Sturmtief „Friederike“ weckt Erinnerungen an „Kyrill“

Heute vor sieben Jahren haben wir uns das große Hochwasser am Main angeschaut. Am Donnerstag, dem 18. Januar 2018 jährt sich das Orkantief „Kyrill“ bereits zum elften Mal. Trotzdem haben wir beide Ereignisse immer noch gut Erinnerung. Was „Friederike“ betrifft, ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die Gefahr einer Orkanlage noch nicht endgültig vom Tisch. Am Donnerstag wissen wir mehr.

Aktuell besteht eine amtliche Warnung des DWD vor Sturm in Mainfranken. Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) anfangs aus südlicher, später aus südwestlicher Richtung auf. Unsere vier Wetterbilder von heute Mittag wurden bei + 7 °C innerhalb einer knappen halben Stunde aufgenommen. Sie verdeutlichen, wie rasant das Sturmtief bereits jetzt über uns hinwegzieht und wie schnell sich aus trübem Wetter strahlender Sonnenschein zeigt.

 

 

Wetterlage laut DWD – 16.01.2018, 13:34 Uhr

In einer kräftigen westlichen Strömung gelangt feuchte Luft nach Bayern.

WIND/STURM: Südwest- bis Westwind. Verbreitet WINDBÖEN bis 60, im Westen und im Alpenvorland sowie im Bergland STURMBÖEN bis 80, auf exponierten Gipfeln der Mittelgebirge SCHWERE STURMBÖEN bis 100 km/h, in den Alpen exponiert ORKANBÖEN (UNWETTER) bis 130 km/h. In der Nacht vor allem im südlichen Bergland noch STURMBÖEN bis 85 km/h, auf höchsten Alpengipfeln ORKANARTIGE BÖEN (UNWETTER) um 115 km/h. Mittwochfrüh von Westen erneut WINDBÖEN bis 65 km/h.

SCHNEEFALL/SCHNEEVERWEHUNGEN: In den Alpen oberhalb 800 m bis Mittwochmittag 20-30 cm SCHNEE örtlich in Staulagen des Allgäus auch UNWETTERartige Schneemengen bis 50 cm möglich. Ab den späten Abendstunden unterhalb 800 m 5-10 cm. An den nördlichen Mittelgebirgen oberhalb 500-600 m 2-8 cm SCHNEE. Im höheren Bergland SCHNEEVERWEHUNGEN.

DAUERREGEN: Bis in die Nacht zum Mittwoch im Allgäu 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

GEWITTER: Am Tag vor allem in der Nordhälfte STARKE GEWITTER. In der Nacht und am Mittwoch tagsüber landesweit örtlich Graupelgewitter wahrscheinlich.

FROST/GLÄTTE: In der Nacht vor allem in den nördlichen und östlichen Mittelgebirgen leichter FROST. Dabei kann GLÄTTE durch überfrierende Nässe auftreten. Zusätzlich in tieferen Lagen stellenweise GLÄTTE durch etwas SCHNEE.