Blüten der Chinesischen Zaubernuss (Hamamelis mollis) mit Regentropfen am 8. Februar 2024.

Unser Garten 2024

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Unser Garten im Januar

Am Silvesterabend hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den 2. bis 4. Januar eine amtliche Warnung vor Dauerregen herausgegeben. Der Jahreswechsel selbst begann noch trocken bei 6 Grad. Später fiel wieder Regen. Am Sonntag, dem 7. Januar kam dann auch für Mainfranken der Wetterumschwung. Nach 15 Uhr fiel die Temperatur nach über einem Monat erstmals wieder unter den Gefrierpunkt und es stellte sich allmählich Hochdruck ein. Am 8. Januar hatte sich eine Henne des Jagdfasans (Phasianus colchicus) über eine Stunde lang in unserem Garten und in den angrenzenden Gärten unserer Nachbarn aufgehalten. In den Folgewochen besuchte sie uns immer wieder einmal, auf der Suche nach dem einen oder anderen Leckerbissen. Am Morgen des 11. Januar, dem vorerst letzten Sonnentag, gab es bei -7 Grad leichten Reif, da die Luftfeuchtigkeit wieder merklich angestiegen war. Die phantastischen Lichtverhältnisse nutzten wir, um die Blüten unserer roten Amaryllis aus der Gattung Hippeastrum (Rittersterne) im Freien aufzunehmen. Am 13. Januar überzog eine Schicht gefrorener Nebel unser Anwesen und am 15. folgte Schnee. Am 21. Januar wurden nachts die -10 Grad erreicht. Es war dies der niedrigste Wert in diesem Winter. Tags darauf setzte Tauwetter ein. Während des Sturmtiefs Jitka hatten wir in Eisingen relativ milde 12 Grad.

Sturmtief Jitka

Am Vormittag des 24. Januar 2024 erreichten die Spitzenböen von Sturmtief Jitka (internationaler Name: Jocelyn) in Schottland und Wales verbreitet 100 Kilometer pro Stunde. Auf den Bergen der schottischen Highlands gab es sogar extreme Orkanböen über Tempo 180. So schlimm war es in Mainfranken zum Glück nicht. Hier traten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 70 Kilometer pro Stunde auf. Vom 27. bis 30. Januar gab es in Eisingen viel Sonnenschein, zur Freude unserer PV-Anlage. Nachts fielen die Temperaturen leicht unter den Gefrierpunkt, tagsüber kletterte das Thermometer auf 7 bis 8 Grad, was für die Jahreszeit als zu mild gilt.

YouTube Video vom 24. Januar 2024 von Artur Schmitt

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Zwetschgenbaum entfernt

Am 3. Februar haben wir bei 8 °C unsere Obstbäume geschnitten und unseren Zwetschgenbaum abgesägt und entsorgt. Der über acht Meter hohe Baum, den wir eigentlich als Mittelstamm gekauft hatten, war eher ein Hochstamm und stand recht nah an der Betonmauer zu einem unserer Nachbarn. Außerdem befand er sich in den letzten Jahren in Konkurrenz zu unserem Kirschbaum, der unseren Garten beherrscht. Etwa die Hälfte der Früchte flog auf den Grund eines unserer insgesamt sieben Nachbarn. Der betroffene Nachbar hat sich zwar nie darüber beschwert, war aber sicherlich auch nicht davon begeistert. Da wir im Garten keine Spritzmittel einsetzen, konnten wir in den zurückliegenden drei Jahrzehnten nur wenige wurmfreie Zwetschgen ernten.

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Neue Nachbarn

An die Südostseite unseres Grundstücks grenzt ein unbebautes Grundstück an, das wir in den zurückliegenden rund 25 Jahren auf etwa sechs Meter Breite sauber gehalten haben, da sich der bisherige Eigentümer nicht darum gekümmert hat. Kürzlich haben wir erfahren, dass der erschlossene Bauplatz verkauft wurde. Aus diesem Grund haben wir unsere Bepflanzung vorsorglich schon einmal zurückgeschnitten und damit die Lage der Grenzsteine wieder sichtbar gemacht. Am Faschingssamstag, 10. Februar, haben wir unsere neuen Nachbarn erstmals an der Grundstücksgrenze getroffen. Im Laufe des Jahres wird es dort wohl wegen des beabsichtigten Baus einer Doppelhaushälfte eine größere Baustelle geben.

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Unser Garten im Februar

Eigentlich kennen wir den Februar als strengen Wintermonat. Dieses Jahr war das grundlegend anders. Den letzten Frosttag hatten wir am 28. Januar. Am 5. Februar zeigte das Thermometer in Eisingen über 10 °C an. Es war sehr windig und immer wieder auch schön sonnig. Der trübe Februar setzte sich am 12. (Rosenmontag) fort. In Eisingen fiel die Nacht zuvor und tagsüber Regen bei bis zu 8 Grad. Zwischendurch gab es Auflockerungen. Der 15. und 16. Februar waren mit bis zu 14 °C und 15 °C die bislang mildesten Tage des Jahres. Aufgrund des vielen Regens der vergangenen Wochen war der Boden gut durchnässt. Das nutzten wir, um zwei neue winterharte Pflanzen zu setzen, eine Zierweide ‚Hakuro Nishiki‘ (Salix integra) neben dem Stumpf unseres am 3. Februar abgesägten Zwetschgenbaums und einen Strauch-Wacholder ‚Stricta‘ (Juniperus chinesis) als ergänzenden Sichtschutz zum derzeit noch unbebauten Nachbargrundstück. Am 16. Februar haben wir uns mit unserem Pfitzer-Wacholder ‚Wilhelm Pfitzer‘ (Juniperus media Pfitzeriana) am Treppenaufgang beschäftigt. Der Strauch war zwischenzeitlich über das Treppengeländer gewachsen. Bereits beim letzten kräftigen Schneefall mussten wir die Pflanze wegen des hohen Gewichts des Schnees einkürzen. Der Strauch dürfte wohl die bekannteste Wacholdersorte sein. Er wird bis zu 6 Meter breit und maximal 4 Meter hoch. Er gilt als extrem frosthart, anspruchslos und stadtklimafest. Ein zweiter dieses raschwüchsigen, malerischen Strauchs wächst unterhalb unserer Terrasse. Aufgrund des fortgeschrittenen Pflanzenwuchs in diesem Jahr haben wir am 24. Februar Pflanzenschnitte, Formschnitte und Aufräumarbeiten durchgeführt, die wir in den zurückliegenden Jahren eigentlich erst im März erledigt haben. Unser Garten ist Ende Februar schon voll auf Frühling eingestellt. Der Februar 2024 geht in die Geschichte ein. Er ist der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

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