Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt (I)

Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt (I)

Der Verein „Naturwissenschaftliches Labor für Schüler am Friedrich-Koenig-Gymnasium“ betreibt seit zwischenzeitlich sechs Jahren das Observatorium – in dem sich Schüler, Ehemalige, Eltern und Lehrer engagierten – zusammen mit dem Lehrstuhl für Astronomie der Universität Würzburg. Vereinsmitglieder bauten in den Jahren 2007 bis 2009 die Sternwarte mit tatkräftiger Hilfe zahlreicher Partner.

 

Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt im Lkr. Würzburg
@artusmi 20140916_1939

Am 18. Dezember 2009 konnte der Verein „Naturwissenschaftliches Labor für Schüler am FKG e.V.“ seine neue Sternwarte am Rande von Hettstadt im Landkreis Würzburg eingeweihen. Im März 2012 wurde die Sternwarte nach dem Würzburger Astronomen Professor Hans Haffner benannt.

 

Rückblick

Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt im Lkr. Würzburg
@artusmi 20140916_1942

Finanzielle Unterstützung gab es von der Sparkasse Mainfranken und einer Bürgerstiftung. Die Gemeinde Hettstadt griff dem Verein unter die Arme, indem sie das Grundstück stellte und tatkräftig zur Umsetzung beitrug. Der Lehrstuhl für Astronomie der Uni Würzburg stellte dem Observatorium zunächst ein hochwertiges 12-Zoll-Teleskop als Leihgabe zur Verfügung und führt dort Praktika für Studenten durch. Nach einer mehr als zweijährigen Planungs- und Einrichtungsphase hat die Einrichtung im März 2012 ihr Hauptinstrument erhalten, ein von der kanadischen Firma Planewave Instruments hergestelltes Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von 50 Zentimetern (20 Zoll). Es ist das größte Teleskop seiner Art in Nordbayern.

 

Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt im Lkr. Würzburg
@artusmi 20140916_1943

Dieses außergewöhnliche Instrument dient der Ausbildung von Studierenden im Rahmen des Astrophysikalischen Praktikums. Gleichzeitig haben dort aber auch Schüler des Friedrich-Koenig- und des Deutschhaus-Gymnasiums die Möglichkeit, unter Anleitung der Physiker Beobachtungen mit dem Teleskop durchzuführen. Weiterhin ist das Instrument das Herzstück des Kooperationsprojektes „Helligkeitsschwankungen aktiver Galaxienkerne“. Bei diesem bundesweit wohl einmaligen Projekt erforschen Schüler gemeinsam mit Wissenschaftlern des Lehrstuhls für Astronomie periodische Helligkeitsschwankungen von aktiven Galaxienkernen.

 

Hans-Haffner-Sternwarte bei Hettstadt im Lkr. Würzburg
@artusmi 20140916_1943

Bei der Einweihung eines größeren Teleskops gibt es stets den feierlichen Moment der ersten astronomischen Beobachtung: das sogenannte „First Light“, also das erste Sternenlicht, das auf den Spiegel fällt, nachdem das Teleskop ausgerichtet und justiert wurde. Zu diesem Ereignis hatten sich am 21. März 2012 neben zahlreichen Schülern und Studierenden auch Elternbeiräte, Lehrkräfte, der Vorstand des Fördervereins des FKG sowie Wissenschaftler und Professoren der Fakultät für Physik eingefunden. Die Gemeinde Hettstadt, die das Grundstück für die Sternwarte zur Verfügung gestellt hat, wurde durch Bürgermeister Eberhard Götz repräsentiert.

 

Hans-Haffner-Sternwarte von unserem Standort Eisingen aus gesehen
@artusmi 20160617_1927

Das „First Light“ war auch Anlass, der Sternwarte einen Namen zu geben. Namenspatron ist der erste Lehrstuhlinhaber für Astronomie an der Universität Würzburg und einer der Wegbereiter der europäischen Südsternwarte (ESO), Professor Hans Haffner. Haffner lehrte und forschte von 1967 bis zu seinem Tode im Jahr 1977 an der Universität Würzburg und war auch maßgeblich an der Einrichtung der ehemaligen Universitäts- und heutigen Volkssternwarte in der Keesburg beteiligt. Zur Namensverleihung verlas der Amtsnachfolger Haffners und derzeitiger Dekan der Fakultät für Physik und Astronomie, Professor Karl Mannheim, einen Brief der Witwe, Friedhilde Haffner, in dem sie sich für die Ehrung der Verdienste ihres Mannes bedankt und der Namensgebung zustimmt:

 

„In den folgenden Wochen und Monaten werden sowohl Studierende als auch Schüler erste praktische Erfahrungen an diesem besonderen Teleskop sammeln können“, schildert Mannheim die nächsten Schritte. Auch das Forschungsprojekt könne nun nach Monaten der theoretischen Vorbereitung und Einarbeitung der Nachwuchsforscher in die Praxisphase eintreten. Der Blick in den Sternenhimmel bleibt allerdings nicht nur den Wissenschaftlern vorbehalten. „Selbstverständlich werden auch alle Unterstützer, Förderer und Sponsoren der Sternwarte Gelegenheit zu einem Blick durch das Instrument an den Sternenhimmel erhalten“, so Mannheim. Außerdem werde es auch für die interessierte Öffentlichkeit immer wieder Führungen und Aktionen geben.

Uni Würzburg – Fakultät für Physik und Astronomie – Auszug aus der PM vom 26.03.2012

 

Weitere Infos in unserem

Beitrag vom 27. Juli 2016

 

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen