Blick vom terroir f Rödelsee oberhalb der Weinlage Küchenmeister auf Rödelsee

Die Region Mainfranken

Mainfranken ist eine von zwei Teilregionen in Unterfranken

Die Region Mainfranken deckt sich weitgehend mit dem Weinbaugebiet Franken. Vor allem Einheimische bezeichnen den Regierungsbezirk Unterfranken gelegentlich fälschlicher Weise als Mainfranken. Wahrscheinlich weil der Main durch Unterfranken fließt. Geografisch gesehen stellt die Region Mainfranken mit ihren beiden Oberzentren Würzburg und Schweinfurt den östlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken dar. Der Spessart grenzt die Region Mainfranken historisch bedingt von der zweiten unterfränkischen Teilregion, dem Bayerischen Untermain, ab. Unterfranken ist einer von sieben Regierungsbezirken in Bayern. Er liegt im Nordwesten des Freistaates und grenzt im Süden und Westen an die Bundesländer Baden-Württemberg und Hessen, im Norden an den Freistaat Thüringen und im Osten an die bayerischen Regierungsbezirke Oberfranken und Mittelfranken.

 

 

Infoseiten und Galerien

Arts Fotos 2021

Arts Fotos auf Google Maps

Arts Gallery – www.arts-gallery.de

Beiträge im Themenarchiv Mainfranken

DenkOrt Deportationen 1941-1944 in Würzburg

Eisingen Online – www.eisingen-online.de

Erbachshof Art Project 2018

Faszination Schwanberg

Fürstbischöfliches Jagdhaus Mädelhofen

Goßmannsdorf am Main

Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt (I)

Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt (II)

Hochwasser am Main ist keine Seltenheit

Hundertwasser in Mainfranken

Impressionen aus Mainfranken

Informelles Ministertreffen des Rats für Wettbewerbsfähigkeit 2007 in Würzburg

Kitzingen – Große Kreisstadt am Main

Komet C/2020 F3 (NEOWISE) über Mainfranken

Mainfranken Netze GmbH im Widerspruch zum Klimaschutz?

Marktbreit am Main

Naturschutzgebiet Höhfeldplatte und Scharlachberg bei Thüngersheim

Ochsenfurt am Main

Panorama-Höhenweg von Ochsenfurt nach Sommerhausen

Panorama-Höhenweg von Sommerhausen nach Ochsenfurt

Ruhewald Naturbestattung Greußenheim

Rundgang durch die Landesgartenschau 2018 in Würzburg

Sonnenblumenfelder 2020 bei Eisingen

Tag der Franken 2014 in Ochsenfurt am Main

terroir f – Magische Orte des Frankenweins

Umweltstation der Stadt Würzburg

Volkacher Mainschleife

Von Hexenringen, Wildschweinen und Köhlerbrunnen

Weinlese 2020 in Mainfranken

Werksandsteinbruch Höchberg

Würzburg am Main

Würzburg im Coronamonat Mai 2020

Würzburg im September 2021

Würzburger Stein

 

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Der Main ist der längste Nebenfluss des Rheins

Grafik: Der Main
Region Mainfranken (rot)

Mit seinen 524 km Fließstrecke ist der Main der längste Nebenfluss des Rheins. Sein Flusslauf führt von Osten nach Westen durch das fränkische Weinbaugebiet. Dabei bildet er einem Dreieck und einem Viereck ähnelnde Formen. Das Maindreieck, das vor allem durch seinen Weinbau bekannt ist und das Mainviereck. Ein großer Teil der Anbaufläche des Weinbaugebietes Franken befindet sich unmittelbar am oder um das Maindreieck. Das Mainviereck schließt sich unmittelbar an das Maindreieck an. Die Eckpunkte des nach Norden offenen Vierecks bilden die Städte Gemünden, Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg.

 

Nach Angaben der Bayerischen Staatsregierung beträgt die Länge des Mains 527 km.

Die Längenangabe von 524 km ist aus der Kilometrierung für die Großschifffahrt (geringer wegen abkürzender Schleusenkanäle) abgeleitet.

 

 

Mainschleife bei Volkach

Blick von der Vogelsburg auf die Volkacher Mainschleife
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Als Volkacher Mainschleife wird eine enge Biegung des Mains bei Volkach im Landkreis Kitzingen bezeichnet, die Teil des Maindreiecks ist. An der Mainschleife liegen die Orte Fahr, Volkach, Astheim, Nordheim, Escherndorf, Sommerach und Köhler. Ein Teil der Mainschleife ist durch einen Kanal von der Schifffahrt abgeschnitten. Dadurch bildet sich die sogenannte Weininsel.

