Feuerwerke fotografieren

Silvesterfeuerwerk am 1. Januar 2014

Silvesterfeuerwerk in Eisingen

Neben Silversterfeuerwerken bieten sich dem Fotografen zahlreiche andere Events, um sich mit dem Thema näher zu befassen, z.B. Volks- und Stadtfeste oder Feuerwerke im Urlaub an den Stränden. Immer häufiger brennen aber auch Privatpersonen Feuerwerke bei runden Geburtstagen ab, ob vorher ordnungsgemäß bei der Kommune angemeldet oder nicht, sei dahingestellt.

 

Feuerwerk am 01.01.2013 um 00:00 Uhr mit Großem Wagen
@artusmi 20130101_0000

Man muss also nicht bis Silvester warten, um Feuerwerke zu fotografieren. Damit man nichts verpasst, sollte man aber ein paar Dinge beachten und sich entsprechend vorbereiten. Wir geben auf dieser Seite einige nützliche Tipps, wie wir uns beim Silvesterfeuerwerk 2012/2013 vorbereitet und das Vorhaben umgesetzt haben.

 

Vorbereitungen zu Hause

Etwa zwei Tage vor dem Ereignis schauen wir uns zunächst einmal die Wettervorhersage für unsere Gegend an. Da weder Regen noch Schnee zu erwarten sind, steht für uns fest, wir werden das Feuerwerk fotografieren. Jetzt überlegen wir, von wo aus wir die Bilder aufnehmen werden. Da wir bereits in den vergangenen Jahren Feuerwerke fotografiert haben, kennen wir schon einigermaßen günstige Standorte. Man sollte darauf achten, Orte zu wählen, die nicht zu weit vom Ereignis entfernt sind, an denen Straßenbeleuchtung nicht stört, und an denen sich keine oder nur wenige Schaulustige aufhalten. Der Schutz unserer Ausrüstung ist uns heilig und nur ein störungsfreier Ort garantiert gute Aufnahmen.

Silvesterfeuerwerk am 1. Januar 2014
@artusmi 20140101_firework

Bis Mitte 2011 haben wir ausschließlich mit einer Digitalkamera fotografiert, die die Möglichkeit bot, Blende, Zeit und ISO manuell einzustellen, und an der wir den Autofokus abschalten konnten. Sollte die Kamera diese Einstellungen nicht beherrschen, dann raten wir, das Feuerwerk ohne Kamera zu genießen oder aber auf Glückstreffer zu hoffen. Seit Mitte 2011 arbeiten wir fast ausschließlich mit einer DSLR-Kamera mit Wechselobjektiven.

An weiteren Ausrüstungsgegenständen haben wir bereitgelegt:

1 stabiles, verwacklungssicheres Stativ
2 Smartcards
2 frisch aufgeladene Akkus
1 Taschenlampe
1 feste Tasche mit Tragegurt, in der wir die Ausrüstung transportieren

Auf einen Kabelauslöser verzichten wir dieses Mal, da wir auch ganz gut mit dem Selbstauslöser der Kamera arbeiten können. Auf was man nicht verzichten sollte, ist passende Kleidung und festes Schuhwerk. Achten Sie darauf, dass Sie sich so kleiden, dass Sie beweglich bleiben und Sie sich jederzeit bücken oder in die Hocke gehen können. Nachdem wir alles verstaut haben, machen wir uns knapp zwei Stunden vor dem Silvesterfeuerwerk zu Fuß auf den Weg. Auf das Auto verzichten wir, da die Straßen nach einem Feuerwerk erfahrungsgemäß verunreinigt und oftmals recht leichtsinnige Genossen unterwegs sind.

 

Unser gewählter Standort und dortige Vorbereitungen

Stimmungsaufnahme am 31.12.2012 um 23:09 Uhr mit Mond und Großem Wagen
@artusmi 20121231_2309

Als Standort wählen wir einen befestigten Flurweg auf einer Anhöhe oberhalb unseres Ortes, von dem aus wir alles überblicken und auf dem wir unser Stativ sicher aufstellen können. Nun montieren wir die Kamera auf das Stativ und stellen an der Kamera den Modus „M“ für manuell ein. Am Selbstauslöser wählen wir zwei Sekunden, um beim Auslösen das Bild nicht zu verwackeln. Den Autofokus stellen wir ab, da dieser wegen der Dunkelheit ohnehin nicht richtig funktioniert. Bei den Einstellungen leistet uns die Taschenlampe gute Dienste. Zum exakten Fokusieren zoomen wir Häuser- und Straßenlampen an und stellen scharf. Jetzt haben wir noch eine knappe Stunde Zeit für Probeaufnahmen. Zum Glück sind wir warm angezogen, denn es ist windig und nach Temperaturrückgang recht frisch. Dünne Handschuhe wären jetzt nicht schlecht – vielleicht beim nächsten Mal.

 

Start unserer Fotostrecke

Zunächst setzen wir das Superweitwinkel ein, mit dem wir bis zum Beginn des Feuerwerks ca. 20 Probeaufnahmen machen. Da der Himmel wolkenlos ist und der abnehmende Mond am Himmel steht, bieten sich uns zusätzliche Motive. Auch den Beginn des Feuerwerks halten wir mit dem Superweitwinkel fest. Da wir von unserem Standort aus auch auf unseren Nachbarort schauen können, wechseln wir nun zum Teleobjektiv. Man soll es nicht glauben, trotz unseres abgelegen gewählten Standorts laufen uns mehrmals Fußgänger direkt vor die Kamera, während wir Aufnahmen machen. Bei den rund 100 Schnappschüssen spielt das aber so gut wie keine Rolle.

 

Nachbereitungen

Jetzt geht es ans Zusammenräumen. Dabei ist wichtig, dass wir nichts vergessen. Was wir dort liegen lassen, dürfte wohl verlustig gehen. Also beim Einpacken noch einmal nachschauen, ob wir alles verstaut haben. Der Rückmarsch tut gut, da es uns wieder wärmer wird. Zu Hause angekommen, wird erst einmal mit Sekt angestoßen – jetzt dürfen wir das. Dann heißt es auspacken. Die Kamera und die Objektive stellen wir so auf, dass eventuell angesammelte Feuchtigkeit abtrocknen kann. Bevor wir es vergessen, legen wir den Akku gleich ins Ladegerät. So, jetzt geht es an die erste Sichtung der Bilder am Notebook. Die Bilder, die uns besonders gut gefallen, werden in einem neu angelegten Ordner abgelegt und anschließend mit der Bildbearbeitungs-Software für das Internet vorbereitet und hochgeladen.