Schadensrückblick 2018 des Deutschen Wetterdienstes

Schadensrückblick 2018 des Deutschen Wetterdienstes

Wie schon in den Jahren zuvor, traten auch 2018 deutschlandweit viele extreme Wettersituationen auf, die durch ihre Auswirkungen, nicht nur aufgrund von Hitze und Trockenheit, sondern auch durch Sturm, Starkniederschläge, Blitzschlag, Nebel, Glätte, Hagel und Tornados, direkt oder indirekt zahlreiche Menschenleben forderten. Besonders Unwetter verursachen regelmäßig in Deutschland empfindliche Störungen der Infrastruktur, insbesondere im Flug-, Schiffs-, Auto- und Schienenverkehr. Gelegentlich sind diese Beeinträchtigungen von katastrophalem Ausmaß, in jedem Fall jedoch begleitet von beträchtlichen volkswirtschaftlichen Schäden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Wetterverlauf der letzten 12 Monate Tag für Tag und rund um die Uhr überwacht und beobachtet. Er hat dabei mehr als 30.000 Mal frühzeitig über Internet, über seine WarnWetter-App und über die Medien vor gefährlichen Wettersituationen gewarnt.

In seinem Schadensrückblick 2018 hat der DWD eigene Beobachtungen sowie Zumeldungen der Nutzer von DWD-Warnungen und Medienberichte über Schäden durch extreme Wettersituationen in Deutschland gesammelt und nach bestem Wissen und Gewissen ausgewertet. Monat für Monat, beginnend mit dem Dezember 2017, beschreibt die nachfolgende Zusammenstellung auf vielen Seiten wetterbedingte Schäden sowie ungewöhnliche oder skurrile Situationen sowie Meldungen zum Auftreten von Hagel und Tornados. Sie erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder letzte Detailtreue. Trotzdem wird erkennbar, wie offenbar zunehmend unser Dasein, Leib und Leben, durch extreme Wettersituationen beeinträchtigt wird.

Bestimmte Ereignisse, wie die verheerende Trockenheit in diesem Jahr, aber auch einzelne Starkniederschlagsereignisse, werden noch lange in Erinnerung bleiben. Die nachfolgende Zusammenstellung liest sich wie ein Szenario des Schreckens der Naturgewalten, die uns umgeben. Sie zeigt gleichzeitig aber auch die Notwendigkeit von Vorsorgemaßnahmen und von möglichst kurzen Reaktionszeiten der Katastrophenschutzeinrichtungen vor Ort nach Herausgabe der amtlichen Wetter- und Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes.

 

Verwendete Länderabkürzungen:

BW – Baden-Württemberg, BY – Bayern, BE – Berlin, BB – Brandenburg, 
HB – Bremen, HH – Hamburg, HE – Hessen, MV – Mecklenburg-Vorpommern,
NI – Niedersachsen, NW – Nordrhein-Westfalen, RP – Rheinland-Pfalz, SL – Saarland,
SN – Sachsen, ST – Sachsen-Anhalt, SH – Schleswig-Holstein, TH – Thüringen

 

Dezember 2017

Bei Starkschneefall stürzten am 01. im Hochschwarzwald etliche Bäume um. Dadurch fiel in St. Märgen (BW) der Strom aus; die Straße zum Schauinsland (BW) war blockiert. Am 03. und 04. führte ein Wintereinbruch zu zahlreichen Unfällen und langen Staus. Unter anderem starb nahe Uelzen (NI) eine Geländewageninsassin beim Zusammenprall mit dem Gegenverkehr. In Wörth am Rhein (RP) musste nach einem Frontalzusammenstoß ein Säugling wiederbelebt werden. Am Frankfurter Flughafen (HE) fielen über 250 Flüge aus. Bei Kollisionen mit dem Gegenverkehr verloren nahe Kulmbach (BY), bei Nürnberg (BY) sowie im Landkreis Deggendorf (BY) 3 PKW-Insassen ihr Leben. Bei Kölleda (TH) erfror ein dementer älterer Mann. Am 05. wurde nahe Schönau am Königssee (BY) eine Pistenraupe von einer Lawine verschüttet. In einem Graupelschauer gerieten auf der A33 bei Osnabrück (NI) mehrere Fahrzeuge ins Schleudern. Vom 09. bis 11. verursachte Schneefall massive Probleme im Straßenverkehr. Unter anderem kam eine PKW-Fahrerin nahe Cuxhaven (NI) bei einer Kollision mit dem Gegenverkehr zu Tode. Auf der A27 bei Altenwalde (NI) verlor der Fahrer eines Pannenfahrzeugs durch einen schleudernden PKW sein Leben. Bei Heiligenhaus (NRW) verstarb ein LKW-Fahrer beim Zusammenprall mit einem Baum. Nahe Goldewin (MV) schlitterte ein PKW, kopfüber in einen Teich – beide Insassen ertranken. Bei Borstel (NI) kippte ein Reisebus in den Straßengraben. Im Kreis Remscheid (NRW) kam es durch Schneebruch zu Behinderungen. Eingefrorene Weichen behinderten in Hessen und NRW den Bahnverkehr. Es kam zu zahlreichen Flugausfällen, alleine in Frankfurt/Main (HE) wurden 390 Flüge gestrichen. Heftige Windböen verursachten in Bayern und Sachsen Schäden, unter anderem wurde in Kochl am See (BY) ein Mehrfamilienhauses abgedeckt; der Lindauer Weihnachtsmarkt wurde geschlossen. Einsetzendes Tauwetter und Dauerregen führte zu Überschwemmungen. So wurde beispielsweise in Rammelsbach (RP) ein Kindergarten überflutet. Eine kräftige Windböe wehte am 12. nahe Paplitz (BB) einen PKW gegen einen Baum – die Fahrerin verstarb. Starke Windböen ließen am 14. besonders in Süddeutschland zahlreiche Bäume umstürzen, etliche Straßen waren blockiert, Dächer wurden abgedeckt. So verletze z.B. in München (BY) ein umstürzendes Gerüst einen Mann schwer. In Germering (BY) wurde ein großer Baukran umgeweht. Bei Wiernsheim (BW) riss der Sturm einen Fahrzeuganhänger los und wehte ihn auf das Dach eines vorbeifahrenden Streifenwagens. In Lenzkirch (BW) und Landshut (BY) stürzten auf den Marktplätzen die Weihnachtsbäume um. Es gab massive Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr – am Flughafen München (BY) kam es zu Verzögerungen. Am 18. verursachte Starkschneefall in Südwestdeutschland erneut Unfälle, zahlreiche Fahrzeuge blieben liegen, so war beispielsweise die A3 bei Dierdorf (RP) nach einem Unfall mit mehreren LKW stundenlang gesperrt. Am Frankfurter Flughafen fielen über 170 Flüge aus. Am 19. kam im dichten Nebel in Remscheid (NRW) ein PKW-Fahrer beim Zusammenprall mit einem LKW ums Leben. Durch Straßenglätte ereigneten sich am 20. auf der Albhochfläche (BW) etliche Unfälle. Heftige Windböen ließen am 23. vor allem im Nordosten Bäume umstürzen. Straßenglätte führte vom 26. bis 29. zu Unfällen, so rutschte z.B. auf der A5 bei Rimberg (HE) ein PKW gegen einen Streugutkasten. Am 28. verstarb nahe Zorneding (BY) ein PKW-Fahrer beim Zusammenstoß mit einem Kleinbus. Im Kreis Dithmarschen (SH) wurde am 29. ein Mann beim Absichern einer Unfallstelle von einem ins Schleudern geratenen PKW tödlich verletzt. Heftige Schneefälle verursachten vom 28. bis 30. in der Mitte und im Süden zu Verkehrsbehinderungen, so wurde z. B. bei Elsendorf (BY) ein PKW-Fahrer durch einen Anhänger tödlich getroffen. Zum Jahreswechsel führte Tauwetter in Süddeutschland zu Überschwemmungen. Unter anderem mussten nach einem Erdrutsch in Heidelberg (BW) zwei Häuser geräumt werden. In Neckargemünd (BW) drang das Wasser in einen Kindergarten ein.

 

