Hochwasser in Winterhausen am Main

Hochwasser am Main

Hochwasser am Main ist keine Seltenheit

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Urkunde der Stadt Würzburg für den Einsatz anlässlich des Hochwassers im Januar 1982
Quelle: Stadt Würzburg

Seit Jahrhunderten kommt es immer wieder zu Überflutungen durch den Main. An vielen Gebäuden in Flussnähe kann man markante Wasserhöchststände ablesen. Rückblick: Das Hochwasser im Jahr 1342 wird als tausendjähriges Hochwasser angesehen, also als ein Hochwasser, wie es statistisch gesehen nur alle 1000 Jahre vorkommt. Das Hochwasser von 1845 zählt als einhundert- bis zweihundertjähriges Hochwasser. Zwischendurch gab es immer wieder weniger starke Hochwasser. Den Hochwasserschutz auf der rechten Mainseite hatte die Stadt Würzburg bereits im Jahr 1971 beantragt, wohl unter dem Eindruck des Frühjahrshochwassers von 1970, an das ich mich noch gut erinnern kann. Beim Hochwasser im Januar 1982 bin ich mit einem Boot durch die Karmelitenstraße in Würzburg gefahren. Das gehört jedoch seit Jahren der Vergangenheit an. Umfangreiche, kostenintensive Schutzmaßnahmen verhindern zwischenzeitlich zumindest das Eindringen des Wassers in den Innenstadtbereich. Der Hochwasserschutz wurde dort im Jahr 2012 abgeschlossen. Wer in der Nähe des Flusses wohnt, wird sich aber auch in den kommenden Jahren auf überflutete Keller einstellen müssen.

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Aktuelle Meldestufen der Pegel Unterer Main →

 

Auszug aus dem Hochwasserlagebericht Nr. 6 ausgegeben am 31.01.2021, 11:00 Uhr

Die Schneeschmelze der vergangenen Tage hat in Verbindung mit aufeinanderfolgenden Regenfällen zu einem Hochwasser in Nordbayern und an der Donau geführt. Bei vielen Pegeln ist die Meldestufe 1 oder 2 überschritten, nur noch vereinzelt die Meldestufe 3. An den Oberläufen sind die Wasserstände größtenteils bereits rückläufig. Im Maineinzugsgebiet treten bei insgesamt rückläufigem Hochwassergeschehen noch verbreitet die Meldestufen 1 und 2 auf. An den Pegeln Bad Kissingen Prinzregentenbau/Fränkische Saale und Schenkenau /Itz ist weiterhin die Meldestufe 3 überschritten. Noch steigende Wasserstände in der Meldestufe 2 verzeichnen die Unterläufe der Fränkischen Saale, der Aisch und der Main im Bereich Kemmern. Die Wasserstände am schiffbaren Main unterhalb von Trunstadt steigen noch an, der Pegel Schweinfurt / Main wird im Tagesverlauf seinen Scheitel im Bereich der Meldestufe 1 erreichen. Laut Deutschem Wetterdienst werden bis Montagmorgen in Nordbayern keine relevanten Niederschlage und in Südbayern lediglich geringe Mengen unter 5 mm erwartet. Die Hochwasserwellen verlagern sich weiter flussabwärts, das Hochwassergeschehen wird sich nicht verschärfen.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt

 

Fotostrecke zum Hochwasser vom 16. Januar 2011

Das frühlingshafte Wetter bei plus 10 °C und nahezu wolkenlosem Himmel zog am Sonntag, dem 16. Januar 2011 scharenweise Hochwassertouristen an den Main. Auch wir waren nachmittags am südlichen Maindreieck zwischen Ochsenfurt und Würzburg unterwegs.