Silvesterfeuerwerk in Würzburg

Das gilt Silvester 2020 in Würzburg

Die Stadt Würzburg weist aktuell noch einmal auf die Regelungen für die Silvesternacht hin: Durch eine Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetzt wurde in diesem Jahr der Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 (Silvesterfeuerwerk, wie Raketen, Batterien, Knaller) an Verbraucher untersagt.

Auch in der Silvesternacht gilt die bayernweite nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Sie besagt, dass man sich nachts nur bei gewichtigen und unabweisbaren Gründen, z. B. bei medizinischen Notfällen oder bei beruflicher Tätigkeit etc., außerhalb einer Wohnung aufhalten darf. Das Abbrennen eines Feuerwerks, wenn man z. B. noch aus dem Vorjahr Restbestände von pyrotechnischen Gegenständen hat, ist in keinem Fall ein Grund nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die Wohnung zu verlassen.

Hinzu kommen ein bayernweites Konsumverbot von Alkohol und ein Ansammlungsverbot im öffentlichen Raum. Lediglich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen dürfen maximal zwei Hausstände mit insgesamt fünf Personen (zuzüglich der zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren) zu Hause feiern.

 

Auch wenn einerseits durch die nächtliche Ausgangssperre niemand zum Böllern die Wohnung verlassen darf und andererseits ein deutschlandweites Verkaufsverbot besteht, bleibt dennoch zusätzlich die Würzburger Rechtslage aus den Vorjahren bestehen: Danach ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf der Domstraße, dem Domplatz sowie dem Platz am Vierröhrenbrunnen und auf der Alten Mainbrücke verboten. Hinzu kommen die Verbote rund um die Wallfahrtskirche „Käppele“ inkl. Vorplatz sowie Verbote im Bereich der Festungsanlage Marienberg und rund um die Würzburger Residenz inkl. Residenzplatz. Auch die sonstigen gesetzlichen Verbote, wie das Abbrennverbot in unmittelbarer Nähe (8 Meter) von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, bleiben ergänzend in Kraft.

„Wir wissen um die Brisanz der Einschränkungen. Dennoch ist die Einhaltung der Ausgangssperre und damit der Verzicht auf das Böllern sehr wichtig“, so Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. Er weist darauf hin, dass durch die andauernde angespannte Corona-Pandemie Krankenhäuser und Notfallambulanzen bereits jetzt stark belastet sind. „Da ist jeder Unfall einer zu viel“, meint er. Daher fordert er nachdrücklich dazu auf, auch auf privaten Flächen auf ein Abbrennen von Feuerwerkskörpern gänzlich zu verzichten.

Das Ordnungsamt der Stadt hat für die Silvesternacht ein Sicherheitskonzept mit der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt abgestimmt. Für die Umsetzung dieses Konzeptes werden auch der Kommunale Ordnungsdienst sowie Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes zum Schutz von öffentlichen Einrichtungen und Brücken im Einsatz sein.

 

Quelle: Stadt Würzburg


 

Ruhige Silvesternacht für die unterfränkische Polizei

 

UNTERFRANKEN. Der ganz überwiegende Teil der unterfränkischen Bevölkerung hatte sich in dieser besonderen Silvesternacht erfreulicherweise an die Corona-Beschränkungen gehalten und der Polizei wenige Einsätze beschert. So wird diese Silvesternacht vielen als ausgesprochen ruhig in Erinnerung bleiben. Die unterfränkische Polizei wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Das Einsatzgeschehen zum Jahreswechsel kann insgesamt als sehr ruhig bezeichnet werden. Die Straßen waren in den Nachtstunden menschenleer, die Aktivitäten hinsichtlich des Abbrennens von Pyrotechnik waren verschwindend gering. Trotz einzelner Verstöße gegen die Corona-Regeln kam es zu keinen größeren Menschenansammlungen. Die Gesamteinsatzzahl liegt mit rund 180 Einsätzen deutlich unter dem Einsatzgeschehen der Silvesternächte der Vorjahre. Im vergangenen Jahr mussten die unterfränkischen Streifen zum Vergleich 314 mal ausrücken, im Vorjahr wurden 317 Einsätze gezählt.

