Preisverleihung beim Mikrolauncher-Wettbewerb

Finale für den 2. und 3. Platz des Mikrolauncher-Wettbewerbs

Die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt kürt den Gewinner der letzten Runde des Mikrolauncher-Wettbewerbs

Der zweite Platz des Mikrolauncher-Wettbewerbs der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR ist vergeben: Am 25. April 2022 hat die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann, während der Preisverleihung im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Berlin die Rocket Factory Augsburg zum zweiten Gewinner nach der Isar Aerospace Technologies GmbH im vergangenen Jahr gekürt. Damit ist der Mikrolauncher-Wettbewerb nach zwei Jahren in die letzte Runde gegangen. Die beiden verbleibenden Start-ups, HyImpulse Technologies GmbH und Rocket Factory Augsburg AG, haben dabei um elf Millionen Euro aus der „BOOST!“-Initiative im „Commercial Space Transportation Services und Support“ Programm (C-STS) der Europäischen Weltraumorganisation ESA konkurriert.

„Beide Firmen haben im letzten Jahr große Fortschritte bei der Entwicklung ihrer Kleinträgerraketen gemacht und vielversprechende Konzepte vorgelegt“, erklärt Luft- und Raumfahrtkoordinatorin Dr. Anna Christmann. „Damit schaffen wir die Grundlage für einen kommerziellen und kostengünstigen Zugang zum All. Denn nur im Tandem aus Wettbewerb und dynamischer Start-up-Community werden wir auch künftig Europas Zugang zum Orbit sicherstellen können. Dem Gewinner Rocket Factory Augsburg AG und ebenso der drittplatzierten HyImpulse Technologies GmbH gratuliere ich herzlich und freue mich bereits jetzt auf die bald anstehenden Jungfernflüge.“ Die Rocket Factory Augsburg AG wird mit ihrem Launcher RFA One zwei Demonstrationsflüge durchführen und dabei institutionelle Nutzlasten transportieren.

Ausgewählt wurde der Gewinner von einer siebenköpfigen Expertenjury. Entscheidend waren dabei technische, wirtschaftliche und operationelle Bewertungskriterien. Die Rocket Factory Augsburg AG setzt auf Flüssigtriebwerke und hat diese bereits zu einem fortgeschrittenen Technologielevel entwickelt, der von der Jury explizit gewürdigt wurde. Die HyImpulse Technologies GmbH arbeitet an Hybridmotoren, in denen festes Paraffin – also Kerzenwachs – mit Hilfe von flüssigem Sauerstoff verbrannt wird. Diese Technologie wurde seitens der Jury als hoch innovativ bewertet. „Die HyImpulse Technologies GmbH hat einen hochverdienten dritten Platz im Wettbewerb belegt und komplettiert die starke Leistung deutscher Mikrolauncher Start-ups“ so Dr. Anna Christmann in der Preisverleihung.

Beide an der dritten Runde teilnehmenden Start-ups hatten im Januar 2022 beim „European Innovation Council Horizon Prize“ im Bereich kostengünstige Startdienstleistungen zu den vier besten Teilnehmern in der EU gezählt. Das unterstreicht die bereits jetzt große Wirkung des Microlauncher Wettbewerbs für die Entwicklung und Sichtbarkeit aller für das Finale qualifizierten Unternehmen.

DLR-Wettbewerb unterstützt den New-Space-Sektor

Der Mikrolauncher-Wettbewerb hat das Ziel, den New Space-Sektor und hier speziell kommerzielle Anbieter von Startdienstleistungen bei der Entwicklung ihrer Träger und beim Aufbau ihrer Firmen zu unterstützen, in dem Startdienstleistungen für institutionelle Nutzlasten eingekauft werden. Dabei wurden deutsche Start-ups mit insgesamt 25 Millionen Euro in drei Runden gefördert. Die drei Unternehmen HyImpulse Technologies GmbH, Isar Aerospace Technologies GmbH und die Rocket Factory Augsburg AG hatten sich im Juli 2020 mit ihren Vorschlägen in technischer, wirtschaftlicher und operationeller Hinsicht für die Hauptrunde qualifiziert und neben 500.000 Euro für die weitere Ausarbeitung ihrer Konzepte bis zur Hauptrunde des Wettbewerbs auch ein Unterstützungs-Schreiben (Letter of Support) der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR für eine Förderung im so genannten C-STS-Programm der ESA erhalten.

In der ersten Hauptrunde im letzten Jahr hatte sich die Isar Aerospace Technologies GmbH gegen die Konkurrenz durchgesetzt und elf Millionen Euro Förderung erhalten. Diese Unterstützung erfolgte mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), die Deutschland auf der vergangenen ESA-Ministerratskonferenz „Space19+“ im November 2019 in Sevilla zugesagt hatte. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR steuert im Auftrag der Bundesregierung unter anderem die deutschen Beiträge zur ESA und hat den Mikrolauncher-Wettbewerb initiiert.

Die kostenfreie Mitnahme institutioneller Nutzlasten auf den beiden ersten Demonstrationsflügen war Voraussetzung zur Teilnahme am Wettbewerb. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR plant noch im Jahr 2022 einen Nutzlastwettbewerb für den Transport auf RFA One zu starten und die geeigneten Nutzlasten auszuwählen.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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