Wetter

Sonnenuntergang am 9. September 2020 um 19:44 Uhr

Ein leicht zu trockener September mit viel Sonne und spätsommerlicher Wärme

Der September 2020 verwöhnte die Bundesbürger wochenlang mit sonnigem und warmem Outdoor-Wetter. Erst zum Monatsende sorgte ein Großwetterlagenwechsel pünktlich zum astronomischen Herbstanfang für kühle und nasse Witterung. Unter dem Strich war der erste klimatologische Herbstmonat zu warm, zu trocken und sehr sonnig – verglichen mit vieljährigen Mittelwerten. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

Saisonarbeiter während der Weinlese am 21. September 2020 unterhalb des Unteren Steinbergwegs in Würzburg

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Am 10. September 2020 schnitt die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, zusammen mit der 64. Fränkischen Weinkönigin Carolin Meyer und dem Präsidenten des Fränkischen Weinbauverbandes, Artur Steinman, am „terroir f“ in Sommerhausen die ersten Silvaner Trauben. Eine Woche später, am 17. September 2020, fand die ökumenische Traubensegnung des Bürgerspitalserstmals im Freien statt, nämlich am „terroir f“ in Würzburg.

Kunstwerk Haus am Horizont von Ulrike Hamprecht südlich von Waldbüttelbrunn

Ein facettenreicher und extrem warmer Hochsommermonat

Der letzte Sommermonat 2020 war hierzulande an Wettervielfalt kaum zu übertreffen. Zeitweilige Dauerniederschläge mit Hochwasser im Süden, eine ungewöhnlich heiße Witterung im Norden und Starkregengewitter in der Mitte gehörten genauso zu seinem Repertoire, wie regional anhaltende Trockenheit und das Sturmtief „Kirsten“ zum Ende des Monats. In der Bilanz war der August 2020 extrem warm sowie leicht zu nass und sonnig. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

Fischweier bei Sommerhausen am 23. Juli 2020

Ein warmer, erheblich zu trockener und sonnenscheinreicher Juli

Im Juli befand sich der äußerste Süden Deutschlands oft in schwülwarmer Luft aus dem Mittelmeerraum. Dort entluden sich an manchen Tagen gebietsweise heftige Gewitter und vor allem am Alpenrand regnete es auch mal kräftig. Im Norden gestaltete tiefer Luftdruck über Skandinavien das Wetter meist wechselhaft und relativ kühl. Bis zur Mitte kamen die Tiefausläufer jedoch nur selten voran; häufig dominierte ein Keil des Azorenhochs mit trockener Luft sowie warmen Tagen und vereinzelt frischen Nächten.

Fischweier bei Sommerhausen am 22. Juni 2020

Ein windiger, unbeständiger und warmer erster Sommermonat in Deutschland

Der Juni 2020 zeigte sich von seiner launenhaften Seite. Nach einem sommerlichen Start folgte mit auf Nordwest drehenden Winden und wiederholten Regengüssen ein unbeständiger und windiger sowie kühler Witterungsverlauf. Teilweise gab es Schnee auf den Bergen. In der zweiten Dekade bildeten sich dann, in schwül-warmer Luft, regional wiederholt unwetterartige Gewitter. Nach einer Stabilisierung mit hochsommerlichen Temperaturen verabschiedete sich der Juni mit einem windigen Ausklang. Insgesamt war der Juni 2020 zwar etwas zu warm, präsentierte sich sonst aber mit typisch mitteleuropäischem Sommerwetter. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

Würzburg am Main am 18. Mai 2020

Ein leicht zu kühler, sehr trockener und sonnenscheinreicher Mai

Im Mai 2020 befand sich der Norden und Osten Deutschlands oft in frischer, wolkenreicher Meeresluft, die aber nur gelegentlich von einzelnen Regenfällen begleitet wurde. Den Süden erfassten wiederholt Tiefausläufer mit kräftigen Niederschlägen, die abwechselnd warme oder kühle Luftmassen heranführten. Im Westen dominierte Hochdruckeinfluss mit trockener Witterung und viel Sonnenschein. Diese Dreiteilung ließ den Mai insgesamt leicht zu kühl, deutlich zu trocken und sonnenscheinreich ausfallen. Der Monat brachte vereinzelt schwere Gewitter, begleitet von Starkregen, Hagel und Sturmböen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

Nebel und Reif in Eisingen am 12. Mai 2020 um 07:29 Uhr

Spielen die Eisheiligen im Wettergeschehen des Monats Mai eigentlich noch eine Rolle? Jedes Jahr fragt man sich, kommen sie pünktlich, kommen sie überhaupt? Sie heißen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sofia und haben uns früher oft den Frühling verhagelt. Die Eisheiligen, das ist der Zeitraum vom 11. bis 15. Mai, in dem nach Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Mitte des 19. Jahrhunderts immer wieder Kaltlufteinbrüche beobachtet wurden.

Sonnenuntergang in Eisingen am 5. Mai 2020 um 20:34 Uhr

Die Hälfte der Menschheit ist im Zuge der Corona-Pandemie durch Lockdown-Maßnahmen betroffen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der europäische Satellit Sentinel-5P im Vergleich zum letzten Jahr global einen starken Rückgang von Stickstoffdioxid (NO2) zeigt. Stickstoffdioxid ist ein Indikator für Luftbelastung durch industrielle Produktion und Verkehr.

Sonnenuntergang am 7. April 2020 um 19:46 Uhr in Eisingen

Sonnigster und dritttrockenster April seit Messbeginn in Deutschland

Der April gilt in Deutschland eigentlich als ein launischer Monat, der sich gerne wechselhaft und kühl zeigt. Das hat sich geändert. So war der April 2020 der sonnigste seit Aufzeichnungsbeginn. Er dürfte als dritttrockenster und siebtwärmster seit Beginn regelmäßiger Messungen in Erinnerung bleiben. Zugleich zeigt die Klimastatistik des Deutschen Wetterdienstes (DWD): Deutschland erlebte nun den zwölften zu trockenen April in Folge. Das meldet der nationale Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

Hochsitz am Waldrand bei Höchberg am 22. Juni 2018 um 11:19 Uhr

Mit der bislang ungewöhnlich warmen und trockenen Witterung im April 2020 nimmt die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns stark zu. Darauf hat Forstministerin Michaela Kaniber hingewiesen. Besonders hoch ist derzeit die Gefahr in weiten Teilen Nordbayerns, die im Laufe der Woche weiter zunehmen wird.

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