Uhr verschwindet der Ringplanet hinter der beleuchteten Mondsichel und taucht eine Stunde später wieder am dunklen, nordöstlichen Rand auf.

 

10.02. Mond trifft Mars

In einem Fernglas mit ca. 7 Grad Gesichtsfeld können Sie an diesem Abend die Mondsichel und den Mars gemeinsam in einem Blickfeld beobachten.

 

13.02. Mars trifft Uranus

In weniger als 1,5 Grad Distanz treffen sich am heutigen Abend der Mars mit dem fernen Gasriesen Uranus. Die Helligkeitsunterschiede sind dabei groß. Der Rote Planet leuchtet hell mit 1 mag und Uranus schwach mit 5,8 mag. Das macht beide zu Objekten für das Fernglas oder das Teleskop. Das aber lohnt sich auf jeden Fall, denn auch in einem Okular mit geringer Vergrößerung und weitem Gesichtsfeld kann man sie in einem Gesichtsfeld entdecken.

 

27.02. Merkur größte östliche Elongation (und Halbphase)

Der Merkur kreist so schnell und so dicht um die Sonne, dass wir ihn nicht zu jeder Zeit beobachten können. Doch jetzt steht Merkur wieder in einem größeren Winkelabstand von 18° zur Sonne. Das ist zwar kein gigantischer Wert, aber wir können ihn jetzt ausreichend lang während seiner Halbphase beobachten. Merkur ist jetzt am Abendhimmel kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Warten Sie auf alle Fälle bis die Sonne ganz untergegangen ist. Sie entdecken Merkur dann dicht über dem westlichen Horizont.

 

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