Escherndorf und Vogelsburg an der Mainschleife bei Volkach
Eisingen in Unterfranken

Rundflug mit dem Sportflugzeug über Mainfranken

Am 4. August 2022 konnten wir nach mehrmaligem Verschieben endlich unseren lange schon geplanten Rundflug über Mainfranken antreten. Gegen 09:30 Uhr hat uns unser Bekannter KaiRo mit seinem historischen VW-Käfer Cabriolet in Eisingen abgeholt und zum Flugplatz nach Würzburg am Schenkenturm gefahren.

Fotoausrüstung an Bord

Eigentlich wollten Mäggi und ich im Flugzeug unsere neue Canon EOS R6 einsetzen. Da der Platz im Flieger doch recht begrenzt ist, erwies sich unsere Entscheidung als richtig, die Fotos und Videos ausschließlich mit unseren Smartphones zu machen. Während Mäggi fotografierte, nahm ich mehrere Videos auf. Die Fotos und Videos haben wir wie gewohnt zu einem YouTube Video zusammengefasst.

Unsere Flugstrecke

Der Flugplatz Würzburg-Schenkenturm ist der Verkehrslandeplatz der kreisfreien Stadt Würzburg in Unterfranken. Er wird vom Flugsport-Club Würzburg e. V. betrieben. Unser Pilot ließ uns bei der Flugstrecke freie Wahl. Kurz nach 10 Uhr starteten wir zu einem einstündigen Flug von Würzburg aus über Rimpar nach Volkach am Main. Von der Mainschleife aus ging es dann über Dettelbach in Richtung Kitzingen zum Schwanberg. Großlangheim, Rödelsee und Iphofen mit den drei terroir f waren ebenfalls von uns gewünschte Zwischenetappen. Vorbei am Bullenheimer Berg ging es dann ans südliche Maindreieck nach Ochsenfurt. Dem Maindreieck entlang flogen wir dann nach Würzburg. Selbstverständlich gab es einen Abstecher zu unserem Wohnort Eisingen. Von dort aus ging es weiter Richtung Marktheidenfeld, Lohr und Karlstadt am Main. Im Bereich Thüngersheim musste unser Pilot mit den Vorbereitungen zur Landung beginnen. Nachdem er die Höhe auf 2.000 Fuß reduzierte, waren für uns die plötzlich einsetzenden Turbulenzen deutlich spürbar, was man auch in den Kurzvideos sehen kann. Die Landung kurz nach 11 Uhr verlief problemlos.

Zweitheißester Tag des Jahres

Mit dem Wetter hatten wir absolutes Glück. Die Temperatur lag während des gesamten Fluges noch unter 30 Grad und wir hatten bei strahlendem Sonnenschein beste Weitsicht. Wir konnten sogar den Taunus, die Skyline von Frankfurt am Main und die Berge der Rhön gut erkennen. Wie oben schon erwähnt, traten erst gegen Ende des Fluges verstärkt Turbulenzen auf. 10 Uhr war eine gute Zeit für den Flug. Eine Stunde später hätte es wahrscheinlich nicht mehr so viel Spaß gemacht. Am Nachmittag herrschten in Mainfranken am zweitheißesten Tag des Jahres 2022 um die 37 Grad Celsius.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zur extremen Trockenheit in Deutschland

YouTube Video

YouTube Video vom 4. August 2022

Bildergalerie mit den Fotos aus unserem YouTube Video

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zur extremen Trockenheit in Deutschland

Fehlende Niederschläge lassen Böden stark austrocknen

Offenbach, 12. August 2022 – Seit Mai 2022 ließ deutlich zu trockene Witterung in Verbindung mit überdurchschnittlichen Temperaturen und Sonnenstunden die Böden stark austrocknen. Dabei nahm die Bodenfeuchte in Deutschland einen ähnlichen Verlauf wie im Dürrejahr 2018. Folglich verursachte die Trockenheit auch wieder zunehmende Auswirkungen auf die Landwirtschaft, wenngleich diese bisher noch nicht ganz so gravierend wie im Jahr 2018 sind. Außerdem herrschte häufig hohe Wald- und Graslandbrandgefahr. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) über die Auswirkungen der Witterung im bisherigen Sommer 2022.

Austrocknung begann bereits im Frühling

Nach einem großteils überdurchschnittlich nassen Winter waren die Startbedingungen in die Vegetationsperiode 2022 von der Bodenfeuchte her gut. Doch bereits der ungewöhnlich sonnige und niederschlagsarme März sorgte für eine deutlich unter das Mittel sinkende Bodenfeuchte. Im anfangs nasskalten April entspannte sich die Situation vorübergehend, ehe im trockenen und teils schon sommerlich warmen Mai eine zunehmend tieferreichende Austrocknung der Böden begann. Diese setzte sich über den Sommer hinweg mit wenigen Unterbrechungen bis zum jetzigen Zeitpunkt fort. Dabei nahm die Bodenfeuchte der obersten 60 cm im Deutschlandmittel schon seit Mitte April einen ähnlichen Verlauf wie 2018. Die negative Abweichung zum vieljährigen Mittel der Bodenfeuchte wurde in diesem Zeitraum immer größer. Im Monatsmittel für Mai 2022 lag die Bodenfeuchte für sandigen Lehmboden noch bei 58 Prozent nutzbarer Feldkapazität (% nFK) bei einem vieljährigen Mittel von 74 % nFK. Im Juli 2022 waren es nur noch 28 % nFK, das Mittel liegt bei 51 % nFK. Besonders stark trockneten die Böden im Osten und in den Beckenlagen des Südwestens aus, im äußersten Norden und Süden erreichte die Bodenfeuchte hingegen nicht ganz so niedrige Werte.

