Das griechische Alphabet umfasst 24 Buchstaben, die als Groß- und Kleinbuchstaben vorkommen.

Zeichen Altgriechische Schreibung Neugriechische Schreibung
Α, α Alpha (ἄλφα) álfa (άλφα)
Β, β Beta (βῆτα) víta (βήτα)
Γ, γ Gamma (γάμμα) gám(m)a (γάμ(μ)α)
Δ, δ Delta (δέλτα) délta (δέλτα)
Ε, ε Epsilon (ἔ ψιλόν), ursprünglich Ei (εἶ) épsilon (έψιλον)
Ζ, ζ Zeta (ζῆτα) zíta (ζήτα)
Η, η Eta (ἦτα) íta (ήτα)
Θ, θ Theta (θῆτα) thíta (θήτα)
Ι, ι Iota (ἰῶτα) ióta (ιώτα)
Κ, κ Kappa (κάππα) káp(p)a (κάπ(π)α)
Λ, λ Lambda (λάμβδα) lámda (λάμδα)
Μ, μ My (μῦ) mi (μι)
Ν, ν Ny (νῦ) ni (νι)
Ξ, ξ Xi (ξῖ) xi (ξι)
Ο, ο Omikron (ὄ μικρόν) ómikron (όμικρον)
Π, π Pi (πῖ) pi (πι)
Ρ, ρ Rho (ῥῶ) ro (ρω)
Σ, σ Sigma (σῖγμα) sígma (σίγμα)
Τ, τ Tau (ταῦ) taf (ταυ)
Υ, υ Ypsilon (ὔ ψιλόν) ýpsilon (ύψιλον)
Φ, φ Phi (φῖ) fi (φι)
Χ, χ Chi (χῖ), ursprünglich Chei (χεῖ) chi (χι)
Ψ, ψ Psi (ψῖ) psi (ψι)
Ω, ω Omega (ὦ μέγα) oméga (ωμέγα)

 

Verwendung von griechischen Buchstaben in der Astronomie

In der Astronomie werden zur systematischen Benennung von Sternen die Bayer-Bezeichnungen verwendet. Sie wurden 1603 von dem deutschen Astronomen Johann Bayer in seinem Sternatlas Uranometria für viele der helleren mit bloßem Auge sichtbaren Sterne eingeführt. Die Bayer-Bezeichnung besteht aus einem griechischen Buchstaben gefolgt vom Genitiv des lateinischen Namens des Sternbilds, in dem der Stern liegt. Der vom Betrachter aus gesehen scheinbar hellste Stern eines Sternbilds wird dabei normalerweise mit α bezeichnet, der nächsthellste mit β usw.

Johann Bayer: * 1572 in Rain, Landkreis Donau-Ries, † 7. März 1625 in Augsburg, war ein deutscher Astronom und Jurist. Er schuf den bedeutenden Himmelsatlas Uranometria. Das genaue Geburtsdatum Bayers ist unbekannt.