Dank der Stadt Würzburg an die Einsatzkräfte

Rund 250 Rettungskräfte waren in der Nacht vom 6. auf den 7. März 2020 bis in die frühen Morgenstunden unterwegs, um die betroffenen Anwohner im Würzburg Stadtteil Zellerau während der Entschärfung der Fliegerbombe zu evakuieren, zu betreuen und auch wieder zurückzubringen.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt, der sich im Führungsstab wie auch vor Ort bis in die Morgenstunden ein Bild von der Lage machte, zum Einsatz:

„Ich bin froh, dass diese dramatische Nacht von allen Seiten ruhig und besonnen verlaufen ist und die Entschärfung der Bombe durch den Kampfmittelräumdienst zu einem guten Ende geführt hat. Ich danke allen Rettungskräften für ihren Einsatz und ihre Hilfe bei der Evakuierung der rund 2.000 Bewohner in der Zellerau. Mein Dank geht gleichzeitig an die Einsatzkräfte der Feuerwehren, des THW, der Polizei sowie dem Kampfmittelräumdienst für ihr engagiertes und umsichtiges Handeln während des gesamten Einsatzes. Ich danke dem Landkreis Würzburg mit seinem Landrat Eberhard Nuß, der unverzüglich als Unterstützung das Deutschhaus Gymnasium als Betreuungsstelle zur Verfügung gestellt hat. Mein Dank gilt vor allem aber auch den betroffenen Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Geduld, die sie während der Entschärfung in den verschiedenen Betreuungsstellen heute Nacht bewiesen haben. Der überraschende Fund wie auch der Einsatz gestern zeigen, dass wir für ein derartiges Ereignis – das sich jederzeit wiederholen kann – gut gerüstet sind.“

 

Rückblick:

Fliegerbomben-Fund – Rund 2.000 Anwohner müssen die Häuser verlassen

Gemeinsame Pressemitteilung Stadt Würzburg und Polizeipräsidium Unterfranken

Aufgrund des Fundes einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Zellerau (unweit der Feuerwehrschule in der Weißenburgstraße) werden am heutigen Freitag aus Sicherheitsgründen während der Entschärfung unten stehende Straßenzüge geräumt. Die Anwohner werden gebeten, ab sofort selbstständig ihre Wohnungen und den Sicherheitsradius zu verlassen und ihre Haustiere mitzunehmen. Es werden Sammelorte außerhalb des Sicherheitsradius eingerichtet. Dort können sich diejenigen versammeln, die keine andere private Anlaufstelle haben.

 

Folgende Straßen werden geräumt:

Mainufer, Rad- und Fußweg gesperrt
Mainaustraße von Franz-Horn-Straße bis einschließlich Kloster Himmelspforten
Weißenburgstraße von Mainaustraße bis Einmündung Benzstraße
Moscheeweg komplett
Diesel-, Benz-, Daimlerstraße in Teilen (siehe Kartenausschnitt)
Max-Planck-Straße komplett
Dr.-Maria-Probst-Straße komplett
Erster, Zweiter und Vierter Siedlungsweg komplett
Ludwig-Weis-Straße Abschnitt Franz-Horn-Straße bis Max-Planck-Straße
Schorkstraße Abschnitt Frankfurter Straße bis Brunostraße
Frankfurter Straße zwischen Neidertstraße und Rewe-Parkplatz

Personen, die ihre Wohnungen nicht aus eigener Kraft verlassen können und Hilfe benötigen, kontaktieren bitte folgende Telefonnummer bei der Feuerwehr der Stadt Würzburg und werden abgeholt: Tel. Nr.: 0931 / 30906600

Die Sammelpunkte sind Deutschhaus-Gymnasium (Zeller Straße 41) und Waltherschule (Winterhäuser Straße 1, Heidingsfeld). Die Entschärfung dürfte bis Mitternacht dauern, es ist nur das Nötigste mitzunehmen, eventuell Medikamente, Smartphone.
Die Sammelpunkte sind für die etwa 2.000 betroffenen Bewohner ausgelegt. Danke für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe. Bitte folgen Sie den Anweisungen von Polizei und Rettungskräften.

