Das Wetter in Deutschland im März 2020
Mit etwa 175 Stunden übertraf der März 2020 sein Soll von 111 Stunden um 57 Prozent. Er dürfte damit der viertsonnigste März seit Messbeginn 1951 sein.
Gewitter, Hitze, Stürme, Starkregen, Schnee, Hagel, Blitze, einschließlich der Phänomene der atmosphärischen Optik, wie Regenbogen, Halos, irisierende Wolken, Höfe und Kränze, Abend- und Morgenröte geben uns die Chance zur Aufnahme prächtiger und mitunter seltener Wetterbilder.
Mit etwa 175 Stunden übertraf der März 2020 sein Soll von 111 Stunden um 57 Prozent. Er dürfte damit der viertsonnigste März seit Messbeginn 1951 sein.
Der Sonnenschein lag im Februar mit rund 65 Stunden knapp 10 Prozent unter seinem Soll von 72 Stunden. Begünstigt war das Alpenvorland mit örtlich mehr als 125 Sonnenstunden.
Am 27. Februar 2020, bescherte das Tief Bianca in Teilen der Region Mainfranken das erste „Weiß“ dieses Winters.
Das bisher wetterbestimmende Hochdruckgebiet wanderte unter Abschwächung nach Osteuropa und sorgte zunächst noch für meist störungsfreies Wetter in Deutschland. Am Sonntag erreichten uns im Tagesverlauf die Ausläufer eines Orkantiefs mit Kern bei Island und brachten über Deutschland eine schwere Sturmlage.
Die Sonnenscheindauer lag mit etwa 60 Stunden um 34 Prozent über ihrem Soll von 44 Stunden. Das südliche Baden-Württemberg meldete örtlich über 130 Stunden, das nördliche Niedersachsen und Schleswig-Holstein teilweise weniger als 20 Stunden.
Wie bereits die meisten der vorangegangenen Jahre, so verlief auch 2019 in Deutschland wieder zu trocken, mit mehr Sonnenschein als üblich und vor allem deutlich zu warm. Es war sogar das drittwärmste Jahr seit dem Beginn von regelmäßigen Messungen 1881.
Mit knapp 60 Stunden kam der Dezember auf 150 Prozent seines Solls von 38 Stunden und landete damit unter den sonnigsten zehn seit dem Beginn von Messungen 1951. Am längsten zeigte sich die Sonne am mittleren Neckar mit teils über 100 Stunden. In Schleswig-Holstein schien die Sonne dagegen kaum 30 Stunden.
Wunderschön anzuschauen war das Morgenrot am 11. Dezember 2019 gegen 08:00 Uhr. Betrachtet man aber die Quelle der Wolkenbänder durch ein Superweitwinkelobjektiv, dann trübt sich der zunächst positive Eindruck dieses Wetterphänomens.
Die Sonnenscheindauer lag im November mit rund 45 Stunden deutlich unter ihrem Soll von 53 Stunden. Am längsten zeigte sich die Sonne im Bayerischen Wald sowie in der Oberlausitz mit nahezu 90 Stunden. Im Fichtelgebirge und im südlichen Thüringen erreichte sie dagegen örtlich nur um 20 Stunden.
Die ersten Vorboten des Winters führten am Sonntagmorgen, dem 10. November 2019 zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der A 7 in der Gemarkung Martinsheim zwischen Marktbreit und Kitzingen.