Mix aus Sonne, Gewitter, Hagel und Orkanböen am 9. März 2017 in Mainfranken

Hagelkörner am 9. März 2017 um 18:04 Uhr

Der 9. März 2017 hatte es wettermäßig in sich. Gegen 16:45 Uhr gab es Medienberichten zufolge in Kürnach im Landkreis Würzburg einen Tornado, die Polzei spricht von einer lokal begrenzten Windböe. An mehr als zwanzig Häusern entstanden Schäden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Nachmittag Unwetterwarnungen der Stufe 3 herausgegeben.

 

An unserem Standort, Luftlinie rund 18 Kilometer von Kürnach entfernt, wechselten sich heute Nachmittag Sonne, Starkregen, Gewitter mit Hagel und teils windiges Wetter ab. Sturmböen oder gar Orkanböen gab es keine.

 

Windböe beschädigt mehrere Dächer – niemand verletzt

KÜRNACH, LKR. WÜRZBURG. Ein schadensträchtiges, offenbar sehr lokal begrenztes Wetterphänomen beschäftigte die Einsatzkräfte in Kürnach. Eine starke Windböe beschädigte u.a. mehrere Hausdächer. Die örtlichen Landkreisfeuerwehren sind im Einsatz. Verletzt wurde dem Sachstand nach niemand.

Kurz nach 17:00 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf eines Zeugen. Er gab an, dass das Dach einer Halle aufgrund starken Windes abgedeckt worden wäre. Unverzüglich alarmierte die Polizei die Integrierte Leitstelle und mehrere Streifen, die örtlichen Feuerwehr und der Rettungsdienst rückten aus.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass es vermutlich eine lokal begrenzte Windböe war, die in einer Schneise bei mehr als zwanzig (hauptsächlich den älteren) Wohnhäusern Schäden an den Dächern verursachte. Außerdem wurden zwei größere Bäume entwurzelt und fielen auf die Prosselsheimer Straße.

Glücklicherweise wurde dem Sachstand nach niemand verletzt. Der entstandene Schaden ist derzeit noch nicht abschätzbar.

Im Einsatz vor Ort befinden sich zahlreiche Einsatzkräfte der Freiwilligen Landkreisfeuerwehren, wie aus Kürnach, Estenfeld und der Berufsfeuerwehr Würzburg.

Quelle: Polizeipräsidium Unterfranken

 

Landrat Eberhard Nuß stellt nach Tornado-Schäden in Kürnach den Katastrophenfall fest

Heute, Donnerstag, 9. März 2017 zog gegen 17:00 Uhr eine Windhose über Kürnach (Landkreis Würzburg). Der Tornado beschädigte 53 Häuser zu Teil schwer.

Derzeit sind rund 130 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Würzburg, der Berufsfeuerwehr Würzburg, der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg sowie der Rettungsdienste im Einsatz; als örtlicher Einsatzleiter ist Kreisbrandrat Michael Reitzenstein installiert und koordiniert die Sicherungsmaßnahmen. Die Hilfskräfte arbeiten an der Sicherung der abgedeckten Häuser und versuchen die Dächer notdürftig abzudichten.

Landrat Eberhard Nuß ist vor Ort und hat den Katastrophenfall nach Artikel 4 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes festgestellt. Die Regierung von Unterfranken ist informiert und hat den K-Fall bestätigt. Auch der Kürnacher MdL Manfred Ländner hat sich vor Ort ein Bild der Schadenslage gemacht.

