Sehr schmale Mondsichel am 3. März 2022
Seit 15 Jahren sind wir auf der Suche nach sehr schmalen Mondsicheln. Der Reiz, immer schmälere zu finden ist groß. Am Abend des 3. März 2022 war es wieder einmal soweit.
Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde. Mit einem Durchmesser von 3.476 Kilometern ist er der fünftgrößte Mond unseres Sonnensystems. Sein Aussehen variiert im Laufe seines Bahnumlaufs und durchläuft die sogenannten Mondphasen. Die Hauptphasen des Mondes sind Neumond, zunehmender Halbmond (erstes Viertel), Vollmond und abnehmender Halbmond (letztes Viertel). Bereits mit dem bloßen Auge kann man auf seiner Oberfläche Berge und Täler erkennen. Die Umgebung des Südpols ist wesentlich gebirgiger als jene des Nordpols und Zentrum eines ausgedehnten, mit Kratern übersäten Hochlandes.
Seit 15 Jahren sind wir auf der Suche nach sehr schmalen Mondsicheln. Der Reiz, immer schmälere zu finden ist groß. Am Abend des 3. März 2022 war es wieder einmal soweit.
Vom 11. auf den 12. Februar 2022 war der Goldene Henkel zwischen 18 Uhr und 05:15 Uhr auf dem zunehmenden Mond im Bereich von Sinus Iridum sichtbar. Dabei ragen die Spitzen des Ringgebirges in die Mondnacht hinein und bilden ein auffälliges Merkmal am Terminator.
Das Goldene Tor der Ekliptik ist von alters her ein Asterismus im Sternbild Stier. Die Sternkonstellation wird zu beiden Seiten der Ekliptik, ähnlich der Art eines Tores, durch die zwei markanten offenen Sternhaufen der Plejaden und der Hyaden gebildet.
Am Montag, dem 7. Februar 2022 bedeckte der zunehmende Halbmond den Planeten Uranus. Von Mitteleuropa aus war dies allerdings nicht zu beobachten. Bei uns kam es zu einer engen Begegnung der beiden Gestirne.
Am 18. Januar 2022 erreichte der Mond um 00:47 Uhr die Vollmondstellung. An unserem Beobachtungsort in Eisingen war es bewölkt. Erst am Morgen des 19. Januar 2022 war es bei -1 Grad wolkenlos und wir konnten den Erdtrabant beobachten.
Vom 16. auf den 17. September 2021 war der Goldene Henkel zwischen 18 Uhr und 2 Uhr auf dem zunehmenden Mond im Bereich von Sinus Iridum sichtbar. Dabei ragen die Spitzen des Ringgebirges in die Mondnacht hinein und bilden ein auffälliges Merkmal am Terminator.
Vom 19. auf den 20. Juli 2021 war der Goldene Henkel zwischen 18:30 Uhr und 01:45 Uhr auf dem zunehmenden Mond im Bereich von Sinus Iridum sichtbar. Dabei ragen die Spitzen des Ringgebirges in die Mondnacht hinein und bilden ein auffälliges Merkmal am Terminator.
Während des Finales der Fußball-EM nutzten wir die Gelegenheit, auch einen Blick auf die schmale Mondsichel am fast wolkenlosen Westhimmel von Eisingen zu werfen. Zeitgleich konnten wir außerdem die Mars-Venus-Konjunktion im Bild festhalten.
Mit Hilfe von Kompass und Fernglas gelang es uns die erst zu 1,7% beleuchtete feine Sichel zwischen dünnschichtigen Wolken, scheinbare rund 5° über dem Nordwesthorizont, ausfindig zu machen.
Am Donnerstag, dem 10. Juni 2021 begann die Finsternis um 11:30 Uhr. Es war dies nach über sechs Jahren der erste Kontakt von Sonne und Mond. Um 12:27 Uhr wurde in Eisingen bei einem Bedeckungsgrad von 10 Grad die maximale Verdunkelung erreicht.