Auswirkungen auf die Pflanzen

Bereits ab Mai machten sich zunehmend Auswirkungen auf die Landwirtschaft und allgemein auf die Pflanzenwelt bemerkbar: Trockenheit und Wärme beeinträchtigten gebietsweise die Blüte und Kornentwicklung bei Getreide. Die kurze, aber extreme Hitze im Juni führte besonders bei Winterweizen zu Schädigungen. Hitze und Trockenheit bewirkten teils auch eine deutlich verfrühte Abreife des Getreides, die sogenannte Notreife. Für die früh reifende Wintergerste und den Raps mit seinem tiefreichenden Wurzelwerk reichte die aus dem Winter stammende Bodenfeuchte meist noch aus, so dass die Ernte teils sogar überdurchschnittlich ausfiel. Späte Getreidesorten wie Winterweizen wurden hingegen gebietsweise stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass der Ertrag regional deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt liegen dürfte. Die Ernte erfolgte rund eine Woche früher als üblich.

Ab Juli hatte die weiter zunehmende Trockenheit zwar kaum noch Auswirkungen auf Getreide, dafür umso mehr auf Mais und Zuckerrüben, deren Wasserbedarf im Laufe des Sommers deutlich ansteigt. Bei diesen Pflanzen wurden in den letzten Wochen immer deutlicher teils irreversible Schäden sichtbar. Inzwischen wird in einigen Regionen der erste Körnermais als Silomais gehäckselt, um wenigstens die Grünmasse noch retten zu können, denn der Kornertrag wäre erheblich zu niedrig. Auch Grünland verdorrte zusehends und wird seinem Namen vielerorts nicht mehr gerecht; gebietsweise fiel einer der üblichen Grünlandschnitte aus. Auch bei vielen Bäumen und Sträuchern wurde der Trockenstress immer deutlicher sichtbar. Im Obstbau kamen teils Schäden durch Überhitzung der Früchte bei gleichzeitigem Wassermangel hinzu – sogenannter Sonnenbrand. Mitunter zeigten aber auch die Blätter von Laubbäumen Sonnenbrandschäden.

„Wir haben aktuell einen sehr ähnlichen Verlauf der Bodenfeuchte wie im Jahr 2018“, so Dr. Udo Busch, Leiter der Abteilung Agrarmeteorologie beim DWD. „Die Böden zeigen in weiten Teilen Deutschlands eine extreme Trockenheit, die nicht nur der Landwirtschaft große Probleme bereitet. Auch Verkehrsträger wie die Schifffahrt sind aufgrund von Niedrigwasser betroffen. Die Folgen, unter anderem für die Wälder, die eventuell ein viertes Trockenjahr innerhalb von fünf Jahren überstehen müssen, können wir heute noch gar nicht abschätzen.“

Schon ab März überdurchschnittlich hohe Waldbrandgefahr

Während sich eine für die Pflanzenwelt relevante Trockenheit über einige Wochen aufbaut, führt schon eine Reihe sonniger und warmer Tage zu hoher Waldbrandgefahr. Dies liegt daran, dass die auf dem Waldboden aufliegende Streuschicht, bestehend aus abgestorbenen Blättern und Nadeln, innerhalb weniger Tage austrocknen kann und damit reichlich zündfähiges Material vorhanden ist. So stieg der 5-stufige Waldbrandgefahrenindex des DWD bereits im anhaltend trockenen März häufig auf die Stufe 4 (hohe Gefahr) – im Deutschlandmittel so oft wie in keinem März der letzten Jahrzehnte. Ab Mai bestand regional und zeitweise wieder hohe (Stufe 4), gelegentlich auch sehr hohe Waldbrandgefahr (Stufe 5). Ab etwa Mitte Juli bis jetzt wurde gehäuft und teils für einige Tage am Stück sowie für weite Teile Deutschlands eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr berechnet. In diesem Zeitraum entstanden dann auch vermehrt Waldbrände, vor allem in den östlichen Bundesländern brannten sogar mehrere 100 Hektar Wald. Auch der Graslandfeuerindex, der die Brandgefahr von offenem Grasland mit einem abgestorbenen Grasanteil einschätzt, erreichte häufig großflächig Stufe 4 (hoch) und an den besonders heißen Tagen auch Stufe 5 (sehr hoch). Besonders bei der Getreideernte kam es durch Funkenflug zu einigen Bränden reifer und damit trockener Getreide- oder Stoppelfelder.

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