Januar 2018

Sturmtief Burglind verursachte am 03. nahezu im gesamten Bundesgebiet Schäden. Es kam zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen. Unter anderem konnten etliche Nordseefähren nicht mehr verkehren. Umstürzende Bäume blockierten Straßen und Bahnstrecken. So fuhr beispielsweise auf der Strecke Coesfeld-Dortmund (NRW) ein Zug gegen einen umgefallenen Baum und entgleiste. Bei Volksdorf (NI) sowie bei Illschwang wurden Windkraftanlagen beschädigt. In Bayern und Baden Württemberg gab es Stromausfälle. Mehrere Dächer wurden abgedeckt; z. B. wurde in Sinzig-Bad Bodendorf (RP) ein Stalldach auf 14 parkende Autos geweht. Bei Horstmar (NRW) beschädigte ein von der Straße gewehter LKW eine Kapelle. Zahlreiche Wintersportgebiete sperrten die Loipen. Starkniederschlag ließ in Hohenlimburg (NRW) einen Hang abrutschen. In St. Blasien (BW) mussten nach einem Erdrutsch mehrere Häuser evakuiert werden. Bei Brilon (NRW) verlor auf dem aufgeweichten Boden ein Muldenkipper seinen Halt und stürzte in einen Steinbruch. Dauerregen ließ die Flusspegel steigen, die Schifffahrt wurde auf etlichen Flüssen sowie auf dem Nord-Ostsee Kanal eingestellt. Auf dem Rhein-Herne Kanal (NRW) prallte wegen hohem Wasserstand nahe Duisburg ein Schiff gegen eine Eisenbahnbrücke, bei Oberhausen wurde ein auf einem Schiff stehender PKW beim Unterfahren einer Brücke zerstört. Der Bahnhof in Bad Honnef (NRW) musste wegen Hochwasser gesperrt werden. In Schleswig-Holstein begann das Getreide auf überfluteten Äckern zu faulen. Am 10. führten vereiste Straßen im Raum Berlin (BE) zu etlichen Unfällen – der Busverkehr wurde teilweise eingestellt. Auf der A8 nahe Ulm (BW) verstarb im dichten Nebel am 11. eine PKW-Fahrerin beim Zusammenprall mit einem Pannenfahrzeug. Nahe Heubach (BW) verlor ein ins Schleudern geratener LKW-Fahrer sein Leben. Am 16. und 17. gab es bei Schnee und Glätte zahlreiche Unfälle, etliche LKW blieben liegen. Unter anderem wurden die A23 bei Izehoe (SH) sowie die A28 in Ostfriesland (SH) nach mehreren Glätteunfällen gesperrt. Nahe Salzbergen (NI) verendeten 18 Schweine in einem umgekippten Viehtransporter. Im Raum Euskirchen (NRW) gerieten mehrere Busse, darunter 3 Schulbusse, ins Schleudern. Im Altmühltal (BY) verstarb ein in eine Baumgruppe geschleuderter PKW-Fahrer. Bei Saalstadt (RP) drückten Windböen einen LKW von der Fahrbahn. Am 18.Und 19. wütete Tief Friederike, während im Norden und Osten Schnee zu starken Behinderungen führte, stürmte es weiter südlich heftig. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Verkehrsschilder abgerissen. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen, so stellte z. B. die Bahn den gesamten Fernverkehr ein. Etliche LKW wurden umgeweht – bei Duisburg drohte ein LKW von einer Brücke zu stürzen – zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Tausende Haushalte in Sachsen und NRW hatten keinen Strom. In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus. Auch im Flugverkehr gab es Störungen, so wurde beispielweise der Flughafen Paderborn geschlossen. 8 Menschen kamen durch den Sturm ums Leben, unter anderem wurde auf einem Campingplatz in Emmerich (NRW) ein Mann von einem Baum erschlagen – in Thüringen traf ein Baum einen Feuerwehrmann im Einsatz tödlich. Straßenglätte führte am 20. und 21. zu etlichen Unfällen. So stürzte beispielweise auf der A28 in Oldenburg (NI) ein Fischlaster von einer Brücke, auf der A11 bei Wandlitz (BB) kam es zu einer Massenkarambolage. Bei Lawinenabgängen in den bayrischen Alpen wurden am 21. mehrere Tourengeher verschüttet – ein Mensch kam dabei ums Leben. Einsetzendes Tauwetter ließ ab dem 22. die Flusspegel steigen, unter anderem wurde der Schiffsverkehr auf Mosel, Neckar und Rhein eingestellt. Einige Straßen, wie die B42 Zwischen Rüdesheim und Oestrich (HE), mussten wegen Überflutung gesperrt werden. Am 27. verursachte Straßenglätte einige Unfälle, wie z. B. nahe Nonnweiler (SL), wo 2 PKW gegen einen bereits auf der vereisten A1 verunfallten PKW fuhren. Kräftige Windböen ließen am 28. und 29. in einigen Regionen Bäume umstürzen, unter anderem fuhr bei Ilmenau (TH) ein Regionalzug gegen einen Baum.

Tornado
Am 03. hinterließ ein Tornado morgens im Spessart bei Neuhütten (BY) eine zwischen 100 bis 300 Meter breite und ca. 5 Kilometer lange Schneise mit umgestürzten und abgebrochenen Bäumen. Am 16. wurden im Kreis Soest (NRW) vormittags gleich 2 Tornados beobachtet. Zunächst wurde bei Schoneburg (NRW) ein Baum umgeworfen, schließlich brachte der Tornado eine Scheune zum Einsturz. Kurz darauf deckte in Lippstadt (NRW) ein Tornado das Blechdach einer Lagerhalle ab – außerdem wurde ein Auto durch einen umstürzenden Baum beschädigt.

 

Februar 2018

Auf winterglatten Straßen ereigneten sich vom 01.bis 04. einige Unfälle. So musste beispielweise am 01. die A19 bei Krakow (MV) nach mehreren Unfällen gesperrt werden. Nahe Bredenbeck (NRW) geriet ein Fahrzeug ins Schleudern und landete in einem Bach. In Altenhagen (NRW) kam es zu einer Frontalkollision zweier Fahrzeuge. Schneebedeckte Fahrbahnen führten am 04. zu Behinderungen. Unter anderem konnten in Taunusstein (HE) Busse nicht mehr verkehren. Auch im Odenwald blieb ein Bus nahe Reinheim (HE) liegen. Auf der A4 bei Erfurt (TH) schleuderte ein LKW in die Leitplanke. Nahe Schleiz (TH) überschlug sich auf der A9 ein Kleintransporter. Bei Waiblingen (BW) prallte ein PKW gegen einen Baum. Auf Rügen (MV) kollidierte am 05. nahe Sundhagen ein PKW mit dem Gegenverkehr. Straßenglätte führte am 11. im Norden zu einigen Unfälle. Unter anderem geriet bei Wöbbelin (MV) ein Kleinbus ins Schleudern und überschlug sich – ein Insasse erlitt tödliche Verletzungen. Auf der A4 bei Wiehl (NRW) schlitterten 4 PKW ineinander. Bei Schneefall kam es am 12. zu etlichen Unfällen – unter anderem ereignete sich auf der A31 im Emsland (NI) eine Massenkarambolage. Im Kreis Paderborn (NRW) kam ein PKW-Insasse bei einem Frontalzusammenstoß mit dem Gegenverkehr ums Leben. Im Hochsauerland (NRW) erlitt ein PKW-Insasse beim Zusammenprall mit einem LKW tödliche Verletzungen. Auf der A8 bei Teisendorf (BY) gerieten gleich mehrere Fahrzeuge ins Schleudern. Nahe Osnabrück (Ni) verlor ein ins Rutschen geratener PKW-Fahrer bei einer Frontalkollision sein Leben. Im Chiemgau (BY) wurden an der Kampenwand mehrere Skitourengeher von einer Lawine erfasst. Schnee und Glätte verursachten am 15. und 16. vor allem in NRW größere Verkehrsbehinderungen. Zahlreiche Fahrzeuge gerieten ins Rutschen – es bildeten sich lange Staus. Auch im Bahnverkehr und Flugverkehr kam es zu Verspätungen. Unter anderem verkehrten in Essen (NRW) keine Busse mehr. Im Kreis Olpe (NRW) prallte ein ins Schleudern geratener LKW-Anhänger gegen das Führerhaus eines angekommenen LKW. Bei Isselburg (NRW) schlitterte ein PKW gegen einen Baum. Durch Schneeglätte kam es am 17. in Süddeutschland zu etlichen Unfällen. So geriet bespielweise nahe Wildberg (BW) auf einer Gefällstrecke ein Gespann ins Schleudern und kollidierte mit dem Gegenverkehr. Nahe Wangen (BW) überschlug sich ein PKW. Im Kreis Bad Tölz (BY) schlitterte ein Kleintransporter durch ein Brückengeländer in einen Graben. Auf der A8 kam es nahe Burgau (BY) zu einer Massenkarambolage. Winterliche Straßenverhältnisse führten vom 21. bis 27. zu etlichen Unfällen. Unter anderem wurde nahe Meuselbach (TH) eine PKW-Fahrerin in einer Kurve durch eine Schneewehe in den Gegenverkehr geleitet und verletzte sich schwer. Nahe Neu-Ulm (BW) schleuderte am 24. eine PKW-Fahrerin durch eine Schneewehe gegen einen Baum und verletzte sich tödlich. Am dem 25. verursachten Schneefälle im Norden etliche Unfälle. Zahlreiche Fahrzeuge gerieten ins Rutschen. Starker Wind führte zusätzlich zu verminderten Sichten und Schneeverwehungen. Auf der A20 nahe Friedland (MV) wurde ein Pannenhelfer von einem ins Rutschen geratenen Fahrzeug erfasst und erlitt schwere Verletzungen. Im den Kreisen Stormarn und Laugenburg (SH) wurde der Busverkehr teilweise eingestellt. Nahe Lüneburg (NI) verletzte ein ins Schleudern geratener PKW einen Radfahrer schwer. Auf der A24 kam es nahe Talkau (SH) zu einer Massenkarambolage. Sinkende Temperaturen führten teilweise zu Eisgang auf den Flüssen, dadurch kam es beispielweise auf dem Main-Donau-Kanal, der Oder sowie dem Elbe-Lübeck-Kanal zu Behinderungen des Schiffsverkehrs – teilweise kamen Eisbrecher zum Einsatz. Eisige Kälte, starker Schneefall und kräftiger Wind führten im Norden zu einem Verkehrschaos. Es kam zu zahlreichen Unfällen, auch im Bahn- und Busverkehr gab es Behinderungen. In einigen Gebieten fiel der Schulunterricht aus. Wegen extremem Niedrigwasser und Eisgang konnten zeitweise keine Schiffe zu den Nordseeinseln verkehren. In Erfurt (TH) erfror ein Obdachloser, Bei Paderborn (NRW) und in Winsen (NI) verstarben zwei Menschen nach Stürzen ins eiskalte Flusswasser.

