Planeten

Venus und Merkur am 20. Mai 2020 um 21:59 Uhr am Nordwesthimmel von Eisingen

Abbremsen an der Venus

Von der Tagseite kommend, an der Venus vorbei, mit der Schwerkraft des Planeten abbremsen und auf der Nachtseite weiter auf Kurs zum Ziel Merkur: Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2020 wird die ESA-Raumsonde BepiColombo um 05:58 Uhr MESZ in etwa 10.720 Kilometer Entfernung an der Venus vorbeifliegen und unserem Nachbarplaneten ein wenig ihrer Bewegungsenergie übertragen, um selbst an Geschwindigkeit zu verlieren.

Südwesthimmel in Eisingen mit Orion, Stier und Mars am 20. Oktober 2020 um 04:27 Uhr

Wer Mitte Oktober bei klarer Sicht abends zum Himmel schaut, wird relativ schnell auf einen hellen rötlichen Punkt, eher auf ein kleines orangerotes Scheibchen im Sternbild der Fische aufmerksam werden. Nach rund zwei Jahren und zwei Monaten überholt die Erde wieder ihren äußeren Nachbarplaneten auf der Innenbahn und kommt ihm besonders nahe. Geometrisch bilden Sonne, Erde und Mars dann eine Linie und man spricht von einer Marsopposition. In diesem Beitrag erklärt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Details zum Himmelsphänomen.

CHEOPS-Beobachtungen von WASP-189b vor und hinter seinem Stern

Weltraumteleskop CHEOPS misst ultrapräzise Temperatur und Größe eines ungewöhnlichen Riesenplaneten

Erste Messergebnisse des europäischen Weltraumteleskops CHEOPS zeigen, dass der Riesenplanet WASP-189b in 326 Lichtjahren Entfernung so heiß glüht wie ein kleiner Stern und sich im schnellen Umlauf um sein Zentralgestirn auf einer ungewöhnlichen Bahn über dessen Pole bewegt.

Zwergplanet Pluto in Echtfarben fotografiert von New Horizons

Chronik einer Supermission

Vor fünf Jahren flog am 14. Juli 2015 die kleine US-Raumsonde New Horizons durch das entfernte Pluto-Charon-System. Während der Passage führte sie einzigartige wissenschaftliche Messungen durch und sandte aufsehenerregende Bilder zur Erde, die eine bewegte Vergangenheit und unerwartet dynamische Entwicklung des sonnenfernen Binärkörpersystems enthüllten.

Venus und Merkur am 21. Mai 2020 um 21:58 Uhr am Nordwesthimmel von Eisingen

Am 15. Mai 2020 tauchte der Planet Merkur zum zweiten und zugleich letzten Mal in diesem Jahr am Abendhimmel im Nordwesten auf. Am 16. Mai 2020 konnten wir ihn kurz vor 21:30 Uhr gut im Fernglas beobachten. Trotz seiner scheinbaren Helligkeit von -1,07 mag war das zu dieser Zeit mit dem bloßem Auge noch nicht möglich. Wer den flinken innersten Planeten noch nie gesehen hat, sollte die nächsten Abende für eine Beobachtung nutzen.

Planet Venus am 7. Mai 2020 um 21:12 Uhr am Westhimmel von Eisingen

Venus zeigt sich durch ein Teleskop betrachtet aktuell in Form einer Sichel, ähnlich der des Erdmondes. Der Planet verabschiedet sich gegen Ende Mai vom Abendhimmel und beendet damit seine Abendsternperiode. Ihre scheinbare Helligkeit sinkt um fast eine Größenklasse von -4,8 mag auf -3,9 mag ab.

Die Internationale Raumstation ISS am 23. März 2020 um 20:38 Uhr zwischen Hyaden, Plejaden und der Venus

Der erste in Mitteleuropa sichtbare Überflug der Internationalen Raumstation ISS am Abendhimmel fand am 18. März 2020 statt. Er dauerte insgesamt nur elf Sekunden und war aufgrund der Horizontnähe nur wenig spektakulär. Wir haben uns den Überflug am 23. März 2020 näher angeschaut.

Asteroid Vesta am 18. und 19. Januar 2017

Vom kosmischen Staub zu den Planeten

Das Sonnensystem mit seinen Planeten bildete sich vor rund 4,5 Milliarden Jahren. Zahlreiche bruchstückhafte Zeitzeugen dieser frühen Phase ziehen bis heute als Asteroiden ihre Bahnen um die Sonne. Rund Dreiviertel davon sind kohlenstoffreiche C-Typ-Asteroiden wie auch 162173 Ryugu, der 2018 und 2019 das Ziel der japanischen Weltraummission Hayabusa2 war und die sich gegenwärtig auf ihrem Rückflug zur Erde befindet.

Meade-Teleskop mit montierter Canon EOS 600D während des Merkurtransits am 11. November 2019

Untersuchung von Exoplaneten an anderen Sternen

Die Forschung zu Planeten an anderen Sternen wurde dieses Jahr mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Nun sollte am 17. Dezember 2019 um 05:54 Uhr Ortszeit (09:54 Uhr MEZ) das von Nobelpreisträger Didier Queloz wissenschaftlich geleitete ESA-Weltraumteleskop CHEOPS (CHaracterising ExOPlanets Satellite) mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana abheben und weitere Geheimnisse von Exoplaneten lüften.

Zunehmender Mond und Planet Jupiter am 31. Oktober 2019 um 17:15 Uhr am Südsüdwesthimmel

Am frühen Abend des 31. Oktober 2019 begegnete der zu 15,3% beleuchtete Erdmond dem scheinbar -1,91 mag hellen Planeten Jupiter am Südsüdwesthimmel. Auf unseren Fotos beträgt der Abstand der beiden Gestirne nicht einmal einen Vollmonddurchmesser. Gegen 16:45 Uhr waren es sogar nur 20 Bogenminuten. Jupiter ist kein spektakuläres Objekt mehr. Seine Sichtbarkeitsdauer beträgt im Moment nur noch eineinhalb Stunden.

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