Städtetourismus stärkte 2025 Würzburgs Wirtschaft
Zuwächse bei Gästezahlen in herausfordernden Zeiten
Trotz einer insgesamt herausfordernden wirtschaftlichen Lage in Deutschland blickt Würzburg auf ein solides städtetouristisches Geschäftsjahr 2025 zurück. Die stabile Gästeentwicklung der Vorjahre konnte erneut ausgebaut werden. Das Würzburger Gastgewerbe beherbergte 692.691 Übernachtungsgäste, welche 1.100.832 Übernachtungen in der Stadt tätigten – ein Zuwachs von 2,6 %. Hinzu kommen Tagesgäste aus aller Welt (13,4 Millionen in 2024), zu denen beispielsweise auch die Gäste der im vergangenen Jahr rund 1.000 Schiffsanlegungen zählen.
Stärkster ausländischer Markt waren im Jahr 2025 die Niederlande mit 26.374 Übernachtungen (+3,5 %). Reisende aus den USA stellen mit 25.927 Übernachtungen den stärksten Überseemarkt dar. Die Steigerung beträgt beachtliche 58,1%. Es folgt die Schweiz mit 13.279 Übernachtun-gen (+ 2,0 %), Österreich mit 12.068 Übernachtungen (+ 4,0 %) und Großbritannien mit 9.437 Übernachtungen (+ 2,1 %). Rund 85% der Übernachtungsgäste stammen aus Deutschland, der Zahl der Gäste aus dem Ausland hat zugleich eine weitere Steigerung erfahren (+3,8 %).
Das Übernachtungsergebnis spiegelt damit einerseits die wachsende Zahl touristischer Betriebe wider, andererseits ist eine zunehmende Internationalisierung der Nachfrage festzustellen. Auch die Sichtbarkeit der Stadt im internationalen Wettbewerb konnte weiter erhöht werden: Empfehlungen durch internationale Medien nehmen spürbar zu. Als einzige deutsche Destination gehört Würzburg in 2026 zu den weltweiten 26 Top-Empfehlungen des renommierten US-Reiseführers Fodor’s Travel.
„Würzburg wird national wie international immer stärker als attraktive und sympathische Städtedestination in Deutschland wahrgenommen. Die Zunahme der Gästezahlen und die positiven Rückmeldungen zeigen, dass unsere strategische Marktbearbeitung und die enge Zusammenarbeit mit den Betrieben und Kooperationspartnern eine starke Wirkung entfalten. Nicht zu unterschätzen sind die mit der Zunahme des Beherbergungsangebots ebenfalls einhergehende Intensivierung von Akquisition und internationalem Vertrieb. Der Tourismus entfaltet eine hohe Beschäftigungsrelevanz in unserer Stadt und stärkt die Wirtschaft“, betont Björn Rudek, Tourismusdirektor der Stadt Würzburg. Jüngste positive Marktauswertungen und steigende Zufriedenheitskennziffern bestätigen, dass das Zusammenspiel aus städtischer Entwicklung, touristischer Vermarktung und Engagement der Wirtschaft von Gästen in Würzburg sehr positiv wahrgenommen wird.
Das Congress Centrum Würzburg (CCW) ist weiterhin ein starker Motor des Würzburg Tourismus, so seien in jüngsten Analysen positive Effekte auf die lokale Wirtschaft in Höhe von rund 17 Millionen Euro jährlich festzustellen. Durch eine Förderung über den Bayerischen Kongressfonds konnten sogar zusätzliche Veranstaltungen erfolgreich für Würzburg gewonnen werden. „Von zusätzlichen Gästen profitieren in Würzburg insbesondere auch Handel, Gastronomie und Dienstleistende. Für jeden Euro, den das CCW erwirtschaftet, werden zusätzlich rund 3,5 Euro ausgegeben“, hebt Tourismusdirektor Rudek den positiven Effekt für die Stadt hervor.
In den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen zeigt sich, wie leistungsfähig der Tourismusstandort Würzburg aufgestellt ist: „Die Kostenentwicklung und die Umsatzzahlen bleiben für viele Betriebe herausfordernd, die Fähigkeit zur Investition in die Qualität muss gewährleistet sein. Gleichzeitig verändert die Zunahme der Beherbergungskapazitäten den Wettbewerb deutlich. Diese ist nicht zuletzt auch ein Ergebnis der lang diskutierten Investitionen in zusätzliche Infrastruktur“, erklärt Michael Schwägerl, Bezirksgeschäftsführer des DEHOGA in Würzburg.
Gerade deshalb dürften die Bemühungen um den starken und zukunftsfähigen Tourismusstandort nicht nachlassen: „Die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Tourismuswirtschaft ist von hohem Wert. Ein besonderes Augenmerk aller Beteiligten muss dabei künftig auch auf die Weiterentwicklung der Nebensaison gelegt werden, um die Nachfrage ganzjährig zu stärken“, bewertet DEHOGA-Kreisvorsitzende Claudia Amberger-Berkmann das Tourismusjahr 2025.
Quelle: Stadt Würzburg – PM vom 09.02.2026