 

 

Die fränkische Landschaft ist vom Weinbau geprägt

Escherndorf an der Volkacher Mainschleife
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Die Bodenbeschaffenheit und das milde Klima am Main lassen sehr mineralstoffhaltige Weine mit würzigem Geschmack entstehen. An den steilen Hängen des Mains mit ihren Muschelkalkböden (tonhaltige Kalksteine) wird vor allem der Silvaner angebaut. Der beste Silvaner der Welt soll er sein, behaupten seine Kenner. Die weiße Rebsorte gehört zu den ältesten heute noch kultivierten Reben. In allen Orten am Maindreieck wird Wein angebaut. Erwähnenswert dabei ist, dass auch kleinere Weingüter Weine von sehr guter Qualität herstellen. Die Rebsorte Silvaner feierte am 6. April 2021 ihren 362. Geburtstag in Franken. Am 6. April 1659 wurden die ersten Silvaner-Rebstöcke im Weinanbaugebiet Franken gepflanzt. 25 Fechser brachte ein Bote nach Castell im Landkreis Kitzingen, wo man die Stecklinge am Fuße des Schlossberges in der Lage Reitsteig pflanzte. 1665 pflanzte der am 25. August 1625 in Zeil am Main geborene Alberich Degen, Abt des Klosters Ebrach, erstmals eine Silvaner-Rebe in der Weinberganlage Würzburger Stein. Degen war der 42. Abt des Zisterzienserklosters Erbrach. Er starb am 24. November 1686 in Ebrach. Von Castell aus trat der Silvaner seinen Siegeszug quer durch Deutschland und insbesondere Franken an. Seither hat sich der Silvaner in Franken zu der meistangebauten Rebsorte entwickelt. Mit 24,7 Prozent hat der Silvaner, Frankens Leitrebsorte,  im Jahr 2020 den höchsten Anteil der bestockten Rebfläche in seiner Heimat Franken. Die Weinsorte erfreut sich eines hervorragenden Rufs als idealer Speisebegleiter.

 

Vogelsburg Volkach
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Man kann sagen, dass der Weinbau die Lebensart der Menschen in der Region mitgeprägt hat. In nahezu jedem Weinbauort in Mainfranken finden jährlich ein- oder mehrmals Weinfeste statt. In den so genannten Heckenwirtschaften (Straußwirtschaften) schenken Winzer im Sommer ihre Weine und im Frühherbst den Bremser (Federweißer) aus. Zu einem Urlaub in der Region gehört auf jeden Fall ein Besuch bei einem Winzer mit einer Weinprobe. Eine deftige Vesper darf da natürlich auch nicht fehlen. Die regionale Küche hat zu jeder Jahreszeit einiges zu bieten – den fränkischen Spargel, den Federweißen und den deftigen Zwiebelkuchen, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Bocksbeutel PS ab dem Jahr 2015
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Qualitäts- und Prädikatsweine aus Franken werden in die weltweit bekannte und typische Flaschenform, den Bocksbeutel, abgefüllt. Da der Name historisch nicht genau zu deuten ist, gehen wir hier auch nicht näher darauf ein. Der Bocksbeutel ist seit 1989 in der EU geschützt. Das heißt, dass er nur noch für fränkische Weine verwendet werden darf, mit Ausnahme einiger anderer eng abgegrenzter Weinbauregionen (Tauberfranken im Weinbaugebiet Baden und eine Region in Portugal). Dieser Regelung gingen langwierige Rechtsstreitigkeiten voraus. Ende 2015 stellte der Fränkische Weinbauverband eine von dem aus Franken stammenden Designer Peter Schmidt neu gestaltete Flasche vor, den Bocksbeutel PS. Beim Bocksbeutel PS bleibt die flache, bauchige Form des Vorgängers erhalten, während die Kanten eckiger sind.

 

 

Die Weinrebe (Vitis) oder einfach auch Rebe genannt, gehört zur Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae). Zur Weinherstellung (Vinifikation) wird die Edle Weinrebe (Vitus vinifera) kultiviert (Rebsorte). Am Ende der Weinlese im Herbst bzw. vor Beginn der Vegetationsperiode wird der Rebschnitt durchgeführt. Er dient der Erhaltung und Verjüngung des Weinstocks und der Regulierung des Menge-Güte-Verhältnisses. Während des Wachstums der Triebe muss unbedingt auf einen gleichmäßigen Wuchs geachtet werden, um die Ausbreitung von Pilzerkrankungen zu verhindern. Dazu werden die Triebe angebunden oder zwischen gespannten Drähten fixiert – so genanntes „Rebenbinden“. Triebe, die zu stark in die Höhe und Breite wachsen, werden zurückgeschnitten. Die Ernte der Weintrauben nennt man Traubenlese oder auch Weinlese.

 

Reife Weintrauben in der Weinlage Würzburger Stein
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Bei der manuellen Lese werden die reifen Trauben von Hand abgeschnitten. Der Vorteil dieser anstrengenden, traditionellen Lese besteht darin, eine Auslese bei den besonders reifen Trauben vorzunehmen, um nochmals eine Qualitätssteigerung zu erreichen (Qualitätsweine mit Prädikat). Neben gesunden reifen Trauben werden auch die edelfaulen Trauben gelesen. Die maschinelle Lese erfolgt durch einen so genannten Vollernter, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Die Trauben werden dabei durch Klopfen und Rütteln von der Pflanze genommen und von einem Lamellensystem aufgefangen. Über ein Förderband werden sie dann in einen Auffangbehälter geleitet. Verunreinigungen des Leseguts (z.B. Laub) werden durch ein Gebläse entfernt. Aus den später eingemaischten Weintrauben oder dem Traubenmost wird dann schließlich der Wein hergestellt. Dabei wird unterschieden zwischen der Weißweinherstellung und der Rotweinherstellung.

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