Ergänzung von 22:00 Uhr

Räumung läuft an

Aufgrund des Bombenfundes auf dem Gelände der staatlichen Feuerwehrschule ist die Räumung bereits angelaufen. Zwischenzeitlich stehen auch Busse der WSB zur Verfügung, um die Anwohner in die Sammelorte zu bringen.

Die Busse fahren Haltepunkte an folgenden Kreuzungen an:
– Max-Planck-Straße / Dr.Maria-Probst-Straße
– Frankfurter Straße /Schorkstraße
– Weißenburgstraße /Hartmannstraße
– Daimler- / Dieselstraße.

Achtung:
Die über Katwarn vermeldeten Bushaltestellen sind nicht mehr aktuell, sondern nur die oben genannten.

Hier noch einmal die gesperrten Straßen mit Hausnummern:

Mainufer, Rad- und Fußweg gesperrt
Mainaustraße 38-50
Daimlerstraße
Dieselstraße ab Nr. 8
Benzstraße ab Nr. 5
Moscheeweg
Friedrichstraße ab Nr. 29
Erster Siedlungsweg
Zweiter Siedlungsweg
Vierter Siedlungsweg
Dr. Maria Probst Straße
Weißenburgstraße ab Nr. 63a
Ludwig-Weis-Straße
Franz Horn Straße
Frankfurter Straße 59-78
Pfarrer Paul Nützel Straße
DJK Sportzentrum

An den Sammelpunkten gibt es Verpflegung, die Evakuierung unterstützen die folgenden Rettungsdienste: Johanniter, Malteser, Bayerisches Rotes Kreuz.
Personen, die Hilfe benötigen, um ihre Wohnung zu verlassen, melden sich dringend unter Tel. 09 31/ 30 90 66 00 .

Ergänzung von 23:10 Uhr

Evakuierung schreitet voran – Entschärfungskommando bringt sich in Stellung

Die Evakuierung schreitet zügig voran. 250 Einsatzkräfte helfen in der Zellerau und an den Versorgungsstellen. Die Busse fahren weiterhin Haltepunkte an folgenden Kreuzungen an:

– Max-Planck-Straße / Dr.Maria-Probst-Straße
– Frankfurter Straße /Schorkstraße
– Weißenburgstraße /Hartmannstraße
– Daimler- / Moscheeweg (nicht Dieselstraße – dies wurde angepasst).

Wer noch Hilfe beim Verlassen der Wohnung und dem Erreichen der Sammelpunkte braucht, meldet sich für einen Transport unter 0931 / 30906600.

Die Experten für die Entschärfung sind in Stellung und warten auf die vollständige Evakuierung des Sicherheitsbereichs.

Man ist weiterhin guter Dinge, dass gegen 0/1 Uhr die Fliegerbombe bereits ihren Schrecken verloren haben könnte, weil die Bevölkerung bei der Räumung sehr gut mithilft. Im Lagezentrum in der Bereitschaftspolizei verschaffte sich am Abend auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt einen Überblick. Er dankte den Einsatzkräften und stattete im Anschluss den Wartenden im Deutschhaus-Gymnasium einen Besuch ab.

Ergänzung 01:30 Uhr:

Evakuierung ist abgeschlossen:
Nun folgt die Entschärfung

Die Entschärfung der Bombe beginnt. Rund 2000 ZellerauerInnen waren aufgefordert aufgrund eines Fliegerbombenfunds in der Weißenburgstraße ihre Wohnungen in den Abendstunden zu verlassen. Zahlreiche Krankentransporte mussten vorgenommen werden. Dieser Kraftakt ist nun vollzogen. 250 Einsatzkräfte organisierten die Räumung. Nun ist der notwendige Sicherheitsabstand von rund 300 Metern gewährleistet, damit der Kampfmittelräumdienst die Entschärfung starten kann. Nun heißt es noch die Entwarnung abzuwarten – auch im Deutschhaus-Gymnasium und in der Waltherschule, wo sich ein Teil der Evakuierten einfand und von Rettungsdiensten mit einem Snack oder auch Liegen versorgt wurde.