Die Perseiden im Juli/August 2017

Schönster und reichster Sternschnuppenstrom des Jahres

In der Zeit vom 17. Juli bis zum 24. August treten sie vereinzelt auf, vor allem aber zwischen dem 10. und dem 14. August tummeln sich alljährlich besonders viele der vermeintlichen Glücksbringer am nächtlichen Sternenhimmel.

 

Feuerkugel (Bolid) am 12. August 2014 um 22:47 Uhr am Osthimmel
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In den neunziger Jahren wurden teilweise mehrere hundert Perseiden pro Stunde gezählt, darunter auch sehr helle Sternschnuppen, sogenannte Bolide oder Feuerkugeln. Am 12. August 2014 konnten wir einen solchen beobachten und fotografieren. Wegen des Einflusses von Jupiter hat sich die Distanz der Erde zu diesem Strom verringert und es ist in diesem Jahr mit deutlich mehr Meteoren zu rechnen als in den vergangenen Jahren.

 

Meteor am 13. August 2012 um 00:42 Uhr im Sternbild Kassiopeia
@artusmi 20120813_0041

 

Sternschnuppen kann man das ganze Jahr über beobachten. Der August aber gilt als der Monat, in dessen Nächten die Chancen am größten sind, eine Sternschnuppe am Himmel zu sehen. In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreicht der alljährlich wiederkehrende Auftritt der Sternschnuppen der Perseiden sein Aktivitätsmaximum. Die mit einer Geschwindigkeit von 60 km/s schnellen Meteore scheinen aus dem Sternbild Kassiopeia – wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Großbuchstaben ‚W‘ auch Himmels-W genannt – zu kommen.

Unter günstigen Umständen kann man dann im Durchschnitt minütlich mindestens eine der schnellen Sternschnuppen beobachten. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr.


Hintergrund

Ursache für die Himmelserscheinungen ist der periodische Sternschnuppenstrom der Perseiden, die nach dem Sternbild des Perseus benannt wurden, aus dem sie vermeintlich zu kommen scheinen. Im Volksmund heißen die Perseiden auch Laurentiustränen, benannt nach dem im dritten nachchristlichen Jahrhundert verstorbenen Märtyrer Laurentius. Wie jedes Jahr kreuzt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne die Überreste des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Diese Überreste, kleine Staub- und Gesteinsteilchen, werden beim Eintritt in die Erdatmosphäre durch die Reibung an den Luftpartikeln so stark erhitzt, dass sie schließlich verglühen. Dieses Verglühen führt zusammen mit anderen physikalischen Effekten dann zu einem kurzen Aufleuchten der Luft entlang der Flugbahn der Teilchen, was als Meteor bezeichnet wird.

 

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