 

März 2018

Wegen starken Eisgangs musste zu Monatsanfang der Schiffsverkehr zu den Ostfriesischen Inseln eingestellt werden. Auch auf der Ostsee kam es zu Problemen – hier waren Eisbrecher im Einsatz. Einsetzender Nieselregen verursachte am 02. auf den gefrorenen Böden im Saarland und im westlichen Rheinland-Pfalz spiegelglatte Straßen, unter anderem musste in Völklingen (SL) der Busverkehr eingestellt werden. Am 03. rutschte auf schneeglatter Fahrbahn in Neuss (NRW) ein Fahrzeug gegen eine Straßenlaterne, durch den Aufprall wurde die Stromleitung der Straßenbahn sowie eine Gasleitung beschädigt, Am 05. kam es im Norden bei einsetzendem Regen auf den gefrorenen Böden zu zahlreichen Glätteunfällen. Auch Fußgänger und Radfahrer verletzten sich bei Stürzen. An einigen Schulen, wie z. B. in Celle (Ni) und Niebüll (SH) konnte kein Unterricht stattfinden. In Klietz (ST) schlitterte ein Militärtransporter gegen einen Baum – ein Soldat wurde tödlich verletzt. Auch an den Folgetagen ereigneten sich vor allem im Osten Glätteunfälle. So schlitterte beispielsweise am 06. nahe Wollin (BB) ein Kleinbus von der A2. Am 09. kam es erneut zu Glätteunfällen in NRW und Brandenburg. Unter anderem kollidierte bei Menden (NRW) ein LKW mit dem Gegenverkehr. Nahe Potsdam (BB) verlor ein PKW-Fahrer bei einem Glätteunfall sein Leben. Vom 16. bis 18. sorgte ein erneuter Wintereinbruch, der zudem im Norden auch noch von heftigen Windböen begleitet wurde, zahlreiche Schäden. Glätte und Schneeverwehungen führten zu etlichen Unfällen und Behinderungen. Unter anderem kam es auf der A7 in Schleswig-Holstein und auf der A2 nahe Bielefeld (NRW) zu mehreren Unfällen – teilweise blieben Fahrzeuge in Schneewehen stecken. Nahe Oberhof (TH) verloren zwei Frauen beim Zusammenprall mit einem entgegen kommenden LKW ihr Leben. Bei Nagold (BW) rutschte ein Abschleppwagen, beim Versuch zwei geschleuderte Fahrzeuge zu bergen, ebenfalls in den Straßengraben. Auch im Schiffverkehr auf Nord- und Ostsee kam es zu Problemen, so war beispielsweise Hiddensee (MV) nur noch per Hubschrauber erreichbar, Fähren nach Amrum und Föhr verkehrten unregelmäßig. Im Hamburger Hafen konnte ein Kreuzfahrtschiff nicht anlegen. Auf Rügen (MV) riss sich ein Kranponton los und trieb zum Strand, an der Halbinsel Nordstrand (SH) prallte eine Autofähre gegen eine Kaimauer. Heftige Sturmböen deckten In Hamburg das Dach der Sloman-Reederei ab. Der Schienenverkehr war ebenfalls betroffen, so musste in Hamburg ein ICE wegen eines abgerissenen Stromkabels evakuiert werden. In Leipzig war der Hauptbahnhof wegen eingefrorener Weichen und Schneewehen teilweise blockiert. Auch am Flughafen Leipzig/Halle kam es zu Verzögerungen. Nahe Weißenfels (ST) mussten die Passagiere zweier ICEs wegen des Schneefalls lange auf die Weiterfahrt warten. In Nordhessen blockierten umgestürzte Bäume den Straßen- und Schienenverkehr. An den Folgetagen gab es zu weitere Glätteunfälle, so rutschte beispielweise in Saalfeld (TH) ein Fahrzeug auf abschüssiger Straße gegen eine Hauswand; nahe Birkenfeld (RP) schlitterte ein LKW, als er wegen der Kollision zweier LKW bremsen wollte, ebenfalls in den Graben. Schneefall verursachte am 29. im Norden erneut Verkehrsprobleme. Unter anderem mussten die A7 nahe Schuby (SH), sowie die A1 nahe dem Dreieck Ahlhorner Heide(NI) nach einem LKW-Unfällen gesperrt werden. Auf der A24 schlitterte nahe Gudow (SH) ein Bus gegen einen ins Schleudern geratenen Transporter. Umgestürzte Bäume blockierten einige Bahnstrecken. Im Nordosten gab es am 31. bei Schneefall ebenfalls Unfälle – unter anderem verstarb im Kreis Börde (ST) eine PKW-Fahrerin bei einer Kollision. 

Tornado
Am 08. zog abends ein Tornado durch Hamminkeln (NRW), dabei wurde der Belag eines Spotplatzes, der Zaun einer Pferdekoppel und eine Baumkrone beschädigt. Zudem stürzte ein Bierwagen um.

Hagel
Am 08 fielen bei Marienbaum (NRW) 3cm große Hagelkörner.

 

April 2018

Rekordschneefälle bescherten dem Nordosten Deutschlands zu Monatsbeginn ein weißes Osterfest. Unter der Schneelast zusammengebrochene Bäume blockierten etliche Straßen und Bahnstrecken. Es kam zu mehreren Glätteunfällen. In einigen Vogelparks stürzten die Außenvolieren ein, so wie z. B. in Marlow (Rügen/MV), wo zahlreiche Tiere entfliehen konnten. Im Bereich Stralsund und Rostock kam es zu Stromausfällen. Während Mecklenburg-Vorpommern unter Schnee versank, gab es am 01. in Bayern Gewitterschäden. Unter anderem kam es auf der A9 nahe Pegnitz (BY) bei Wind und Starkregen zu mehreren Unfällen. In Herrsching (BY) musste wegen Windböen der Seemarkt geschlossen werden. Einsetzendes Tauwetter führte ab dem 03. im Nordosten zu Überschwemmungen – zahlreiche Straßen, wie z.B. in Greifswald (MV) waren nicht mehr passierbar – etliche Felder wurden überflutet. Heftige Gewitter verursachten am 04. erneut Schäden. Unter anderem prallte nahe Meiningen (TH) eine Regionalbahn gegen einen umgestürzten Baum. Im Kyffhäuserkreis (TH) gerieten durch Blitzschlag zwei Häuser in Brand. In Erfurt (TH) wurden durch Windböen Hüpfburgen der Verankerungen gerissen. Am 10. kam es bei Gewittern besonders im Ruhrgebiet und Mittelhessen zu Schäden. Unter anderem Standen im Bereich Siegen (NW) zahlreiche Straßen unter Wasser, in Duisburg (NW) flutete Starkregen Unterführungen – im Bereich Schlitz (HE) wurde Schlamm auf Straßen gespült. Durch Blitze kam es z. B. in Freudenberg (NW) und Wetter (HE) zu Gebäudeschäden. Im Stadtbereich von Stuttgart (BW) fiel nach einem Blitzschlag eine Ampel aus. Dauerregen mit eingelagerten Gewittern führte am 13., vor allem in der Mitte, zu zahlreichen Überschwemmungen. Unter anderem wurde im Bereich Fulda (HE) zahlreiche Straßen überflutet. Es kam zu Schlammlawinen, in etliche Keller drang Wasser ein. Auch in Franken standen Straßen unter Wasser – so musste in Bad Kissingen (BY) eine Straße von Schlammmassen befreit werden. Auch in Berlin kam es bei einem Gewitter zu Überschwemmungen – ein Blitzschlag setzte das Silo einer Biogasanlage in Brand. Von 13. auf 14. verursachte Starkregen im Norden ebenfalls Überflutungen, so drang in Heiligenhafen (SH) Wasser in einen Baumarkt ein. Im Bereich Suderburg (NI) mussten Hochgeschwindigkeitszüge wegen Überflutungen langsamer fahren. Wegen Trockenheit in Lautenbach (BW) kam es zu einem Waldbrand. Selbständig entzündete sich eine Phosphorbombe im trockenen Waldboden zwischen Leinfelden-Echterdingen und Steinenbronn (BW), 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz um den Waldbrand zu löschen. Am 21. kam es in der im Bereich der Stadt Schmallenberg ebenfalls zu einem Waldbrand. Am 22. verursachten heftige Gewitter in Nord- und Westdeutschland zahlreiche Schäden. Unter anderem geriet in Elmshorn (NI) der Dachstuhl eines Hauses durch Blitzschlag in Brand. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Schienen. So wurde in Köln eine Familie durch einen umgefallen Baum in ihrem Fahrzeug eingeschlossen. Im Rhein-Erft Kreis (NRW) prallte ein Zug gegen einen umgestürzten Baum. Starkniederschlag verursachte Überschwemmungen und Schlammlawinen. In Biebertal (Lkr Gießen/HE) wurde eine Bundesstraße durch einen Erdrutsch blockiert. Am 23. war insbesondere Südhessen von Gewittern betroffen – unter anderem drang in Nieder-Ramstadt (HE) Wasser und Schlamm in ein Gartencenter und einen Supermarkt ein. In Darmstadt Eberstadt (HE) wurden die Gleise der Straßenbahn überspült. In Hetzbach (Odenwald/HE) trat die Mümling über die Ufer – zahlreiche Straßen und Keller wurden überflutet. Vom Abend des 29. auf den 30. traten in West- und Norddeutschland zahlreiche schwere Gewitter auf. Gleich mehrere Wohngebäude gingen wegen Blitzschlags in Flammen auf. Der Westen Niedersachsens, Teile Nordrhein-Westfalens, sowie Teile von Rheinland-Pfalz war von Starkregen und Hagelschlag betroffen. Zahlreiche Überspannungsschäden, gesperrte Straßen, vollgelaufene Keller, wurden von dort gemeldet. Hagel beschädigte Gebäude, Bäume wurden umgeweht. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Hagel
Am 29. traten einige Hagelschauer im Norden und Westen Deutschlands auf (s. o). 

