Werksandsteinbruch in Höchberg am 25. August 2020

Der Werksandsteinbruch Höchberg

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Naturdenkmale im westlichen Landkreis Würzburg

Von den rund 150 bekannten Werksandsteinabbauen in Franken ist der Steinbruch westlich von Höchberg einer der größten und am besten erhaltenen. Als Naturdenkmal ist er besonders geschützt. Im Steinbruch befindet sich der Pfadfindersee. Unweit des Werksandsteinbruchs, südwestlich des Neuen Friedhofs, liegt das Naturdenkmal Schwemmsee, westlich in der Nähe der B 27 der Bauernsee und auf der gegenüberliegenden Seite der B 27 der Längsee.

Der Schwemmsee bietet zahlreichen Tieren einen Lebensraum, unter anderem der Großlibelle (Anisoptera) und dem Teichmolch (Triturus vulgaris). Der Waldtümpel ist als Naturdenkmal besonders geschützt. Er ist geprägt durch einen Schwingrasen mit Rohrkolben, Seggen, Ackerminze, Blutweiderich, Binsen, Hain-Gilbweiderich und dem seltenen Röhrenwasserfenchel. Von Mai bis Juli blüht am Ufer die gelbe Sumpfschwertlilie.

Der Bauernsee ist ein Feuchtbiotop und Naturdenkmal im Höchberger Gemeindewald. Das Gewässer befindet westlich von Höchberg in der Nähe der B 27. Der Längsee ist ein Feuchtbiotop und Naturdenkmal im Waldbüttelbrunner Gemeindewald. Der kleine See bietet zahlreichen Tieren einen Lebensraum und ist ein wichtiges Laichgewässer. Amphibien, die eigentlich die B 27 auf Höchberger Gemarkung überqueren möchten, werden östlich des Sees mit festinstallierten Leiteinrichtungen zu einem „Krötentunnel“ geführt, der dann am See seinen Abschluss findet.

Geologie erleben

Schautafel (PDF) Werksandsteinbruch Höchberg – Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.

 

Der relativ leicht verwitternde Werksandstein wurde auch für die Würzburger Residenz verwendet. Wegen seiner guten Bearbeitbarkeit ist der Stein auch für Skulpturen und Bildstöcke geeignet.

Tilman Riemenschneider verwendete ihn ebenfalls für einige seiner Meisterwerke.

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