Erinnerung an den 16. März 1945

Begräbnisstätte und Ort der Mahnung: Bürgermeister Martin Heilig, Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Bürgermeisterin Judith Jörg bei der Kranzniederlegung vor dem Würzburger Hauptfriedhof.

76 Jahre sind seit der Zerstörung Würzburgs vergangen. Der 16. März 1945 kostete rund 3.500 Menschenleben und die Innenstadt fiel fast vollständig Spreng- und Brandbomben zum Opfer. An diesen Schicksalstag erinnerten die Stadt Würzburg und zahlreiche weitere Initiativen mit einem facettenreichen Veranstaltungsprogramm.

Begräbnisstätte und Ort der Mahnung: Bürgermeister Martin Heilig, Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Bürgermeisterin Judith Jörg bei der Kranzniederlegung vor dem Würzburger Hauptfriedhof.

Foto: Georg Wagenbrenner

Die Kontextualisierung des Luftangriffs steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt: Würzburgs Bombardierung ist auch als eine Antwort auf den Vernichtungskrieg der Nationalsozialisten zu sehen. Trauer, Gedenken und historische Aufarbeitung prägen die Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und ruhigen Momente. Zu diesen stillen Formaten zählte dieses Jahr auch die Kranzniederlegung am Massengrab vor dem Würzburger Hauptfriedhof. Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeister Martin Heilig und Bürgermeisterin Judith Jörg legten einen Kranz vor die künstlerische Gestaltung einer Familie in Totenstarre von Fried Heuler und gedachten mit einer Schweigeminute der Opfer. Matthias Wallny von der Hochschule für Musik umrahmte die Zeremonie schwermütig auf der Trompete. In Zeiten von Corona hatte man auf einen Redebeitrag und eine größere Menschenansammlung an diesem Ort verzichtet.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt sprach stattdessen am Abend anlässlich eines Gedenkkonzerts in St. Stephan. Der 16. März stehe laut Schuchardt exemplarisch für die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Kriegs:

„Wir gedenken aller Opfer aus allen Völkern, der Zivilisten und der Soldaten, die es im Zweiten Weltkrieg gegeben hat. Eine Mahnung an die Opfer des Unrechtsregimes, den Krieg, der von Deutschland ausging und der auf unsere Stadt zurückfiel. Dieses Gedenken hat aber auch seine Bedeutung für die Gegenwart und für die Zukunft, sich für eine offene, tolerante demokratische Gesellschaft einzusetzen!“

Das Konzert mit Werken von Matthias Weckmann und Heinrich Schütz vom Kantorat der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Würzburg St. Stephan wurde vom Bayerischen Fernsehen live im Internet gestreamt. Auch die Geschichtswerkstatt ging in diesem Jahr neue Wege und präsentierte ihre Foto-Ausstellung ebenfalls erstmals online (www.wuerzburg.de/16maerz – noch bis Ende des Monats). All diese Bemühungen zielten darauf ab, dass man am Erinnerungsprogramm teilnehmen konnte, ohne sich vor einer Corona-Ansteckung sorgen zu müssen.

 

Quelle: Stadt Würzburg

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