 

Mai 2018

Zunehmende Trockenheit in Süddeutschland bereitet Getreidebauern und Winzern Sorge. Vor allem dem Weizen schadete die Trockenheit schwer. Platzregen, mehrere Zentimeter großer Hagel und Windböen bis 100 Kilometer in der Stunde sorgten am 10. in einigen Teilen Deutschlands für Überschwemmungen. In Lohbrügge (HH) und in Oststeinbek (SH) mussten jeweils ein Wohnhaus evakuiert werden, da Einsturzgefahr bestand. Zahlreiche Gebäude wurden ausgepumpt. Mancherorts fiel der Strom aus. Die Verkehrsbehinderungen waren erheblich. Aus Quickborn werden Hagelkörner mit einem Durchmesser von 5 cm gemeldet. Auch der Bereich Goslar (NI) war mit mehr als 100 Litern Niederschlag betroffen. Geröll und Schlamm auf der Fahrbahn behinderte den Verkehr. In Goslar wurden viele Fahrzeuge durch Hagelkörner so groß wie Golfbälle beschädigt. Betroffen war ebenfalls Lüneburg (NI). Auf der Rhön war der Hagel so heftig, dass der Winterdienst die Straßen räumen musste. Auch hier waren Fahrbahnen überflutet. Ähnlich auch im Stadt- und Landkreis Schweinfurt. Am 13. tobten Unwetter in Teilen Hessens und Niedersachsens. In Osnabrück wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll. Bei Blitzschlag wurden zwei Feldflächen in Brand gesetzt. Der Abschluss eines dreitägigen Konzerts fiel aus. In Ostfriesland wurde vermutlich ein Wohnhaus durch Blitzschlag in Brand gesetzt. Umgestürzte Bäume blockierten die Bahnstrecke bei Osnabrück, die A30 musste hier zeitweise gesperrt werden. Im Vogelsbergkreis (HE) wälzten sich einige Wasser- und Schlammmassen hangabwärts auch auf die Fahrbahnen. Dabei traf es die Orte Feldatal und Köddingen (HE) besonders hart. Auf dem Flughafen Köln-Bonn wurden Flüge gestrichen. Im Norden Saarlands wurden Straßen mit Wasser und Schlamm überflutet. Wegen eines Gewitters mit Starkregen wurden am 14. zahlreiche Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen abgesagt. Betroffen waren Südhessen, Teile von Rheinland-Pfalz, Teile des Saarlandes und Baden-Württembergs, sowie der Süden Bayerns. Am 15. entwurzelte eine Gewitterböe einen großen Baum in Frankfurt-Sachsenhausen – er fiel gegen eine Hausfassade. Ein eindrucksvoller Tornado fegte am 16. gleich über mehrere kleine Ortschaften im Landkreis Viersen (NRW). zwei Personen wurden verletzt und 50 Häuser schwer beschädigt. Bei weiteren Gewittern in NRW wurden aufgrund umgestürzter Bäume zahlreiche Straßen unpassierbar. Am 20. wurden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Straßen und Wanderwege wegen des starken Niederschlages gesperrt, Keller liefen voll. Eine Mure ging auf der Verbindungsstraße von Grafenaschau nach Schwaigen ab. Starker Hagel auch bei Krün (BY). Ein 22 Jahre alter Wanderer wurde am 21. in den bayerischen Alpen vom Blitz getroffen, sein 23 Jahre alter Begleiter wurde verletzt. Währenddessen stieg im Norden und Osten Deutschlands die Waldbrandgefahr. In Körbelitz (ST) wollte ein Mann mit Feuer Unkraut beseitigen. Durch die große Trockenheit verbrannte er versehentlich 2 Hektar Wald. Zwischen der Lüneburger Heide und der Oder wurde wegen der Waldbrandgefahr das Betreten der Wälder untersagt. Während sich die Trockenheit im Norden und im Nordosten Deutschlands verschärfte, wurden aus dem Süden und der Mitte Deutschlands weitere schwere Unwetter gemeldet. Vor allem in Hessen, NRW, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ober-Ohmen, ein kleiner Ort im Vogelsberg (HE), stand völlig unter Wasser. Am Frankfurter Flughafen wurden mehr als 100 Starts und Landungen gestrichen. Straßen standen unter Wasser, Keller liefen voll, Schlammlawinen lösten sich. Selfkant (Lk. Heinsberg- NRW) wurde mit voller Wucht getroffen: Der Ort war in wenigen Minuten überflutet. Am 23. war Rheinland-Pfalz, Südhessen, Nordbayern sowie Thüringen von Unwettern betroffen. In Hallstadt bei Bamberg fielen in 40 Minuten rund 120 mm Niederschlag. Diese überfluteten die Straßen und Keller, brachten Schlammlawinen mit. Unter anderem waren das Vogtland und Sachsen am 24. von Unwettern schwer getroffen worden. Schlamm und Geröll aus den Feldern wurden auf die Fahrbahnen und Gleise gespült und Keller liefen voll. Auch der Landkreis Cham (BY) wurde schwer getroffen. Ein Blitz schlug in das Gebäude einer Tankstelle ein. Am 25. wurden Ostbayern und Teile Frankens von Unwettern heimgesucht. In Zwiesel (BY) wurde ein Gully hochgedrückt, Pflastersteine wurden herausgespült und der Fahrbahnbelag auf 30 Metern beschädigt. Am 27. erneut schwere Unwetter in Teilen Deutschlands: Dabei werden ganze Ortschaften unter Wasser gesetzt, reißende Fluten mit Schlamm und Geröll flossen durch die Straßen. In Bochum wurden zwei Frauen von Blitz getroffen, Hagelmassen mussten mit Radladern geräumt werden. In einigen Gebieten gab es Katastrophenalarm. Besonders betroffen waren: der Norden Hessens und der Süden von Rheinland-Pfalz. Am 29. wurden das Sauerland und das Bergische Land von einem Unwetter heimgesucht. Besonders betroffen waren die Regionen Wuppertal und Aachen. In der Intensivstation einer Klinik drang Wasser ein, ein Tankstellendach knickte weg und beschädigte mehrere Fahrzeuge. Straßen und Gleise wurden überflutet. Am 30. wurden Hitzeschäden auf den Autobahnen in Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt gemeldet. Es folgten Ernteschäden in mehreren Regionen. In Niedersachsen wurde der Wassernotstand ausgerufen. Unwetter in Sachsen und Baden-Württemberg: Ein Blitz schlug in Freiburg in ein Sonnenschirm ein und verletzte 2 Personen. Durch eine Windböe wurde ein Maibaum auf ein Haus geworfen. Hohe Schäden am 31. aufgrund von Blitzeinschlägen, Überflutungen, Schlammlawinen und Hangrutschungen in Ostbayern. Konnersreuth wurde in einer Woche zweimal erwischt. Auch in Baden-Württemberg und NRW gingen Unwetter nieder.

Hagel
Gewitter und Starkniederschläge brachten im Mai häufig auch Hagel zwischen einem und 5 cm Durchmesser (siehe oben). 

 

