Radtour am 14. Oktober 2026 von Eisingen aus zur Altertheimer Mulde

Mit dem Fahrrad von Eisingen zur Altertheimer Mulde

Einer der kürzesten und schnellsten Wege von Eisingen zur Altertheimer Mulde führt über den Radweg von Eisingen nach Waldbrunn. Dort biegen wir am Spielplatz Hohe-Baum-Straße nach links ab und folgen dem Verlauf der Straße über die Bundesautobahn A 3. Nach der Autobahnbrücke folgen wir dem Straßenverlauf nach links und dann den Berg hoch über den Haselbrunnengraben. Oben kreuzt der dort geschotterte Weitwanderweg Romantische Straße unseren geteerten Weg. Von hier aus folgen wir dem Straßenverlauf noch rund 120 Meter, biegen dann nach links auf einen Feldweg ab und folgen diesem geradeaus. Nach insgesamt rund 6,5 km haben wir unser Ziel, die Altertheimer Mulde, erreicht.

Wir selbst nutzen für unsere Radtouren und Wanderungen zur Altertheimer Mulde grundsätzlich Alternativrouten durch den Irtenberger Wald, um die von Kfz zunehmend genutzte Straße durch den Haselbrunnengraben zu meiden. Die Altertheimer Mulde ist außerdem stets nur ein Teilziel unserer Touren im westlichen Landkreis Würzburg. Nachfolgend unsere letzten Touren – Quelle: SUUNTO

Achtung! Im Irtenberger Wald muss man auf den Wegen immer wieder einmal mit umgestürzten Bäumen rechnen. Die aktuelle Baustelle unterhalb der BAB A 3 und A 81 am Autobahndreieck Würzburg-West war bei unseren Radtouren am 13. und 14. Oktober 2026 nicht per Baustellenbeschilderung vorangekündigt und zwang uns zur Rückkehr über Waldwege, die durch abgelegtes Schnittgut auf den Wegen nur schwer befahrbar waren.

Der Einzugsbereich der Altertheimer Mulde im westlichen Landkreis Würzburg ist eine hydrologisch und geologisch hochsensible Zone. Er deckt sich fast vollständig mit den unterirdischen Einzugsgebieten wichtiger regionaler Trinkwasservorkommen.

Geografische und hydrologische Einordnung

Das Gebiet der Altertheimer Mulde umfasst im Wesentlichen die Flächen der Gemeinden Altertheim, Waldbrunn, Helmstadt sowie das gemeindefreie Gebiet „Irtenberger Wald“. Unterirdisch ist dieser Bereich untrennbar mit der regionalen Wasserversorgung verknüpft:

  • Wasserschutzgebiet „Zeller Quellstollen“: Das geplante Abbaugebiet liegt zu rund 90 % im Einzugsgebiet dieser zentralen Trinkwassergewinnungsanlage der Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH (TWV). Das gesamte Einzugsgebiet der Zeller Quellen erstreckt sich über rund 66 km² und sichert die Versorgung von mehr als der Hälfte der Würzburger Stadtbevölkerung (ca. 60.000 bis 65.000 Menschen).
  • Lokale Brunnen: Der Einzugsbereich überschneidet sich zudem direkt mit den lokalen Wasserschutzgebieten und Brunnenanlagen der Gemeinden Waldbrunn (Brunnen 2 und 3) und Altertheim, die weitere etwa 18.000 Einwohner mit Trinkwasser versorgen.

Geologischer Aufbau

Die Geologie im Einzugsbereich ist durch eine vertikale Schichtung geprägt, die im Zuge des geplanten untertägigen Gipsbergwerks der Firma Knauf Gips KG intensiv untersucht wurde:

  • Oberer Bereich (Grundwasserleiter): In den Mittleren Dolomiten des Mittleren Muschelkalks befindet sich ein ergiebiger Kluft- bis Karstgrundwasserleiter, aus dem das Trinkwasser gewonnen wird.
  • Barriereschicht: Darunter liegt eine etwa 9 bis 11 Meter mächtige Tonsulfatwechsellagerung. Diese Tonschicht dient als natürliche Dichtung und schützt die tieferen Schichten vor Wasserzutritten.
  • Lagerstätte: Erst unterhalb dieser Barriere (in einer Tiefe von 70 bis 130 Metern unter Tage) befindet sich das nutzbare Kalziumsulfatgestein (Gips und Anhydrit).

    Aktueller Konflikt im Einzugsgebiet

    Aufgrund der sensiblen Lage überlagern sich im Einzugsbereich industrielle Rohstoffinteressen und die kritische Infrastruktur der Wasserversorgung:

    • Die Regierung von Unterfranken hat im Juni 2026 die Raumverträglichkeitsprüfung positiv abgeschlossen und das Restrisiko für das Trinkwasser unter strengen technischen Auflagen als beherrschbar eingestuft.
    • Demgegenüber stehen anhaltende Bedenken von Umweltschützern (wie dem Bund Naturschutz), Bürgern und der Wasserwirtschaft, die durch die Erschütterungen von Sprengungen und potenzielle Risse in der dünnen Trennschicht eine Gefährdung oder Schadstoffbelastung (Sulfatanstieg) des Trinkwassers befürchten.

    Mehr Infos zum geplanten Gipsabbau der Fa. Knauf KG im Bereich der Altertheimer Mulde haben wir auf einer ► Sonderseite zusammengefasst.