Bayerischer Raumfahrtgipfel im GSOC

Zukunft der Raumfahrt – Bayerischer Raumfahrtgipfel am 26. Oktober 2022

Am 26. Oktober 2022 hat der Bayerische Raumfahrtgipfel im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) stattgefunden. Rund 200 hochrangige Gäste aus Raumfahrt, Politik, Industrie und Forschung waren der Einladung der Bayerischen Staatskanzlei nach Oberpfaffenhofen gefolgt. Auf dem hochkarätig besetztem Panel sprachen neben Ministerpräsident Dr. Markus Söder unter anderem ESA-Generaldirektor Dr. Josef Aschbacher sowie Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und zuständig für die Deutsche Raumfahrtagentur.

Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC, German Space Operations Center)ist die wichtigste nationale Einrichtung zur Steuerung und zum Betrieb von Satelliten. Es gehört zu den führenden europäischen Betriebseinrichtungen für astronautische Missionen und ist für das Columbus-Modul auf der Internationalen Raumstation ISS verantwortlich. Auf dem Gipfeltreffen in Oberpfaffenhofen betonte der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder:

„Der Weltraum fasziniert und motiviert. Bayern ist Weltraumregion und soll bei künftigen Missionen Mondkontrollzentrum werden. Mit der Hightech Agenda investieren wir insgesamt 3,5 Milliarden Euro in Wissenschaft und Forschung, schaffen 13.000 Studienplätze, 1.000 Professuren und bauen die größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt Europas auf. Und wir wollen als Freistaat weitere 50 Millionen Euro extra für die Entwicklung von modernen Satelliten investieren. Der Blick aus dem Weltall ermöglicht globale Beobachtungen der Erde. Das ist für Klimaschutz und die Klimaanpassung ganz entscheidend.“

Dr. Markus Söder

GSOC bereit für Mond und Mars

Das GSOC wie auch die dazugehörige Empfangsstation in Weilheim wurde Ende der 1960er Jahre ins Leben gerufen und von Beginn an vom Freistaat Bayern unterstützt. Seither hat sich das DLR eine umfassende Expertise im Raumflugbetrieb erarbeitet und Oberpfaffenhofen zu einem Synonym für Raumfahrt weltweit gemacht. Allein der Betrieb des ISS-Forschungslabors wird hier seit 2008 rund um die Uhr durchgeführt und koordiniert. Diese Erfahrung soll künftig auch beim Betrieb astronautischer Missionen zum Mond und Mars zum Tragen kommen.

„Wir bereiten uns derzeit auf die astronautische Raumfahrt im Mondorbit vor“, erklärt Prof. Dr. Felix Huber, Direktor der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining. So soll am GSOC das „Human Exploration Control Center“ (HECC) auf Basis des ISS-Betriebs entwickelt werden. für das aufgebaut. Von diesem Kontrollzentrum aus könnte künftig die europäischen Module des Lunar Gateways gesteuert werden. Das Gateway soll im Mondorbit kreisen und Raumfahrenden als Basisstation für Forschungen und Exploration auf dem Mond dienen. Es wird der neue Außenposten der Menschheit im All.

Die ESA plant das Vorhaben der ISS-Gemeinschaft mit dem von zwei Komponenten zu unterstützen: Das Modul I-HAB (International Habitat), dem „Wohnraum“ für die Astronautinnen und Astronauten an Bord der Basisstation, und das Tankmodul ERM (ESPRIT Refueling Module). Das Gateway soll 2027 in Betrieb gehen. Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum des DLR kann hier sein Know-how einbringen. Für diese und kommende Aufgaben entwickelt das GSOC zukunftsfähige Konzepte und treibt die Raumfahrt in Bayern, Deutschland und Europa weiter voran.

Für den 14. November 2022 ist der Start der Artemis I Mission angekündigt, einem Flug ohne Besatzung zum Test der Raketensysteme und der Orion-Kapsel mit dem European Service Modul (ESM). Das Mondprogramm Artemis ist in mehrere Missionen gestaffelt und wird unter der Leitung der US-Raumfahrbehörde NASA in Zusammenarbeit unter anderem mit der European Space Agency (ESA ), der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), und der Canadian Space Agency (CSA) durchgeführt.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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