Juni 2018

Heftige Gewitter, verbunden mit Starkniederschlag, verursachten zum Monatsanfang Überschwemmungen in zahlreichen Bundesländern. Unter anderem ließ im Raum Bitburg (RP) eine Gerölllawine beim Wilsecker Tunnel einen Zug entgleisen. In Lünebach (RP) konnten durch die Überflutungen aus dem dortigen Zoo gleich mehrere Großkatzen sowie ein Bär entfliehen. Nahe Saarbrücken (SL) waren die Autobahnen A1 und A620 aufgrund der Wassermassen nicht mehr befahrbar. In Berlin war der Flugbetrieb für mehrere Stunden unterbrochen. Am Flughafen Düsseldorf (NW) kam es ebenfalls zu Störungen. Während am 04. die Schifffahrt auf der Elbe zwischen Magdeburg (SN) und Dresden (SN) wegen Niedrigwasser eingestellt werden musste, kam es am Alpenrand zu heftigen Gewittern, welche beispielsweise in Garmisch-Partenkirchen (BY) und Lindau (BY) zu Überschwemmungen führten. Vom 06. und 07. gab es erneut Unwetter. Unter anderem drangen am 06. Wassermassen im Bereich Konz (RP) in zahlreiche Häuser ein. In Oberemmel (RP) wurde eine Straße unterspült. Auch in München (BY) standen Straßen unter Wasser, zudem verursachte ein Blitzschlag Probleme in S-Bahnverkehr. Heftige Windböen ließen Bauzäune und Bäume umstürzen. Blitzschläge verursachten etliche Dachstuhlbrände. Am 07. kam es an den Flughäfen Frankfurt (HE) und Stuttgart (BW) zu zahlreichen Flugausfällen; an letzterem wurde ein Airport-Mitarbeiter von einem Blitz getroffen. Starkregen führte erneut zu Überflutungen, so musste in Frankfurt am Main (HE) ein Krankenhaus nach einem Wassereintritt evakuiert werden. Blitzschläge verursachten Dachstuhlbrände. Im S-Bahnverkehr im Rhein-Main-Gebiet und im Bereich Stuttgart (BW) gab es Betriebsstörungen. In Kirchheim unter Teck (BW) fiel nach einem Blitzschlag der Strom aus. Im Bereich Erbach (HE) ergossen sich Schlamm und Matsch über die Straßen. Auf der A81 bei Ludwigsburg(BW) kam es zu Aquaplaning-Unfällen. Durch Starkniederschlag wurden in Plettenberg (NRW) Kanaldeckel hochgedrückt, in Meinigen (TH) und im Ilm-Kreis (TH) kam es zu großflächigen Überflutungen. Am 09. bis 12. gab es erneut Unwetter. Starkniederschläge führten zu zahlreichen Überschwemmungen, so verwandelte sich beispielsweise am 09. in Schwalmtal (HE) ein kleiner Bach in einen reißenden Fluss, in Markneukirchen (Vogtland/SN) wurde Schlamm und Geröll auf eine Straße gespült, die A14 wurde nahe Döbeln (SN) wegen Überflutung gesperrt. Auch in Leichingen (NRW) standen Straßen unter Wasser, ein Altenheim musste nach Wassereintritt geräumt werden. In Dudeldorf (RP) wälzte sich eine große Schlammlawine durch den Ort. In Heilbronn (BW) wurden ebenfalls mehrere Straßen, Unterführungen, Keller, Tiefgaragen sowie die Verkaufsräume von zwei Autohäusern überschwemmt. Örtlich ließen heftige Windböen Bäume umstürzen – Blitzschläge verursachten ebenfalls Schäden. Am 10. mussten nach einem kräftigen Gewitter mit Starkniederschlag in Kyllburg (RP) wegen eines drohenden Felssturzes mehrere Häuser geräumt werden. In Biersdorf (RP) musste ein Mann aus reißenden Fluten gerettet werden. In Sinsheim verursachten kräftige Windböen zusätzliche Schäden – mehrere Bäume wurden umgerissen und blockierten Straßen und Schienen. Am 11. kam es durch Starkniederschläge besonders im Südwesten und Süden zu Überflutungen. Unter anderem wurden im Kreis St. Wendel (SL) mehrere Häuser unterspült, in Heusweiler (SL) flossen Wassermassen in Geschäfte und einen Baumarkt. Die A8 zwischen Heusweiler (SL) und Saarlouis (SL) stand vollkommen unter Wasser. In Kirschheim unter Teck (BW) wurde ein PKW-Fahrer in seinem Fahrzeug vom Wasser eingeschlossen. In Reutlingen (BW) wurde der Bahnhof nach Überflutungen gesperrt. Auf der B10 in Göppingen (BW) geriet ein PKW durch einen hochgespülten Kanaldeckel ins Schleudern und prallte gegen eine Betonwand. Sturmböen verursachten zusätzlich Probleme im Bahn- und Straßenverkehr. Blitzschläge führten zu Bränden und Stromausfällen. In Niederbayern mussten wegen sinkender Pegelstände auf der Donau mehrere Abschnitte für die Schifffahrt gesperrt werden. Am 12. war der Süden nochmals von Unwettern betroffen – so wurden beispielweise in Rettenberg (Allgäu/BY) mehrere Häuser durch Schlamm und Geröll beschädigt. In Garmisch-Partenkirchen (BY) ertrank ein Mann in die Fluten der Partnach. Während der Süden mit Überschwemmungen kämpfte, herrschte in Norden und Osten weiterhin Dürre. Besonders in Sachsen-Anhalt kam es zu einigen Waldbränden, das Getreide musste teilweise notgeerntet werden. Auch die Viehwirtschaft litt unter der Trockenheit – örtlich lieferten die Weiden keine Nahrung mehr. Am 16. erfasste nahe Füchtorf (NRW) eine Gewitterböe einen Heißluftballon – mehrere Insassen wurden beim Absturz schwer verletzt. Heftige Sturmböen des Tiefs „Cathy“ verursachten besonders in Hamburg und Brandenburg Schäden. Unter anderem wurden in Hamburg Dachziegel auf Autos geweht, das abgerissene Dach eines Erdbeerstandes verletzte eine Frau am Kopf, zwei Segler kenterten mit ihrer Jolle und fielen in die Alster. Umgestürzte Bäume verursachten in Hamburg und Berlin (BB) Störungen im S-Bahnverkehr. Die Trockenheit ließ Wälder und Felder weiter austrocknen – teilweise genügte, wie beispielweise nahe Gülzow (SH) und Wenzendorf (NI), ein winziger Funken bei den Erntearbeiten, um ganze Felder samt Mähmaschinen in Brand zu stecken. Die Pegel einiger Flüsse sanken weiter, so konnte die Elbe bei Magdeburg (SN) beinahe zu Fuß überquert werden. Einige Badeseen mussten gesperrt werden, da das warme Wetter die Vermehrung von giftigen Blaualgen begünstigte. 

Tornado
Am 12. wurde bei Bissingen (Lkr Dillingen/BY) gegen Mittag ein Tornado beobachtet – keine Schadensmeldungen. Am 14. war morgens eine Wasserhose bei Stöttham (BY) auf dem Chiemsee unterwegs.

Hagel
Hagel bis etwa 3,5 cm Korngröße trat am 01. in Brandenburg und Berlin-Schönefeld auf. Am 04. gab es in Simmerberg (BY) und Weiler (BY) eine dichte Hageldecke auf den Straßen. Am 06. hagelte es in Rheinland-Pfalz und Bayern (bis 3cm), so in Neidernbach und Niederemenning – Hagelkörner verstopften Straßenabflüsse. In Ostrach (BW) wurden Felder beschädigt. Am 07. Hagel in Bochum (1cm), am 09. in Baden Württemberg und Sachsen (bis 3cm), am 10. in Mittweida (SN). Am 11. hagelte es in Bayern, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland – Größe bis 5cm in Furth im Wald (BY). Dächer, Kirchenfenster, Fahrzeuge, Gewächshäuser sowie Photovoltaikanlagen wurden beschädigt. In Hardheim-Walldürn (BW) wurden Fahrzeuge, Fassaden und Dächer beschädigt – ähnlich in Langensteinbach (BY) und Uttenhofen (BY). Am 27. hagelte es trotz „Hagelflieger“ in Rosenheim (BY).

 

Juli 2018

Anhaltende Trockenheit verursachte besonders im Norden und Osten Deutschlands Schäden an den Feldfrüchten. Zudem kam es zu Feld- und Waldbränden. So standen am 02. nahe Saxdorf (BB) eine Getreidefeld und einige Hektar Wald in Flammen. Wegen eines Feldbrands musste am 01. die A143 nahe Halle gesperrt werden. Bei Hattersheim (HE) konnte am 03. wegen eines brennenden Feldes die S-Bahn zwischen Frankfurt und Wiesbaden nicht verkehren. Nahe Kassel (HE) wurde bei Erntearbeiten ein Mähdrescher samt Ernte durch einen Brand vernichtet. Der Pegel der Elbe sank immer weiter ab, in einigen Abschnitten, wie bei Magdeburg (ST), musste die Schifffahrt eingestellt werden. Auch auf der Donau konnte wegen niedriger Wasserstände nahe Kloster Weltenburg (BY) kein Schiff mehr verkehren. Am 04. und 05. gab es in Sudwest- und Süddeutschland heftige Gewitter mit Starkregen. Unter anderem wurde nahe Rüdesheim (HE) Schlamm aus den Weinbergen auf die Straße geschwemmt – auch bei Trier (RP) kam es zu einem Hangrutsch. In Tamm (BW) liefen Wassermassen in einen Supermarkt, in Fellbach (BW) stand eine Tennishalle unter Wasser, in Bietigheim-Bissingen (BW) wurde eine PKW-Fahrerin in einer Unterführung vom Wasser eingeschlossen. Bei Stuttgart (BW) behinderten ein auf die Oberleitung gefallener Ast sowie überflutete Gleise den Bahnverkehr. Am 05. standen nach einem Unwetter im Kreis Limburg (HE) zahlreiche Straßen bis zu einem Meter hoch unter Wasser, etliche Fahrzeuge blieben in den Fluten stecken – auch Freibäder wurden durch Schlamm verschmutzt. In der völlig ausgetrockneten Lieberoser Heide (BB) kam es am 08. auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz zu einem Großbrand, welcher erst am 10. durch einsetzenden Starkniederschlag gelöscht wurde. Vom 10. bis 12. verursachte Starkregen örtliche Überschwemmungen. So standen beispielsweise am 10. in Bielefeld (NW) und Essen (NW) Straßen unter Wasser. Bei Plettenberg (NW) musste eine völlig verschlammte Bundesstraße gesperrt werden. Nahe Dietmannsried (BY) schleuderte eine PKW-Fahrerin bei einsetzendem Starkregen gegen ein am Fahrbahnrand stehendes Fahrzeug. Am 11. traf es Velten (BB), hier wurden Straßen und Keller überschwemmt. Am 12. kam es besonders in Berlin (BE) und Umgebung zu Überflutungen. Im Stadtbereich standen zahlreiche Straßen unter Wasser, die A100 wurde wegen Überschwemmung gesperrt, an einer U-Bahnstation fiel durch eindringendes Wasser ein Stück der Deckenverkleidung herunter. Am 15. gingen heftige Gewitter mit Starkregen über dem Südwesten nieder. Unter anderem standen in Bruchweiler-Bärenbach (RP) Straßen unter Wasser, auf einer Bahnstrecke in Landkreis Südwestpfalz (RP) wurde wegen Überschwemmungen der Zugverkehr eingestellt. In Homburg (SL) musste die B423 wegen Überflutung gesperrt werden. Bei Heilbronn (BW) wurde ein PKW-Fahrer von Wassermassen eingeschlossen. In Heubach (BW) liefen Garagen und Keller voll. In Kandern (BW) stand das Foyer eines Altenheimes unter Wasser. Während an einigen Orten Unwetter Überflutungen verursachten, litten andere Regionen unter der anhaltenden Trockenheit. Immer wieder kam es zu Feld- und Waldbränden. Durch Niedrigwasser konnten Frachtschiffe, z. B. auf dem Rhein, nicht mehr vollbeladen fahren. Im Kreis Dithmarschen und Nordfriesland (SH) wurde langsam das Trinkwasser knapp – Rasenbewässern, Autowaschen etc. wurde verboten. Auch die Landwirtschaft litt weiterhin unter der Dürre – nicht nur Feldfrüchte verdorrten und das Vieh, z. B. die Deichschafe in Hooksiel (SH) fand kein Futter mehr auf den Weiden. Vom 20. bis 22. gab es örtlich erneut Gewitter mit Starkregen. So musste beispielsweise am 21. die A65 im Kreis Germersheim (RP) wegen Überflutung gesperrt werden. In Meisenheim (RP) und auch in Landau (RP) wurden Straßen überschwemmt – zahlreiche Geschäfte und Keller wurden geflutet. Am 22. standen unter anderem in Göttingen (NI) Straßen unter Wasser – Keller und Geschäfte liefen voll. In Hockenheim (BW) konnten, wegen eines überfluteten Tunnels, die Zuschauer des Formel-1-Rennens den Ring nicht verlassen. Im Kreis Karlsruhe (BW) verursachte ein Unwetter ebenfalls Überschwemmungen. Blitzschläge führten zu Dachstuhlbränden. Am 24. stand in Burghausen (BY) nach einem Unwetter das Wasser fast einen halben Meter hoch in den Straßen – etliche Keller wurden überflutet. Durch die anhaltende Trockenheit und Hitze sank der Pegel des Bodensees – in einigen Teilen, wie im Bereich Lindau (BY), am Untersee (BW) und der Insel Mainau (BW) gab es Probleme bei der Schifffahrt. Hochsommerliche Temperaturen verursachten zudem Hitzeschäden. So musste am 24. am Flughafen Hannover (NI) der Flugbetrieb wegen sog. Blow-ups auf der Startbahn eingestellt werden. werden. Auf der A27 bei Bremerhaven (HB) kam es ebenfalls zu solchen Fahrbahnaufwölbungen. Einzelne Gewitter verursachten am 25. im Norden und in Bayern örtliche Überflutungen. Unter anderem standen in Ankum (NI) und Coesfeld (NW) Straßen unter Wasser. Heftige Windböen ließen Bäume umstürzen, so nahe Verden (NI), wo ein Baum auf die Bahnstrecke fiel – mehrere hundert Passagiere eines ICE mussten über 2 Std. in überhitzten Wagen auf Rettung warten. Bei Groß-Sarau (SH) musste die A20 wegen eines Böschungsbrands gesperrt werden. Durch kräftige Windböen wurde am 27. in Güsten (ST) das Dach eines Supermarktes stark beschädigt. Heftige Gewitter verursachten am 28. besonders im Norden und Osten Schäden. Starkregen führte zu Überflutungen wie beispielsweise in Königswalde (SN), wo Straßen mit Schlamm und Geröll überspült wurden. Auch nahe Eilenstedt (ST) musste eine Straße wegen einer Schlammlawine gesperrt werden. Heftige Windböen ließen Bäume umstürzen. Dadurch kam es, wie im Bereich Hannover (NI) und Bremen (HB), zu Störungen im Bahnverkehr. In Jena (TH) wurden die Stände eines Töpfermarktes schwer beschädigt, zudem verletzte am dortigen Schleichersee eine herabstürzende Baumkrone eine Familie schwer. Blitzschläge verursachten etliche Brände: Unter anderem brannte in Nöda (TH) das Dach eines Reihenhauses, in Wardenburg (NI) geriet eine Scheune samt angrenzendem Feld in Brand, in der Altmark (ST) wurden mehrere Gäste einer Familienfeier durch einen Blitzschlag verletzt.

