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Internationale Raumstation ISS

Die ISS am Nordhimmel von Eisingen - 26. Mai 2017, 00:16 Uhr - 00:17 Uhr

Seit Jahren gehört sie zu unseren Favoriten,

die Internationale Raumstation (engl. International Space Station oder kurz ISS). Sie ist jeweils periodisch zu bestimmten Zeiten im Jahr von Mitteleuropa aus am Himmel zu sehen. Dabei kann sie im Perigäum vollbeleuchtet eine scheinbare Helligkeit von bis zu -4,0 mag erreichen. Das ist vergleichbar mit der Helligkeit, mit der uns die Venus erscheint.

Unsere Beiträge zur ISS →

Zeiten der Überflüge für einen bestimmten Standort bieten außerdem die Websites Heavens Above und CalSky.

 

ISS passiert Jupiter und Regulus am 15. April 2015 um 22:17 Uhr und verschwindet im Erdschatten
ISS passiert Jupiter und Regulus am 15. April 2015 um 22:17 Uhr und verschwindet im Erdschatten

 

Bau der Internationalen Raumstation

Das erste ISS-Bauteil war das von Russland gebaute Fracht- und Antriebsmodul Sarja (russ. Morgenröte). Es wurde am 20. November 1998 von einer Proton-Schwerlastrakete in die vorgesehene Umlaufbahn gebracht. Nach ihrer Fertigstellung im Jahre 2011 hat sie die maximalen Abmessungen von etwa 110 m × 100 m × 30 m erreicht. Die ISS ist damit das größte künstliche Objekt, das die Erde in etwa 400 km Höhe umkreist. Dazu braucht sie rund 90 Minuten bei einer Bahnneigung von 51,6°. Russland hat sich am 05.02.2009 mit den anderen ISS-Partnernländern vorerst mündlich darauf geeinigt, die Betriebszeit der Raumstation bis zum Jahr 2020 zu verlängern. An dem Projekt sind neben Russland die USA, die Europäische Weltraumagentur (ESA), Kanada und Japan beteiligt.

 

Laufzeit

NASA-Direktor Charles Bolden meldete im Januar 2014, dass die Obama-Regierung zugestimmt hat, die Laufzeit der Internationalen Raumstation ISS zu verlängern. Demnach soll die ISS bis mindestens 2024 im Orbit bleiben. Die NASA ist zuversichtlich, dass ihre Partner diese Verlängerung mittragen.

 

Wann gibt es wieder Flüge der NASA zur ISS?

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am 16. September 2014 die Rückkehr der bemannten Raumfahrt in die USA angekündigt. „We’re returning human spaceflight launches to America.“, teilte die Behörde auf Twitter mit. Auf einer Pressekonferenz im Weltraumbahnhof Cape Canaveral gab sie dann ihre große Nachricht bekannt, dass die USA ab dem Jahr 2017 wieder selbst Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS schicken will. Damit wäre die Abhängigkeit von russischen Sojus-Kapseln beendet.

Bislang blieb diese Ankündigung aber nur ein Wunschtraum. Seit einiger Zeit wird am Weltraumbahnhof Cape Canaveral zwar wieder gebaut und renoviert, aber vor 2019 ist wohl nicht damit zu rechnen, dass Astronauten von hier aus ins All starten.

Ab 2020 solle es eine „kommerzielle“ Nutzung der ISS für Weltraumtouristen geben, kündigte NASA-Finanzvorstand Jeff DeWitt am Freitag, dem 7. Juni 2019 in New York an. Die NASA wolle bis zu „zwei kurze Missionen pro Jahr für Privat-Astronauten“ genehmigen, erklärte die für die ISS zuständige NASA-Vertreterin Robyn Gatens. Die privaten Reisen ins All können laut NASA bis zu 30 Tage dauern. Bis zu einem dutzend Weltraumtouristen könnten somit jährlich an Bord der ISS kommen. Dorthin sollen sie von zwei Anbietern gebracht werden, die derzeit Raumkapseln für die NASA entwickeln, das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk und der US-Flugzeugbauer Boeing. Der Trip soll 58 Millionen Dollar kosten.