Libration gewährt Blick über den Mond-Nordpol hinweg

Heute Morgen hat der abnehmende Mond um 05:40 Uhr das letzte Viertel (Halbmond) erreicht. Aufgrund der Taumelbewegung (Libration in Breite) des Erdtrabanten konnten wir über seinen Nordpol hinweg sehen. Im Verlauf eines Monats werden so bis zu 59% der gesamten Mondoberfläche für den Erdbeobachter sichtbar.

Die Fotos von 06:00 Uhr und 06:49 Uhr wurden mit einer Canon EOS 600D ohne Stativ frei aus der Hand aufgenommen. Der abnehmende Halbmond stand dabei auf dem ersten Bild rund 52° und auf dem zweiten Bild knapp 55° hoch am wolkenlosen Südhimmel.

 

Der Mond befindet sich wie fast alle größeren Monde unseres Sonnensystems in einer sog. gebundenen Rotation um die Erde. Während eines Erdumlaufs dreht er sich ein Mal um die eigene Achse. Das ist auch der Grund dafür, dass wir grundsätzlich immer dieselbe Seite des Mondes sehen. Da sich der Mond aber nicht auf einer exakten Kreisbahn mit konstanter Winkelgeschindigkeit um die Erde bewegt, sondern auf einer elliptischen Bahn, taumelt er etwas hin und her. Deshalb können wir im Verlauf eines Monats bis zu 59% der Mondoberfläche sehen. Die für uns verborgen bleibenden 41% auf der Rückseite des Mondes kennen wir erst von den Fotos, die Raumsonden aufgenommen haben, als sie den Mond umkreist haben.

 

Die erste Aufnahme der Mondrückseite wurde im Oktober 1959 von der sowjetischen Raumsonde Lunik 3 aufgenommen. Lunik 3 war übrigens die letzte erfolgreiche Sonde der Lunik-Reihe.

 

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