Hagel
Hagel wurde am 04. an einigen Orten in Bayern und Baden Württemberg beobachtet. Unter anderem bildete sich in der Autobahnausfahrt Ludwigsburg (BW) eine 30cm dicke Hagelschicht. Vielfach wurden Weinreben und Obst beschädigt. Es fielen Hagelkörner bis max. 3,5 cm Größe in Bietheim-Bissingen (BW). Hagel auch am 05. in Ober-Mörlen und Ziegenberg (HE) sowie in Röttenbach (BY). Am 13. hagelte es in Angermünde (BB). Am 15. fiel Hagel in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern – es bildete sich in Rumbach (RP) eine 20 cm dicke Hagelschicht. Am 16, wurden dicke Hagelkörner von der Wasserkuppe (HE) gemeldet. Am 21. hagelte es in Rheinstetten (BW), am 27. In Großenhain (SN). Am 28. fiel in vor allem in Sachsen Hagel – bis zu einem Durchmesser von 4 cm, u. a. in Königswalde (SN), auch in Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

 

August 2018

Anhaltende Hitze und Dürre lies die Flusspegel weiter absinken. Auf Elbe und Oder musste die Schifffahrt teilweise komplett eingestellt werden. Auch auf dem Rhein konnten Lastschiffe nicht mehr mit voller Ladung fahren. Der Warentransport musste auf Schienen oder Straße verlegt werden. Kühlwasserentnahme der Industrie führte für die Lebewesen in den Flüssen zu einer weiteren Verschärfung der Situation. Die BASF in Ludwigshafen (RP) musste ihre Produktion drosseln. In Lohne (NI) kam es zu Druckabfällen bei der Wasserversorgung – dadurch war bei ca. 2500 Haushalten die Wasserversorgung zeitweise unterbrochen. Auch den Straßen setzte die Hitze zu, so wurde beispielsweise auf der A7 nahe Stadtallendorf (HE) ausgetretene Fugenmasse von LKWs über die gesamte Straße verteilt. Bei Sinsheim (BW) musste die A6 wegen Fahrbahnverformungen gesperrt werden. Örtliche heftige Unwetter verursachten vom 02. bis 04. zahlreiche Schäden. Unter anderem wurde am 02. in Bernsdorf (SN) ein Campingplatz vom Starkregen überflutet. Bei Gommern (ST) wurden Fahrbahnen und Gleise durch Starkregen unterspült. In Regensburg (BY) standen ebenfalls zahlreiche Straßen unter Wasser. Im dortigen Gesundheitsforum führte eindringendes Wasser zu einem Stromausfall. Bei Eisleben (ST) gerieten durch Blitzschlag Dachstühle in Brand. In der Oberpfalz (BY) wurden 15 Personen auf einem Campingplatz durch einen Blitzschlag verletzt. Heftige Windböen ließen zahlreiche Bäume umstürzen. Am 04. wurden durch Gewitterböen in Nierstein (RP) Ziegel von Dächern geweht, Bäume stürzten um. In Frankfurt (HE) lösten Windböen Gerüstteile an einem Hochhaus. Starkniederschläge verursachte unter anderem in Nürnberg Überflutungen. Am 07. waren heftige Gewitter in Süd und Mitteldeutschland unterwegs. Besonders betroffen war Mittel- und Südhessen, hier führte unter anderem Starkregen in Kirchhain (HE) zu Überflutungen, etliche Straßen und Gebäude standen unter Wasser – wegen erheblicher Schäden am Schulgebäude musste der Unterricht abgesagt werden. Heftige Windböen ließen im Kreis Marburg-Biedenkopf (HE) Bäume umstürzen – dadurch wurde unter anderem ein Linienbus blockiert. Im Kreis Darmstadt-Dieburg (HE) fielen Bäume auf die A67 und sorgten für Behinderungen. Bei großer Trockenheit brannte bei Siegburg (NW) eine Böschung an einer ICE-Strecke. Durch das rasch um sich greifende Feuer brannten zuletzt auch mehrere Häuser – 40 Personen wurden verletzt. In etlichen Orten im Taunus (HE) musste wegen der Dürre der Wassernotstand ausgerufen werden – Bürger wurden zum Wassersparen aufgerufen. Am 08. gab es in Süd- und Ostdeutschland Gewitter; unter anderem wurden dabei in Grünhain (SN) zwei Frauen in ihrem Zelt durch einen umfallenden Baum verletzt und in Gera (TH) deckte der Sturm mehrere Dächer ab. Am 09. verursachten Unwetter mit kräftigen Windböen zahlreiche Schäden. Umstürzende Bäume behinderten den Straßen- und Bahnverkehr, so wurde der Zugverkehr auf der Schnellbahnstrecke Frankfurt-Köln eingestellt, am Frankfurter Hauptbahnhof (HE) saßen Reisende stundenlang fest, in Norddeutschland gab es ebenfalls massive Probleme im Bahnverkehr. Nahe Seligenstadt (HE) behinderten Bäume auf die A3 den Verkehr. Auch die A23 bei Büsum (SH) musste wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Der Flugverkehr war ebenfalls betroffen, so musste die Abfertigung in Frankfurt (HE) für eine halbe Stunde eingestellt werden. In Hamburg (HH) wurden zwei Personen durch einen umfallenden Baum verletzt. In Bad Vilbel (HE) verletzte eine vom Sturm herabgerissene Markise mehrere Café-Besucher. Auf der A4 nahe Eisenach (TH) führte von den Feldern aufgewirbelter Staub zu starken Sichtbehinderungen. Durch beschädigte Stromleitungen kam es, wie beispielsweise Mühlacker (BW) zu Stromausfällen. Blitzschläge verursachten mehrere Brände und führten unter anderem in Berlin (BE) zu Störungen im S-Bahnbetrieb. Am 13. traten örtlich starke Gewitter auf, so fielen durch Sturmböen im Kreis Starnberg (BY) etliche Bäume um, in Bremen (HB) standen nach Starkniederschlag einige Straßen unter Wasser. Einzelne heftige Gewitter verursachten am 17. besonders in Sachsen und Thüringen Schäden. Unter anderem kam es zu Schlammlawine in Tiefurt (SN). Im Erzgebirge bedeckte nahe Lößnitz (SN) von einem Feld geschwemmte Erde eine Straße mit einer 15cm dicken Schlammschicht. In Weimar (TH) verwüsteten Starkniederschläge und Sturmböen den Schlosspark Belvedere. Dort wurde auch ein Linienbus von einem umstürzenden Baum getroffen. Durch Aquaplaning kam es auch der A4 im Kreis Melligen (TH) zu mehreren Unfällen. Am 23. rückte die Feuerwehr 80 mal wegen Starkregens alleine im Landkreis Ebersberg (BY) aus. Bäume waren umgeknickt, Keller vollgelaufen und Unterführungen geflutet. In Aidlingen im Lk. Böblingen (BW) verstopfte ein Abflussrohr auf dem Dach eines Supermarktes. Das Dach hielt dem Druck des Wassers nicht stand und brach ein. In Denzlingen (BW) schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein und setzte es in Brand. Auch im Landkreis Regensburg kam es zu Starkregen, auch hier liefen Keller voll. Fünf Zentimeter dicker Hagel fiel In Freilingen (NRW) vom Himmel und verwandelte die Straßen in Rutschbahnen. Schwere Sturmböen ließen Bäume auf die Straßen fallen. Wegen eines riesigen Waldbrandes nahe Berlin mussten 600 Bewohner ihre Häuser verlassen. Am 29. verdunkelte ein Gewitter den Himmel über Teilen Schwabens: Bäume und Gegenstände stürzten auf die Straße, es kam örtlich zu Überflutungen.

