Weinberge unterhalb des terroir f Alzenau
terroir f Alzenau - Arbeiten im Weinberg

terroir f Alzenau

Thema: Arbeiten im Weinberg

Am 18. Mai 2022 haben wir im Alzenauer Stadtteil Michelbach unseren 20. und damit vorerst letzten terroir f Punkt besucht und so unser im Herbst 2020 gestecktes Ziel, alle 20 terroir f Standorte aufzusuchen, zu erkunden und fotografisch zu dokumentieren, relativ schnell erreicht.

Unter dem Motto „Arbeiten im Weinberg – Tradition und Moderne – Wein vereint“ entstand in der denkmalgeschützten Weinlage „Michelbacher Apostelgarten“ mit ihrer kleinräumigen Teilung und den zahlreichen Weinberghäuschen ein modern gestalteter Aussichts- und Informationspunkt aus Cortenstahl, der das Thema Weinberghäuschen aufgreift. Der Aussichts- und Informationspunkt wurde am 5. Juni 2016 offiziell eingeweiht. Aufgrund von Sachbeschädigungen im Innenbereich ist die Bezeichnung „Informationspunkt“ nicht mehr ganz zutreffend.

Weinregion Alzenau

Als westliches Eingangstor in das Fränkische Weinland mit seinen hervorragenden Weinlagen bietet sich die Stadt Alzenau mit ihren Traditionsweinorten und Stadtteilen Hörstein, Michelbach und Wasserlos geradezu an, Teil der aktuell → 20 magischen Orte des Frankenweins zu sein. Die Weinregion Alzenau ist somit mit ihrer rund 90 Hektar großen Rebfläche in ein überregionales Projekt in Weinfranken ein- und zugleich stärker an das zentrale Weinanbaugebiet um Würzburg auch touristisch angebunden.

YouTube Video

Video vom 18. Mai 2022 von Artur Schmitt

terroir f Punkt und Steinernes Weinberghäuschen

Die Gestaltung des markanten Aussichtspunktes korrespondiert mit dem Steinernen Weinberghäuschen, dem Wahrzeichen des Michelbacher Weinbaus, das in unmittelbarer Nachbarschaft liegt. Ergänzend zur Aussichtsplattform wurde es saniert und auf diese Weise begeh- und erlebbar gemacht.

Geschichte des Michelbacher Wahrzeichens

Als Unterkunft für den Weinbergshüter, der dort über die Wochen des Weinherbstes wohnte, ließ David Domer, einst Tuchhändler aus Frankfurt und zeitweiliger Besitzer des Schlösschens Michelbach, das Steinerne Weinberghäuschen errichten. Aufgrund seiner eigenwilligen Bauform wurde es bald zu einem besonderen Wahrzeichen der Michelbacher Weinberge. Die Verbindung von Tradition und Moderne nimmt die Präsentation im Inneren des neuen Weinbergshauses auf. Sie erzählt von der technologischen Entwicklung des Weinbaus – von der Handarbeit bis zum Einsatz modernster Technik.

Quelle: Stadt Alzenau

Gedenkstelen unterhalb des terroir f

Am 16. Mai 2021 wurden zum 120. Geburtstag von Josef Gündling zwei Gedenkstelen aus Cortenstahl mit der Inschrift „Josef Gündling – 16. Mai 1901 – bekannt als Lukasse Seppl – Ein Mensch lebt so lange, bis man ihn vergißt“, mitten im historischen Apostelgarten aufgestellt. Die Gedenk-Stelen vom Künstler Christian Rudolf stehen unterhalb des terroir f im Weinberg der „Riesling-Apostel“.

Josef Gündling ist der Großvater von Armin Heilmann vom ehemaligen Weingut Armin Heilmann.

Exponierte Lage

Der Standort bietet Winzern, Weinerlebnisführern und allen Besuchern einen beeindruckenden Ausblick auf und über die Weinberge in den Kahlgrund, auf den Hahnenkamm sowie über die Mainebene bis hin nach Frankfurt am Main und auf die an den Spessart angrenzenden Mittelgebirge Taunus und Odenwald. Wir hatten am 18. Mai 2022 nahezu optimale Bedingungen angetroffen. Bei strahlendem Sonnenschein und guter Fernsicht konnten wir die Skyline von Frankfurt am Main und die Bergzüge des Taunus sehen. Sehr gut zu erkennen war das Kraftwerk Staudinger, ein vorwiegend mit Steinkohle befeuertes Dampfkraftwerk bei Großkrotzenburg im Bundesland Hessen, in der Nähe von Hanau, direkt am Main gelegen.

Bodenstation Alzenau-Michelbach

Das Bodenprofil an der Station Alzenau-Michaelbach befindet sich am Kulturwanderweg im denkmalgeschützten Weinberg Apostelgarten. Vom Ortsrand von Michelbach aus erreicht man nach etwa einem Kilometer zu Fuß auf einem steilen, nicht barrierefreien Schotterweg, in Richtung Wald (Osten) die Bodenstation mitten im Weinberg. Das Profil besteht aus dunkelviolett gefärbtem, lehmig verwittertem Ausgangsgestein, das ein hohes Nährstoffangebot garantiert, sich leicht erwärmt und das Wasser durch den hohen Steinanteil im Untergrund rasch abführt. Alles optimale Voraussetzungen für den Anbau von spätreifenden Rebsorten. Mit ihren breiten Steinriegeln, den Trockenmauern und zum Teil geschachtelten Terrassen entsteht ein lagespezifisches Kleinklima, das Weißweinen ideale Wuchs- und Reifebedingungen bietet.

Quelle: Umweltbundesamt

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