Landrat Eberhard Nuß: „Es ist unglaublich, welchen Schaden der Tornado so örtlich begrenzt anrichten konnte. Es ist wirklich ein Glücksfall, dass niemand verletzt wurde. Ich danke schon jetzt allen Hilfskräften und Helfern, die heute Abend und sicher auch noch die Nacht durch versuchen, dass sich der Schaden nicht noch weiter verschlimmert für die betroffenen Menschen. Ihnen gehört mein Mitgefühl an diesem Schreckensabend, und ich versichere, dass der Landkreis die Gemeinde Kürnach bei der Schadensregulierung nicht im Stich lassen wird.“

Quelle: Landratsamt Würzburg

 

WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes jetzt für Windows Phone

Die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann ab sofort auch mit Windows-Smartphones genutzt werden. Gleichzeitig schaltet die Bundesbehörde neue Verbesserungen frei. „Die Sturm- und Glättelagen der vergangenen Wochen haben gezeigt: Es ist notwendig, die Bevölkerung so einfach, frühzeitig und detailliert wie möglich vor Wettergefahren zu warnen. Mit dieser neuen Version haben wir die WarnWetter-App noch leichter handhabbar gemacht und den Bedürfnissen der Nutzer angepasst“, so Hans-Joachim Koppert, Vorstand Wettervorhersage des DWD.

Der DWD hat als nationaler Wetterdienst die gesetzliche Aufgabe, möglichst viele Menschen mit Wetterwarnungen zu erreichen. Wichtigste Neuerungen dürften deshalb die WarnWetter-App für Windows Phone und die Desktop-Version für Laptops und PCs mit Windows 10 sein. Außerdem sorgt der DWD durch Texte, die Grafiken und Icons erklären, für einen barrierefreien Zugang zur App. Ein Widget für den Startbildschirm mit individuell ausgewählten Warnungen ist jetzt für Android, iOS und BlackBerry verfügbar und ermöglicht den  Nutzern einen noch schnelleren Überblick auf die relevanten Warnmeldungen. Das Widget für Windows Phone wird in wenigen Wochen angeboten. Die Vorabinformation Unwetter, mit der die Bürger Stunden und manchmal sogar schon Tage im Voraus auf eine drohende Unwetterlage aufmerksam gemacht werden, kann nun als Push-Nachricht für frei auswählbare Orte abonniert werden.  Schließlich bietet die neue Version auch ein Ortssuche-Fenster in der überregionalen, der Orientierung dienenden Warnansicht an: Damit kann ohne Wechsel des Fensters die Warnsituation eines beliebigen Ortes abgefragt werden. Zukünftig können die Nutzer unterschiedliche alarmierende Töne für unterschiedliche Warnhinweise selbst festlegen. Dadurch können die Warnhinweise noch gezielter und individuell angepasst erfolgen.

Zielgruppen der DWD-App sind die gesamte Bevölkerung in Deutschland und die Einsatzkräfte der Katastrophenhilfe. Die App ist unter „WarnWetter“ in den Stores von Google und Apple und im Windows Store unter „DWD WarnWetter“ abrufbar.

 

Die Hauptfunktionen der WarnWetter-App des DWD auf einen Blick

• Amtliche Warnungen zur Warnsituation, Infos zur Warnlageentwicklung • Individuell konfigurierbare Warnelemente und Warnstufen • Zuschaltbare Alarmierungsfunktion bei Änderung der Warnlage vor Ort • Frühe Alarmierung durch ‚Vorabinformation Unwetter‘ als Push- Nachricht • Widget auf Startbildschirm für individuell ausgewählte Orte/Warnungen • Unwettervideos aus dem DWD-TV-Studio bei größeren Unwetterlagen • Aktuelle Wetterradarbilder mit Anzeige der georteten Blitze • Aktueller Warnmonitor für Gewitter, Glatteis, Starkregen und Schneefall • Integrierte Hitzewarnungen und Angaben zur lokalen Wärmebelastung • UV-Warnungen in Ortsansicht und als flächige Karte • Hochwasserwarnungen und Hochwasserlage in den Bundesländern • Sturmflutwarnungen, Wasserstandvorhersagen für die deutsche Küste • Einschätzung der Lawinengefahr für Stationen der Bayerischen Alpen • Teilen von Warninformationen in Social Media • Weitere Wetterinformationen zur Personalisierung des Unwetterrisikos.

 

Mix aus Sonne, Gewitter, Hagel und Orkanböen am 9. März 2017 in Mainfranken