Tornado
Am 13. verursachte ein Tornado bei Herscheid (NW) zahlreiche Schäden auf dem Bergfestgelände. Am 25. wurde eine Wasserhose vor Sylt gesichtet – am Darßer Ort (MV) sowie in der Nähe des Ostseebades Prerow gleich zweimal (MV), sowie in der Nähe des Ostseebads Kühlungsborn (MV).

Hagel
Hagel trat am 01. in Ewattingen (BW, bis 3,5 cm) sowie am Hohenpeißenberg auf. Am 02. auch in Berggieshübel (SN, bis 2,5 cm), am 04. ebenfalls in Amberg-Sulzbach (BY). Am 07. Hagel auch in Hessen (bis 2 cm in Seeheim und Kirchhain) sowie bis etwa 1 cm in Neustadt bei Stadtallendorf, ebenfalls in Suzbach-Rosenberg (BY), in Calmbach (BW) und in Neuweiler-Kleinenztal (BW). Am 08. hagelte es in Böhringen (BW) und Nobitz (TH, bis 2 cm) sowie in Dortmund (NW). Am 13. trat Hagel in Bayern und Thüringen auf, bis 3,5 cm in Starnberg (BY) sowie in Söckingen (BY). Am 17. Hagel in Kospoda (TH), im Weimarer Land und in Neustadt a. d. Orla (TH). Am 23. Hagel in Hohenpeißenberg bis etwa 0,7 cm, in Niedereschach (BW) bis 2 cm Größe. Ferner waren Teile des Ebersberger Landkreises (BY) sowie Teile von Rheinland-Pfalz mit Hagelschlag betroffen. In Steinen (RP) fielen bis 5 cm dicke Brocken vom Himmel. Am 25. wurde aus Angermünde Hagel gemeldet. Am 29. Hagel in Schwaben bis 5 cm.

 

September 2018

Extreme Trockenheit ließ die Flusspegel weiter sinken – teilweise traten dadurch auch uralte Schiffwracks und Kriegshinterlassenschaften zu Tage. Erneut kam es auch zu Waldbränden. Unter anderem geriet nahe Meppen (NI) eine große Moorfläche auf einem Truppenübungsplatz bei einer Übung in Brand. Am 04. kollidierten im dichten Nebel auf der B9 bei Kerken (NW) zwei PKW – beide Fahrer wurden schwer verletzt. Am 04. stürzte bei einem Unwetter in Duisburg (NW) durch Starkregen ein Teil eines Supermarktdaches ein. Einzelne heftige Gewitter mit Starkniederschlag verursachten am 06. Überschwemmungen. So wurden beispielsweise in Kaufungen (HE) Straßen überflutet, zudem gab es Probleme im Straßenbahnverkehr. In Heilbad Heiligenstadt (TH) wurde eine Umgehungsstraße mit Schlamm- und Geröll überspült. In Kirn (RP) und der Verbandsgemeinde Rüdesheim (RP) wurden Straßen und Geschäfte überschwemmt. Im Kreis Böblingen mussten 250 Ferkel aus einer vom Schlamm überfluteten Schweinezucht gerettet werden. In Calw (BW) kam es durch Starkregen zu Verkehrsbehinderungen – zudem drang Wasser in ein Krankenhaus ein. Durch einen Blitzschlag wurde ein Glockenturm in Daubach (RP) beschädigt. In der Verbandsgemeinde Rüdesheim (RP) kam es durch Blitzschläge zu Störungen im Internet. Am 13. verursachte gewittriger Starkregen in Egweil (BY) und Odelshausen (BY) Überschwemmungen. Am 17. kam es erneut in Nordrhein-Westfalen sowie in Brandenburg zu Waldbränden unter anderem standen in Unglinghausen (NRW) 1000 qm sowie in Tiefensee (BB), wo zwei bis drei Hektar in Flammen standen. Heftige Gewitter mit Starkniederschlag verursachten am 18. und 19. in Süddeutschland etliche Schäden; So stand in Eutingen (BW) ein Sportgelände unter Wasser – einige Personen in einem dortigen Verkaufshäuschen wurden von Wassermassen eingeschlossen. In Maulburg (BW) wurden Schlamm und Geröll auf eine Landstraße gespült. In Waldersdorf (BY) fielen durch einen Blitzschlag Telefon und Internet aus. Am 21. zog Sturmtief Elena über den Norden Deutschlands und verursachte dabei zahlreiche Schäden. Heftige Windböen ließen zahlreiche Bäume umknicken und führten zu Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr. So kollidierten beispielsweise nahe Neustrelitz (MV) mehrere PKW mit einem umgestürzten Baum. Bei Stade (NI) durchbrach ein Ast den Führerstand einer Bahn. Zahlreiche Schiffsverbindungen zu den Nordseeinseln wurden eingestellt. Im Hamburger Hafen wehte der Sturm mehrere Container um – dabei wurde der Fahrer eines LKW in seinem Führerhaus eingeklemmt. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald (MV) verursachte aufgewirbelter Sand und Staub starke Sichtbehinderungen auf zahlreichen Straßen. Ein in Seenot geratener Surfer musste vom Tollensesee (MV) gerettet werden. Am 23. verursachte Sturmtief Fabienne in der Südhälfte Deutschlands zahlreiche Schäden. Es kam zu massiven Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr. Unter anderem war der Zugverkehr auf den Strecken Mainz (RP) – Mannheim (BW), Koblenz (RP) – Limburg (HE) und Nürnberg (BY) -Stuttgart (BW) unterbrochen. Mehrere Autobahnen, wie die A5 nahe Heidelberg (BW), die A67 bei Rüsselsheim (HE) sowie die A93 bei Weiden (BY) mussten wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Am Frankfurter Flughafen wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Vielerorts wurden Dächer, wie in Nieder-Olm (RP) und in Untersteinbach (BY) abgedeckt, in Stadelschwarzach (BY) wurde der gesamte Dachstuhl des Kirchturms heruntergeweht. In Langen (HE) wurde der Kletterwald komplett zerstört. Nahe Nierstein (RP) und im Landkreis Kitzingen (BY) riss der Sturm etliche Strommasten um – es kam, wie auch im Vogtland (SN) und Erzgebirge (SN) zu Stromausfällen. Auf dem Flugplatz Ringheim (BY) wurde ein Flugzeug, im Landkreis Aschaffenburg (BY) der Schwimmbagger eines Kieswerks umgeweht. In Endersbach (BW) fegte der Sturm zwei 2 Tonnen schwere Container auf ein Firmendach. Auf einem Campingplatz bei Ebrach (BY) wurde eine Frau von einem Baum erschlagen. In Offenbach (HE) erlitt ein Junge durch einen abgebrochenen Ast schwere Verletzungen. Nahe Stockstadt (BY) wurde ein PKW-Fahrer und bei Epfenbach (BW) ein 4-jähriger Junge durch einen umstürzenden Baum lebensgefährlich verletzt. Starkniederschläge führten zu Schlammlawinen, wie beispielsweise in Bad Hersfeld (HE) und im Wartburgkreis (TH). Auf der A4 bei Gotha (TH) gab es etliche Aquaplaning-Unfälle. Am 30. drückten bei Bottrop (NW) Fallwinde einen Heißluftballon gegen den Mast einer Hochspannungsleitung – dort blieb er hängen, die Insassen konnten gerettet werden.

Hagel
Hagel wurde am 06. in Kaufungen (HE), in Kirn und auf dem Hohenpeißenberg (BY) beobachtet. Am 18. hagelte es in St Georgen im Schwarzwald (BW) mit Korngrößen zwischen 3 und 4 cm. Dabei wurden PKWs beschädigt, die Straßen waren komplett mit Eis bedeckt. Zudem wurd in Eutingen (BW), Steinen/Maulburg (BW) sowie in Einmeldingen (BW) Hagel beobachtet. Am 19. fielen in Waldershof (BY) 2 bis 3 cm große Hagelkörner und in Luhe-Wildenau (BY) bis 3 cm große. Am 21. hagelte es abends in Emsdorf-Hirschwald (BY), am 24. wurde Hagel in Bremen (HB) beobachtet.