 

Zahl der Einsätze und Verkehrsunfälle niedrig
Insgesamt 43 Mal wurden die unterfränkischen Beamten im Regierungsbezirk zu Ruhestörungen gerufen. Mit nur zwei Körperverletzungsdelikten und bislang keiner gemeldeten Sachbeschädigung, die es aufzunehmen galt, ist die Zahl dieser Straftaten so niedrig wie wohl selten in einer Silvesternacht. Besonders erfreulich ist auch, dass nur insgesamt fünf Verkehrsunfälle auf den Straßen passierten und nur eine Person leicht, aber niemand schwer verletzt wurde.

Strikte Corona-Kontrollen zeigten Wirkung
Die Hauptaufgabe der unterfränkischen Beamtinnen und Beamten lag somit in dieser außergewöhnlichen Silvesternacht darin, die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen zu kontrollieren. Insgesamt wurden in ganz Unterfranken rund 220 Verstöße gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgestellt. Etwa 30 mal musste das Fehlen eines Mund-Nasen-Schutzes beanstandet werden, rund 115 Anzeigen wurden wegen Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen aufgenommen Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen werden die Vorgänge der jeweiligen örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde zur weiteren Entscheidung (d.h. Verfolgung und Ahndung) vorgelegt.

 

Brände und vereinzelte Feiern

Zwei Großbrände hatten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Landkreis Kitzingen in der Nacht in Atem gehalten. Im Wiesentheider Ortsteil Feuerbach und in Kaltensondheim, einem Ortsteil von Biebelried, hatten jeweils Scheunen auf landwirtschaftlichen Anwesen Feuer gefangen und nicht unerheblichen Schaden angerichtet (wir berichteten).

Auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Gelchsheim (Lkr. Würzburg) hatte eine Gruppe aus zwölf jungen Menschen in einem Hangar eine Party gefeiert. Ein 23-Jähriger hatte dabei an die übrigen Gäste im Alter von 17 bis 23 Jahren offensichtlich Betäubungsmittel verkauft. Die Ochsenfurter Polizei beendete mit Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste die Feier gegen 23.00 Uhr und leitete gegen alle Personen Ermittlungen wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung ein. Den 23-Jährigen erwartet zudem ein Strafverfahren wegen diverser Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Der Sicherheitsdienst der Ankereinrichtung in Geldersheim (Lkr. Schweinfurt) hatte gegen 02.00 Uhr die Schweinfurter Polizei zu Hilfe gerufen, da eine Gruppe von 15 Personen ihre gemeinsame Feier nicht beenden wollte. Die Beamten leiteten auch hier Bußgeldverfahren ein und lösten die Party auf. Ein besonders uneinsichtiger 32-Jähriger Bewohner der Eirichtung musste in Gewahrsam genommen werden und die restliche Nacht in der Polizeizelle verbringen.

In Mensengesäß (Lkr. Mömbris) hatte der Besitzer einer Bar in der Bahnhofstraße bereits am Donnerstagnachmittag für Gäste geöffnet. Trotz eindringlicher Belehrung schenkte er dann auch in der Silvesternacht wieder Getränke an Gäste aus. Die Aschaffenburger Polizei nahm den Mann in Gewahrsam und leitete Bußgeldverfahren gegen ihn und seine Gäste ein.

 

Dank an alle vernünftigen Bürgerinnen und Bürger

Die unterfränkische Polizei bedankt sich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an die Regeln zur Eindämmung des Corona-Virus gehalten haben und den Jahreswechsel dieses Jahr sehr viel ruhiger und mit möglichst wenig Kontakten gefeiert haben.

 

Quelle: Polizeipräsidium Unterfranken

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