 

Oktober 2018

Am 02. gerieten auf der A8 durch einen Graupelschauer nahe Schweinbach (BY) mehrere Fahrzeuge ins Rutschen. Bei einem Überholmanöver im dichten Nebel verlor ein PKW-Fahrer durch die Kollision mit einem entgegen kommendem Traktor sein Leben. Im dichten Nebel stießen auf der B10 bei Tomerdingen (BW) mehrere Fahrzeuge zusammen. Trockenheit ließ die Flusspegel weiter sinken. Nahe der Loreley (RP) fuhr ein Tankschiff bei Niedrigwasser gegen einen Felsen. Zahlreiche Fährverbindungen, wie beispielsweise die Rheinfähren bei Niederheimbach (RP) und die Fähren bei Mannheim (BW) mussten den Betrieb einstellen. Die Köln-Düsseldorfer Schifffahrtsgesellschaft stellte ihren Fahrgastbetrieb zwischen Mainz (RP) und Düsseldorf (NW) ein. Auch zwischen Magdeburg (ST) und Dresden (SN) wurde der Schiffverkehr komplett eingestellt. Auf anderen Flüssen war die Schifffahrt ebenfalls nur noch eingeschränkt möglich. In etlichen Stauseen, wie am Edersee (HE) oder am Möhnesee (NW), sank der Wasserspiegel auf extrem niedrige Werte. In einigen Dörfern im Sauerland (NW) begannen die Quellen zu versiegen. Auch die Landwirtschaft litt weiterhin unter der Trockenheit, Weihnachtsbaumsetzlinge verdorrten. Am 19. kollidierte bei Obenhausen (BY) eine PKW-Fahrerin im dichten Nebel mit einem auf der Straße stehendem Fahrzeug. Am 20. krachte eine PKW-Fahrerin nahe München (BY) bei schlechten Sichten in einer Baustelle gegen einen abgestellten Bagger. Bei Rüthen (NW) übersah bei Nebel am 22. ein PKW-Fahrer eine Verkehrsinsel und prallte gegen einen Baum. Nahe Weyher (HE) kollidierte im dichten Nebel ein PKW-Fahrer mit einer Schafherde. Am 23. führte Sturmtief Sieglinde zu Störungen im Fährverkehr auf der Nordsee, z. B. nach Helgoland, und auf der Ostsee nach Rügen. Die Auswilderung junger Seehunde (Seehundstation Norddeich) musste wegen des kräftigen Winds ebenfalls verschoben werden. Durch die Sturmflut standen Teile des Fischmarktes in Hamburg (HH) unter Wasser. In Sankt Peter-Ording (SH) wurde der Strandparkplatz überschwemmt. Von der Insel Wangerooge (NI) wurden Teile des Strandes weggerissen. Bei Brunsbüttel (SH) wurde ein Tankschiff gegen die Schleusentore gedrückt. Wegen starker Windböen musste die Brockenbahn ihren Betrieb einstellen. Bei morgendlicher Straßenglätte kam es am 28. besonders in Mecklenburg-Vorpommern zu mehreren Unfällen, unter anderem mussten die A20 und die A14 in der Folge gesperrt werden. Auf der Talbrücke Poischower Mühlenbach (MV) geriet ein PKW-Fahrer ins Schleudern und prallte gegen die Mittelleitplanke. Schneefälle führten am 29. in den Höhenlagen Süddeutschlands zu ersten Problemen. So verursachte der Schnee auf der Bahnstrecke Ulm (BW) – Memmingen (BY) Störungen an Weichen und Signalen. Auch der Straßenverkehr war betroffen, unter anderem geriet auf der A81 bei Tuningen (BW) ein PKW-Fahrer ins Schleudern und prallte gegen eine Betonwand. Bei St. Georgen (BW) fiel durch Schneebruch ein Baum auf zwei PKW. Heftige Windböen verursachten am 30. erneut Schäden. So fielen im Harz, im Kreis Clausthal-Zellerfeld (NI), etliche Bäume um. In Witten (NW) riss der Sturm am Rathaus mehrere Abdeckplanen von einem Baugerüst. In Homberg/Efze (HE) fiel ein Baum auf zwei abgestellte PKW. Im Schwalm-Eder Kreis (HE) und im Kreis Hersfeld-Rotenburg (HE) waren mehrere Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert. Auch auf der Bahnstrecke durchs Lossetal (HE) kam es zu Problemen. Durch heftigen Sturm fielen auch in Oberbayern und Franken zahlreiche Bäume um. Es kam zu Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr. Mehrere Autobahnen, wie die A8 nahe Bergen (BY), wurden wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt. Nahe dem Tegernseer Bahnhof (BY) prallte ein Zug gegen einen Baum. Bei Traunstein fuhr ein PKW gegen einen Baum. In Bad Heilbrunn (BY) wurde das Dach einer Kapelle durch Baumteile eingedrückt. Durch morgendliche Straßenglätte kam es am 31. zu mehreren Unfällen. Unter anderem gerieten auf der A1 nahe Bierfeld (SL) mehrere Fahrzeuge ins Rutschen – es kam zu einer Massenkarambolage. In Bad Laasphe (NW) kollidierte eine PKW-Fahrerin mit einem entgegenkommenden Rettungsfahrzeug und verletzte sich schwer. Im Kreis Kronach (BY) zog sich eine PKW-Fahrerin nahe des Ölschnitzsees bei einem Glätteunfall ebenfalls schwere Verletzungen zu.

Hagel:
Hagel bis 2 cm Größe wurde am 01. in Scheßlitz (BY) und in Straßgriech (BY) beobachtet.

 

November 2018 

Im herbstlichen Nebel kam es vom 05. bis 08. zu einigen Unfällen. Unter anderem erlitt am 06. nahe Nürtingen (BW) ein Radfahrer beim Zusammenprall mit einem PKW tödliche Verletzungen. In der Region Hannover (NI) übersah ein PKW-Fahrer ein entgegenkommendes Fahrzeug und erlitt beim Unfall schwere Verletzungen. Bei Nordhausen (TH) verlor ein LKW-Fahrer die Orientierung und rutschte einen Abhang hinunter. Nahe Hirschau (BY) übersah eine PKW-Fahrerin einen vorausfahrenden LKW und fuhr auf diesen auf. Bei Bad Freienwalde (Oder/BB) kam ein PKW-Fahrer von der Fahrbahn ab und fuhr in eine Gaststätte. Trockenheit und Dürre führten zu weiter sinkenden Flusspegeln, so dass die Binnenschiffer immer weniger Ladung transportieren konnten. Dadurch kam es unter anderem zu Problemen bei der Versorgung von Tankstellen. Durch Aquaplaning verlor am 10. auf der A5, nahe dem Bad Homburger Kreuz, ein PKW-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einen weiterem PKW. Bei Traunreut (BY) fuhren im dichten Nebel auf einer Kreuzung zwei Fahrzeuge in einander. Durch Blitzschläge kam es am 13. in Brandenburg zu Bränden, wie beispielsweise in Berkenbrück (BB), wo eine Scheune beschädigt wurde. In Jüterborg (BB) geriet ein Dachstuhl in Brand. Im dichten Nebel übersah am 14. nahe Waghäusel (BW) eine PKW-Fahrerin beim Abbiegen ein entgegen kommendes Fahrzeug und kollidierte mit diesem. Nahe Bad Kissingen (BY) geriet ein PKW-Fahrer auf die Gegenfahrbahn und prallte mit dem Gegenverkehr zusammen. Morgendliche Fahrbahnglätte führte am 16. und 17. zu einigen Unfällen; unter anderem schlitterte nahe Freihung (BY) eine PKW-Fahrerin von der Fahrbahn; bei Geismar (TH) geriet ein PKW-Fahrer ins Schleudern und landete auf der Leitplanke. Nahe Weißendorf (BY) verlor eine PKW-Fahrerin auf abschüssiger Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug und überschlug sich. Bei ersten Schneefällen kam es am 19.und 20. zu Unfällen, so rutschte beispielsweise am 19. nahe Emlichheim (NI) ein PKW-Fahrer in einer Kurve von der Fahrbahn und trug schwere Verletzungen davon, in Hagen (NW) schlitterte ein Linienbus gegen mehrere parkende Fahrzeuge. Im Hunsrück (RP) fuhren sich bei Morbach mehrere LKW fest. Auf der A71 rutschte nahe Erfurt (TH) eine PKW-Fahrerin von der Fahrbahn und verletzte sich schwer. Bei Dippoldiswalde (SN) verlor eine PKW-Fahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug und rutschte einen bewaldeten Abhang hinunter. Nahe Nesselwang (BY) geriet am Stau-Ende ein Milchlaster in einer abschüssigen Kurve ins Rutschen und schlitterte eine Böschung hinunter. Im Vogelsberg (HE) wurde wegen Schneefall der Linienbusverkehr zeitweise eingestellt. Auch im Erzgebirge (SN) konnten keine LKWs und Busse verkehren – es kam zu langen Staus. Bei Winterberg (NW) schlitterte ein Bierlaster in den Graben. Schwere Verletzungen erlitt ein PKW-Fahrer am 24. nahe Warendorf (NW) als er von der vereisten Fahrbahn gegen einen Baum prallte. Erneuter Schneefall führte am 26. und 27. in Bayern zu Behinderungen. Unter anderem geriet nahe Burghausen (BY) ein PKW-Fahrer ins Rutschen und landete in einem angrenzenden Wald. Am Münchner Flughafen kam es zu Verzögerungen im Flugverkehr. Bei Wolzach (BY) schlitterte ein PKW-Fahrer gleich gegen drei Verkehrsschilder. Im Bereich Geroldshausen (BY) stürzten durch Schneebruch etliche Bäume auf eine Straße. Kräftige Windböen ließen am 29. im Landkreis Sächsische Schweiz (SN) einige Bäume umstürzen – auch das Dach eines Schuppens wurde beschädigt. Auf gefrorenen Boden fallendender Regen und Glätte führte am 30. im Südosten zu zahlreichen Unfällen. Auf spiegelglatten Fahrbahnen gerieten Fahrzeuge und Fußgänger ins Rutschen – bei Roding (BY) fand ein Betonmischer auf abschüssiger Straße keinen Halt und kippte schließlich auf einen unterhalb stehenden PKW. Im Landkreis Tirschenreuth (BY) musste auf Grund der Glätte der Unterricht ausfallen. Selbst Streufahrzeuge, wie z. B. in Loitzendorf (BY) gerieten ins Rutschen. Bei Leonberg (BY) schlitterte ein LKW gegen ein Haus.

Hagel:
Am Abend des 13. wurde in Lindenberg (BB) Hagel mit einem Durchmesser von knapp einem Zentimeter beobachtet.